Texas’ Rückkehr für einen Tag

Der Besuch von Daniel Teixeira mit der U19 von Cruzeiro gestern (der Test gegen Unions U19 wurde mit 5:0 gewonnen) war auf jeden Fall etwas für Nostalgiker. Und Bild/BZ und Kurier tun uns den Gefallen, uns mit ein paar Häppchen des ehemaligen Union-Torjägers zu versorgen. Ich denke noch sehr gerne an seine Zeit bei uns zurück. Und dann fällt mir auch auf, wie krass der Unterschied zwischen 2001 und heute bei Union ist. Wie sehr sich alles entwickelt hat und welche Position der Verein mittlerweile hat, sowohl in Berlin als auch im deutschen Fußball.

Auf der Website von Cruzeiro gibt es noch mehr Fotos von Texas’ Rückkehr nach Berlin zu sehen.

Weiterlesen

Die Lizenz für die Bundesliga und Zweite Liga gibt es ohne Bedingungen

“Erste Entscheidungen der DFL im Lizenzierungsverfahren zur Saison 2017/18” heißt es bei der Deutschen Fußball-Liga auf der Website. So sperrig und bürokratisch es klingt, so wenig Informationen gibt die DFL auch preis. Keinem Verein wurde die Lizenz verweigert. Mehr erfahren wir nicht. Auch auf der Union-Website noch nicht. Glücklicherweise hat die Morgenpost nachgefragt und die Antwort von Pressesprecher Christian Arbeit lautet: “Wir haben für beide Ligen einen DFL-Bescheid ohne Bedingungen erhalten.” Das sagt wie immer nichts über eventuelle Auflagen aus, ist aber schon eine gute Nachricht. Ich sage einfach mal danke an Oskar Kosche und alle Beteiligten für die geleistete Arbeit bei der Lizenzierung.

Weiterlesen

Teve271 – Routine, Rhythmus, Ramba Zamba

2:1 zu Hause im Spitzenspiel gegen Hannover gewonnen. Im Spitzenspiel - wie das klingt. Entsprechend gut gelaunt sitzen wir zu dritt im Ausweichstudio und besprechen das Spiel und die erzwungenen Stadionausbaupläne von Union.

On Air:

avatar Gero Langisch Amazon Wishlist Icon
avatar Robert Schmidl Amazon Wishlist Icon
avatar Hans-Martin Sprenger Amazon Wishlist Icon

Keine Episode mehr verpassen!

Teve224 – Nacktbaden mit Toni Leistner und den Nacktwölfen

Union verliert 1:2 gegen Aue und alle finden, dass es ganz okay wäre, wenn Aue doch in der Zweiten Liga bleiben würde. Alle? Nein, Hans-Martin und Sebastian finden das nicht. Dafür freuen wir uns gemeinsam über die Lizenz.

Foto: Tobi/unveu.de

On Air:

avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Gero Langisch Amazon Wishlist Icon
avatar Hans-Martin Sprenger Amazon Wishlist Icon

Keine Episode mehr verpassen!

Teve222 – Terodde ist nach Bochum, weil er nicht ins Berghain kam

Themen ohne Ende: 2:2 in Ingolstadt und vielleicht der Beginn des Comebacks von Björn Jopek, das Abhängen einer Israel-Fahne im Stadion, eine Lizenz mit Bedingungen und BAP im Stadion.

2:2 #fcunion #adaf

A post shared by David Ja (@__jaco) on

On Air:

avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Gero Langisch Amazon Wishlist Icon
avatar Robert Schmidl Amazon Wishlist Icon

Keine Episode mehr verpassen!

Union hat Lizenzbedingungen zu erfüllen, aber auch einen Plan für die nächsten zehn Jahre

Als ich im letzten Jahr noch für die Berliner Morgenpost mit Dirk Zingler für ein Interview zusammensaß, sprach der Präsident davon, dass er sich Gedanken mache, wie der Verein 2025 aussehen soll. Eine Ausgliederung der Profi-Abteilung war ein Gedanke. Seitdem gab es viele Diskussionen. Zingler lotete in den Gesprächen aus, was für und was gegen eine Ausgliederung spricht. Sind die Bedenken ideologischer Art (kategorische Ablehnung aus fußballromantischer Sicht) oder würde der Verein etwas aufgeben, was ihn in seiner Identität angreift (Mitbestimmung)?

Eins machte Zingler schon damals deutlich: Geld eines Investors würde investiert und nicht konsumiert werden. Es würde nicht ein Cent davon in Kickerbeine fließen. Fehler wie mit den Kölmel-Millionen soll Union nicht noch einmal machen.

Foto: Matze Koch

Die Bild/BZ berichtet heute von einer Mitarbeiterversammlung, auf der Zingler die damals angesprochene Vision “Union 2025” als “Der Weg” vorstellte. Genaue Inhalte können allerdings nicht genannt werden. Aber zwischen den Zeilen klingt alles nach einer Ausgliederung in eine Kapitalgesellschaft. Das Ziel Aufstieg in die Bundesliga ist seit längerem bekannt. Nicht umsonst soll Union in die Top20 der deutschen Vereine vorstoßen.

Die Stadion AG war ein Behelfskonstrukt, um die Spiel-Lizenz für die DFL nicht zu gefährden. Durch die Konzernrechnung ist sie eigentlich obsolet. Wie Union sie als Untergesellschaft eingliedern will (so berichten Bild/BZ), ist eine spannende Frage. Ich kann mir vorstellen, dass das bei einer Ausgliederung des Spielbetriebs in eine Kapitalgesellschaft sicher einfacher nachzuvollziehen ist als in der bisherigen Konstruktion. Dafür spricht auch die Schaffung von “Geschäftsführer-Posten”.

Spannende Zeiten. Ich freue mich, wenn Union (Mitarbeiter, Spieler, Mitglieder und Fans) eine neue gemeinsame Aufgabe bekommen, die zu bewältigen ist. Alles, nur nicht Stagnation.

Vor der Vision steht die Lizenz

Um “Union 2025” in Angriff zu nehmen, müssen allerdings die weiter nicht genannten Bedingungen der DFL zur Lizenzerteilung erfüllt werden. Der Kurier bringt die Zerrissenheit von Fans zwischen “Ich vertraue der Veriensführung” und “Ich habe ein mulmiges Gefühl ohne weitere Infos” ganz gut auf den Punkt.

Gestern machte Union offiziell bekannt, dass Maxi Thiel für zwei Jahre an den Verein gebunden wurde. Das ist zwar eine erwartete, aber sportlich trotzdem sehr wichtige Nachricht. (BZ)

Trainingslager Spanien ☀️⚽️✌️#Mittagspause #relax #MT11

A post shared by Maxi Thiel (@maxithiel) on

Eine Lizenz mit Bedingungen, viele Fragen und keine Antworten

Mit Spiel-Lizenzen verstehe ich keinen Spaß. Schon gar nicht, wenn es um Union geht. Aber dieses kribbelige Gefühl der 90er und frühen 2000er Jahre hatte ich schon fast vergessen. Bis gestern Union selbst damit herausrückte. Der Verein muss bis zum 3. Juni Bedingungen erfüllen, um die Lizenz zu erhalten.

Foto: Matze Koch

Das klingt nach Gelber Karte und ist es auch. Auf der Vereinswebsite sagt Präsident Dirk Zingler dazu:

Die Konzernlizenzierung, in der neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Vereins auch die Belastungen aus Bau und Betrieb unseres Stadions betrachtet werden, verlangt uns große Anstrengungen ab. Alles alleine und aus eigener Kraft zu stemmen, ist kein leichtes Unterfangen, aber wir werden die Bedingungen fristgerecht erfüllen.

Mich würde schon interessieren, was der Haken ist. Ist es das positive Eigenkapital, das jeder Verein aufzubauen verpflichtet ist? Oder liegt es wirklich an der Stadion AG, wie Kurier und Morgenpost meinen? So ganz sicher bin ich mir dabei nicht, sehe aber seit vielen Monaten die Anstrengungen, das Stadion profitabel zu machen. Die Lizenzierung schaut sich vor allem die Leistungsfähigkeit in die Zukunft gerichtet an. Und zwar gewöhnlich nur für die nächste Saison.

#fcunion #stadaf

A post shared by 1. FC Union Berlin (@1.fcunion) on

Es ist mehr als unbefriedigend, aber ich kann ohne weitere Informationen einfach keine Schlüsse daraus ziehen. Außer, dass es weiter so ist, dass Vereine durchaus einen Wettbewerbsvorteil haben, denen gegen günstige Miete ein vom Steuerzahler errichtetes Stadion inklusive Cateringrechte zur Verfügung gestellt wird. Denn solch einen Bau profitabel zu betreiben ist eine große Herausforderung. Da macht es sich gut, alle Risiken als Bad Bank beim Steuerzahler zu hinterlassen.

Aber ändert ja nichts an der Lage von Union. Ebensowenig wie das Wissen darum, dass es bei der aktuellen Lizenzierung auch andere Vereine mit Bedingungen erwischt hat. Mich persönlich beruhigt auch nicht, dass schon alles gut werden wird. Ich hätte gerne Informationen dazu. Einfach weil ich schon einmal eine Saison abgefeiert habe und danach alles nichts mehr galt.

Ich weiß nur: Mehr beim Verein sparen als bisher ist nicht möglich, ohne in den Geschäftsbetrieb einzugreifen. Deswegen kann die Lösung nur lauten: Investieren, um die Einnahmesituation in Zukunft zu verbessern. Sparen selbst ändert daran ja nichts. Mich würde mal interessieren, ob die DFL-Lizenzierung überhaupt Investitionen vorsieht, die mal für einige Jahre die Bilanz verhageln.

Sportliche Themen treten aktuell etwas zurück

Wen angesichts dieses Themas das Befinden von Roberto Puncec oder Mo Amsif interessiert, der wird bei BZ oder Bild glücklich.

Dann doch lieber Playstation zocken mit CQ2:

VEB Hertha BSC

Hertha BSC hätte die Lizenz für die zweite Bundesliga vermutlich nicht erhalten, wenn das Land Berlin nicht mit einer verzinsten Mietstundung eingegriffen hätte. Das berichtet die Berliner Morgenpost. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Vereinbarung zwischen der landeseigenen Olympiastadion Berlin GmbH und Hertha ist sicher nicht zufällig gewählt. In weniger als einer Woche treffen Union und Hertha das erste Mal seit 60 Jahren wieder im Kampf um Punkte aufeinander. Auf den Punkt gebracht wird das Vorgehen im verlagseigenen Hertha-Blog, wo plakativ die Frage gestellt wird: Wie ist das dem 1. FC Union Berlin zu erklären?

Zugang zum Olympiastadion vom U-Bahnhof

Die Antwort darauf ist einfach: Gar nicht! Aber das muss es auch nicht, denn es handelt sich um komplett verschiedene Vorgänge und ein Problem des Landes Berlin. Ein Engagement des Senats von Berlin für die Spielstätte an der Alten Försterei gab es de facto nicht. Formal zog man sich letzten Endes darauf zurück, dass die Kommune Träger sei, also der Bezirk Treptow-Köpenick eine Lösung finden sollte. Das Ende ist bekannt: Ein Erbpachtvertrag mit dem Bezirk, Sanierung aus eigenen Mitteln. Hertha hingegen spielt in einem Stadion, das vom Land Berlin betrieben wird und dessen Sanierung sich das Land erst durch Stimmenkauf im Bundesrat bei der rot-grünen Steuerreform leisten konnte.

Hertha hat sich mangels Alternativen in der Stadt langfristig mit einem Mietvertrag bis 2017 an das Olympiastadion gebunden. In der Bundesliga liegt die Miete bei kolportierten 4,5 Mio €. In der zweiten Liga sinkt der Betrag pro Spieltag um 25.000 € und die Prämie von zusätzlichen 75.000 € bei erreichten 50.000 sind nur bei entsprechendem sportlichen Erfolg denkbar. Das erwartete Minus der Betreibergesellschaft für den Zweitligafall liegt bei 700.000 bis 2,5 Mio €. Läuft es so, wie die Saison angefangen hat, müsste die Hertha in der zweiten Liga eine Stadionmiete in einer Höhe bezahlen, die beim 1. FC Union ca. 50% des Lizenzspieleretats ausmacht. Das Problem der Hertha ist also ein selbst für Erstligaverhältnisse exorbitanter Mietvertrag, aus dem der Verein erst in sieben Jahren ausscheiden kann.

Das eigentliche Problem liegt aber beim Land Berlin. Das betreibt mit einer Stadionbetreibergesellschaft eine Spielstätte, die mit dem Wegfall eines nicht zu ersetzenden Hauptmieters sofort Insolvenz anmelden müsste. Das erklärt auch, warum die Betreibergesellschaft nicht von privater Hand betrieben wird. Denn wirtschaftlich gesund ist etwas anderes. Hier rächt es sich, auf den Denkmalschutz des Olympiastadions und seiner Laufbahn bestanden zu haben. Würde die Betreibergesellschaft zahlungsunfähig werden, springt als Eigner wohl das Land Berlin, ergo der Steuerzahler ein. Um dieses Potential weiß seit langem auch Hertha BSC. Die Lizenz hätte man im unwahrscheinlichsten Fall auch mit einem preiswerten und kurzfristigen Mietvertrag im Stadion an der Alten Försterei erhalten können. So kann Hertha mit einer weichen Budgetschranke arbeiten wie ein sozialistischer Betrieb im Ostblock in dem Wissen, dass er gar nicht pleite gehen kann. Es können fix 2,5 bis 4,5 Mio € im laufenden Etat umgeschichtet werden.

Das Land Berlin hat also bis 2017 und eigentlich auch darüber hinaus nun einen VEB Hertha BSC am Hals. Und den blau-weißen Anhängern steht eine Saison bevor, über der die Überschrift steht: “Aufstieg oder Tod!”

Teve025 – Auch mal über Geld reden

Nach der Fußballfilmfestivalpause gibt es wieder einen Podcast. Aufgenommen am Tag nach dem Spiel gegen Alemannia Aachen. Gern gesehener Gast in der Küche ist dieses Mal Mathias Bunkus vom Berliner Kurier. Wir reden nur ein ganz kleines bisschen über unser Dauerthema Torflaute und fragen uns auch, was Karim benyamina auf die Frage, was zu ändern sei, antworten soll außer: "Tore schießen." Mehr Aufmerksamkeit erhält das Lied über Torsten Mattuschka, von dem wir beim Gespräch noch nicht wussten, wie er es wahrgenommen hat. Das kann man dafür heute im Berliner Kurier nachlesen. Und noch viel mehr Raum bekommt dafür die Darlehensverlängerung durch Michael Kölmel und die Einreichung der Lizenzunterlagen bei der DFL. Anstatt der Titelmusik gibt es dieses Mal einen Wechselgesang als Intro. Gefällt das besser?

On Air:

avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Mathias Bunkus

Keine Episode mehr verpassen!

Nachlizensierung durch die DFL

Die Süddeutsche Zeitung und dort speziell Hans Leyendecker haben seit einiger Zeit die Finanzen und die dazugehörige “Architektur” des FC Schalke 04 im Visier. In einem heutigen Text geht es um die Nachlizensierung durch die DFL. Dies betrifft knapp 20 Vereine von den insgesamt 36 Klubs der DFL. Namentlich nennt die Süddeutsche allerdings neben dem FC Schalke 04 nur den 1. FC Union.

Zunächst wird sich also die DFL mit dem Wirtschaftsfall Schalke beschäftigen. Bis Ende des Monats muss der Verein Unterlagen vorlegen. Auf den ersten Blick ist das nicht dramatisch, weil diesmal rund 20 Vereine der ersten und zweiten Liga nachträglich inspiziert werden. Darunter befindet sich beispielsweise Union Berlin. Bei genauerem Hinsehen könnten die Prüfer in dem Finanz-Geflecht der Schalker von Sicherheitskonten, Anleihen und Krediten auf manche Überraschung stoßen.

Nach der Trennung vom SponsorInvestor ISP wurde eine Nachprüfung bereits angekündigt und ist deshalb keine besondere Überraschung. Wichtig zu wissen wäre allerdings, ob es stimmt, dass die Gelder der ISP keine Rolle bei der Lizensierung gespielt haben. Das ist die offizielle Aussage des Vereins.

Der 1. FC Union Berlin hat die Deutsche Fußball Liga vorab über diesen Schritt informiert. Der Spielbetrieb des Vereins in der laufenden Saison bleibt davon unberührt, da die im Lizenzierungsverfahren eingereichte Etatplanung den ISP-Vertrag nicht beinhaltete.

Es müssen ja nicht konkrete Einnahmen von der ISP in den Lizenzunterlagen angegeben worden sein. Das ist schon aus dem Grund nicht möglich, dass der Vertrag erst nach Abgabeschluss der DFL-Lizenzunterlagen unterzeichnet wurde. Aber es wäre schon beruhigend, wenn man wüsste, ob überhaupt Angaben zu einem möglichen Hauptsponsor gemacht wurden und mit welchen Zahlen dort gerechnet wurde. Dann könnte man die Aufwertung des Engagements von kfzteile24 besser einschätzen.

Update: Matze Koch, freier Journalist, schreibt dazu:

Union-Sprecher Christian Arbeit hatte aber wohl deswegen keine Schweißausbrüche. Auf Nachfrage bestätigte er zwar eine Nachprüfung zum 31. Oktober. Doch diese sei als Bestandteil des Lizensierungsverfahrens im Frühjahr 2009 völlig planmäßig.