Steven Skrzybski macht auch für Schalke Steven-Skrzybski-Tore

Union müht sich in der Vorbereitung. Beim Testspiel gestern in Fürstenwalde kam das Team zu einem 3:1 mit Toren von Eroll Zejnullahu, Andy Gogia und Philipp Hosiner (Spielberichte: Kurier, BZ, Union-Website). Sehen wir es mal positiv. so kann Trainer Urs Fischer gleich viele Erkenntnisse für sich verbuchen, um ab Samstag beim Trainingslager in Klosterpforte intensiv am Spiel zu arbeiten. Mit Angreifer Nils Stettin und Benjamin Pratsler traf Union in Fürstenwalde auch auf zwei ehemalige Union-Nachwuchsspieler. Der Kurier erklärt noch, warum aktuell so viele Spieler auf der rechten Seite spielen. Gerad bei den Außenverteidigern liegt das am fehlenden richtigen Backup von Christopher Trimmel, der natürlich in der Vorbereitung wie alle Spieler eine kontinuierliche Belastungssteuerung erfahren soll.

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Das Fenster schlägt zu

Heute schlägt das Transferfenster in vielen europäischen Ligen zu. Während dabei vor allem in und aus England einige hundert Millionen Euro den Besitzer und einige Spieler den Arbeitgeber wechseln könnten, zieht es bei Union auch auf den Plätzen in der Kabine neben dem Fenster in keine Richtung allzu sehr. Besetzt sind alle eingeplanten Plätze ohnehin seit letzter Woche.

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Wie der Bierhoff sonst rüberkommt.

Südafrika. Keine Spiele. Die Journalisten müssen trotzdem Texte bringen. Da ist es prima, wenn sich der “Teammanager” der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, eine halbe Stunde Zeit nimmt. Und so fragt Steffen Dobbert, der für die ZEIT vor Ort ist, via Twitter seine Leser: “Heute Mittag eine halbe Stunde mit Oliver Bierhoff. Jemand ne Idee, was wir den mal fragen sollten?

Später am Tag veröffentlicht Dobbert allerdings keinen Text sondern nur folgende lapidare Nachricht:

Zwei Punkte verwundern sehr. Die harte Linie der Autorisierungspraxis von Bierhoff oder dem DFB als solchen. Und zum zweiten die Begründung, die im O-Ton weitergegeben wurde (“Das ist der Bierhoff, wie er sonst nicht rüberkommt”).

Zur Autorisierungspraxis des DFB gibt es einen Text über den DFB-Pressechef Harald Stenger im WM Sonderheft der 11Freunde. Der gesamte Artikel “Der Problemlöser” von Tim Jürgens wirkt, als hätte die Autorisierung auch noch die letzte Kante glattgeschliffen und aus einem einfachen Artikel ein Bewerbungsschreiben für Harald Stengers berufliche Weiterentwicklung gemacht. Die katastrophale Erscheinung des Verbandes im Rechtsstreit zwischen Präsident Zwanziger und dem Journalisten Jens Weinreich oder im Fall Amerell-Kempter werden mit keiner Silbe erwähnt. Stattdessen wird im letzten Absatz die baldige Absetzung des Pressechefs mit Verweis auf Insidervermutungen als “Intrige einiger Funktionäre” bezeichnet.

Über Autorisierung sagt Stenger im Artikel: “Autorisieren kann nicht Zensieren bedeuten. Am Ende muss immer der Spieler wissen, was er sagt und ganz bewusst öffentlich machen will.” Diese Aussage wird konterkariert, wenn vorher eine Autorisierung eines Interviews von Philipp Lahm mit folgenden Tätigkeiten charakterisiert wird: “Es wurde diskutiert, gefeilt, gestrichen, ergänzt oder präzisiert.” Am Ende steht ein Text, den der jeweilige Interviewte gut findet. Aber ob der Journalist daran noch einen eigenen Anteil hatte, ist fraglich.

Wie Oliver Bierhoff rüberkommt? Oberflächlich topgepflegt. Sowohl was sein Äußeres als auch seine Darstellung angeht. Aber ein authentisches Bild erfährt man nicht. Dafür sorgt letzten Endes auch die Verweigerung der Freigabe eines Textes. Warum sich eine Zeitung wie die ZEIT einem solchen Diktat unterwirft und nicht einfach trotzdem den Text publiziert, wirft vor allem Fragen zum Selbstverständnis dieser Zeitung auf.

Ein Dank für den Hinweis auf die Nachricht von der ZEIT geht an Harald Müller von freitagsspiel.de.