Wie geht es weiter für Eroll Zejnullahu?

Union hat das erste Spiel im Baltic Sea Cup 2:1 gegen den FC Kopenhagen gewonnen (Bericht im Kurier und auf der Union-Website). Vom Spiel selbst gibt es kein Bewegtbild bis auf den Anschlusstreffer für die Dänen in der Nachspielzeit:

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Beim Aufräumen gefunden: Fotos aus der Oberliga-Saison 2005/06

Die Mannschaft fährt heute ins Trainingslager nach Klosterpforte. Nicht dabei sind die drei langzeitverletzten Spieler Sebastian Polter, Fabian Schönheim und Marc Torrejon, die an jeweils unterschiedlichen Orten ihre Reha weitermachen (Vereinsmitteilung).

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Matthias Sammer: “Wir sind wir.”

Matthias Sammer wird gerne als Querkopf bezeichnet. Im Sportgespräch mit dem Deutschlandfunk (26:45 Min, Download als MP3) wird aber klar, dass er eigentlich vor allem anders spricht als viele, die von der Waschmaschine DFB weichgespült wurden. Der Sportdirektor vertritt seine Meinung engagiert und streitet auch dafür.

Sammers persönlicher Ehrgeiz wird deutlich, wenn er über die Nationalmannschaft spricht und den Vergleich mit Spanien: “Wir sind Deutschland. Wir sind wir. Der Blick zu anderen sollte jetzt nicht mehr stattfinden.” Er will, dass die Nationalmannschaft ihren eigenen Weg findet. Vielleicht, weil die Kopie nie so gut wie das Original sein kann. Das sagt er aber nicht.

Sammer ist penibel. Die Wichtigkeit seiner Arbeit als Sportdirektor hebt er heraus, indem er klare Sätze sagt wie: “Spieler entwickeln sich immer von unten nach oben.” Das ist griffig. Das kommt gut an. Vor allem ist es ein Satz, der nie falsch ist. Doch wenn er seine fünf Säulen der Leistungsvoraussetzungen des Fußballs durchdekliniert, sieht man den perfektionistischen Matthias Sammer förmlich vor sich. “Konstitution. Kondition. Technik. Taktik. Persönlichkeit.” Er betet die Begriffe herunter. Ihm scheint ein System wichtig, wo ein Schritt auf den anderen folgt. Alles genau durchgeplant. Auffällig, wie stark er die Persönlichkeit betont. Das erinnert an Christian Beeck, der auch in der Persönlichkeitsentwicklung den Knackpunkt für eine Profikarriere sah.

Sammer ist ein Kind des Fußballs. Doping kommt in dieser Weltsicht nicht vor. Als er darauf angesprochen wird, kommt er wieder aus sich heraus. Das ist der streitlustige Matthias Sammer. Er bringt das bekannte Argument, dass Doping im Fußball nichts brächte. Vielleicht weil das in seiner Vorstellung so ungeheuerlich ist. Doch es wirkt fremd. Ganz so als hätte es die DopingFälle Hoffenheim oder Juventus Turin nie gegeben. Spätestens da wird wieder eins klar: Bei aller Andersartigkeit ist Matthias Sammer trotzdem vor allem ein Fußballfunktionär.

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Die ernsteste Sache der Welt

Fußball lebt angeblich davon, dass das Spiel so einfach ist. Und natürlich ist das richtig. Wenn das eigene Kind dem Ball hinterherjagt – nur darauf bedacht, diesen ins Tor zu schießen – bekommt man eine Ahnung davon. Und natürlich ist das falsch. Das fällt auf, wenn das eigene Kind beim Spiel eins gegen eins beständig “Abseits!” ruft. Das Spiel hat Regeln. Manche sind einfacher als andere. Vieles ist Auslegungssache. Und doch leistet sich der Fußball in seiner organisierten Form den Luxus, diese Regeln während des Spiels lediglich von Schiedsrichtern überwachen zu lassen und damit Fehler billigend in Kauf zu nehmen. Den Referees wird mit dem Argument der Tasachenentscheidung der Rücken gestärkt. Technische Hilfsmittel zur Erkennung und Bewertung von Situationen sind ihnen untersagt. Doch wie erleben Schiedsrichter ein Spiel? Wie gehen sie mit dem Brimborium um sich herum um? Dies versucht die sehenswerte Dokumentation “Referees At Work” darzustellen.

Ein ganz anderes Thema und daher auch eine ganz andere Argumentation: Doping im Fußball. Das bekannte Argument kann man bereits per Ausdruckstanz darstellen: “Doping im Fußball bringt nichts, da die Anforderungen an die Spieler viel zu komplex sind.” Das einstündige Feature des NDR “Außer Kontrolle. Doping im Fußball” zeigt anhand von vielen Beispielen wie sinnvoll der Einsatz von Dopingsubstanzen im Fußball ist. Danach ist man vielleicht nicht schlauer, weil die Netzwerke nicht aufgedeckt werden, aber man wird skeptischer und stellt sich Fragen. Wieso gleichen manche Gegner in der zweiten Liga wandelnden Kleiderschränken? Wie kann es sein, dass einzelne Spieler so exorbitant schneller sind als andere? Wieso ist die Regenerationszeit bei Verletzungen mittlerweile soviel kürzer als noch vor zwanzig Jahren? Wie werden aus den schmächtigen Jungs der A-Junioren und U23-Mannschaften solch muskelbepackte Profis?