Unions Nachwuchs: Erfolge, aber der Abstand zur ersten Mannschaft ist momentan wohl zu groß

Mit 6:0 gegen Tennis Borussia und einer gleichzeitigen Niederlage des FC Carl Zeiss Jena haben die B-Junioren den Klassenerhalt in der Bundesliga Nord/Nordost geschafft. Gratulation!

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Lewandowski fängt an und die Spieler müssen sich neu beweisen

Heute um 14.30 Uhr ist das erste Training unter dem neuen Trainer Sascha Lewandowski (einen genaueren Fahrplan der nächsten Tage hat der Kurier im Angebot). Ich erwarte keine Wunderdinge von der ersten Einheit. Eher so etwas wie “es wurde konzentriert gearbeitet” und “aber auch viel gelacht”. Die intensive Arbeit am Pressing um früher in die Zweikämpfe zu kommen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen und der eigenen Spieleröffnung dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen. Wobei ich der Mannschaft von den individuellen Fähigkeiten der einzelnen Spieler her das alles absolut zutraue.

Neustart für die Mannschaft


Foto: Matze Koch

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Adrian Nikci macht im Test gegen Hapoel Tel Aviv auf sich aufmerksam

Union besiegt Hapoel Tel Aviv mit 2:0 und lässt keine Chance zu. Die Tore erzielten Collin Quaner (25. Min) und Skrzybski (53. Min). Besonders hervorzuheben sind die beiden Vorlagen von Adrian Nikci, wobei ich dem Schweizer nach seiner schwierigen Zeit mit diversen Verletzungen doch Zeit geben würde. Sieht auch Düwel so, der von ihm mehr Konstanz fordert (letzter Absatz in Bild/BZ).

Das Wort Polter-Ersatz ist unterdessen von Bobby Wood hinüber zu Collin Quaner gewechselt (Kurier). Kein Wunder, trifft der Zugang aus Aalen doch gerade. Wood hingegen hat weiter mit seinem Trainingsrückstand zu kämpfen und durfte gestern wegen eines Schlags auf das Knie nicht mitspielen.

Weitere Spielberichte gibt es hier:

  • 1. FC Union bezwingt Hapoel Tel Aviv mit 2:0 (Morgenpost)
  • 1. FC Union Berlin siegt im Heimdebüt gegen Tel Aviv (Kurier)

Testspieler werden nicht verpflichtet

Laut Bild werden die beiden Testspieler Markus Redl (Tor) und Pascal Itter (Rechtsverteidiger) nicht verpflichtet. Für mich wäre es beruhigend, wenn sich Union durchringen könnte und noch einen Linksverteidiger holt. Aber so richtig glaube ich nicht mehr daran. Das dürfte eher dann passieren, wenn sich in der Bundesliga alles sortiert hat und plötzlich jemand kurz vor Schließung des Transferfensters noch auf den Markt kommt. Oder Norbert Düwel reichen Michael Parensen und Fabian Schönheim.

Gestern wurde noch das Mannschaftsbild gemacht. Das sieht so aus:

Und so sieht es aus, wenn die Spieler für die Einzelporträts fotografiert werden:

 

Und so Sören Brandy:

Sebastian Polter: Jetzt ist Zeit für Unions Plan B

Alle schreiben: Sebastian Polter wird für 2,3 Millionen Euro zum englischen Fahrstuhlteam Queens Park Rangers wechseln (aufgedröselt vom Kurier). Woher diese genaue Summe kommt, die auch der Kicker zitiert? Wahrscheinlich aus der gleichen Quelle, die in den letzten Wochen immer wieder echtes und vermeintliches Interesse an dem Stürmer medial platziert hat. Aber wie immer in der Transferzeit gilt: Es ist nicht vorbei, so lange nichts unterschrieben ist. Das dürfte aber dann heute passieren.

 

Die Lektion für Union: Eine konkurrenzfähige Ablöse kann der 1. FC Union nur zahlen, wenn er mal Erstligist sein sollte. Selbst mit englischen Zweitligisten können die Köpenicker nicht konkurrieren. Zwar bekommen Zweitligisten in England weniger TV-Geld als in Deutschland.

Dafür erhalten die Premier-League-Absteiger aber eine Fallschirm-Finanzierung, damit der Aufprall im harten Zweitliga-Alltag nicht so hart ist. In der ersten Saison gibt es zusätzlich zu den rund 2 Millionen Pfund Fernsehgeldern noch 25 Millionen (!) Pfund aus dem Soli-Fonds der Premier League. Im zweiten Jahr gibt es noch 20 Millionen extra und im dritten und vierten Jahr zehn Millionen. Deutschland kennt diese Fallschirm-Finanzierung (noch) nicht.

Der Umschlag mit der Aufschrift “Plan B” wird geöffnet

Spätestens seit gestern also dürfte Nico Schäfer ein paar Nummern aus seinem Umschlag mit der Aufschrift “Plan B” (“Nur öffnen, wenn Polter nicht kommt”) abtelefoniert haben, um den Angriff bei Union neben Collin Quaner und Steven Skrzybski zu verstärken.

Foto: Matze Koch

Einen so kompletten Angreifer wie Polter wird es wahrscheinlich für das bei Union vorhandene Geld nicht geben (zum Vergleich: Freiburg zahlte gerade ungefähr 2,5 Millionen Euro Ablöse für Nils Petersen). Zumal Sebastian Polter auch als Typ im Team und im Verein in der vergangenen Saison schnell sehr wichtig wurde. Mich würde nicht wundern, wenn statt einem Polter zwei Stürmer kommen.

Laut Bild/BZ gab für Adrian Nikci vor allem die Personalie Norbert Düwel den Ausschlag für einen Wechsel zu Union. Das glaube ich nach Nikcis Krankheitsgeschichte und dem schwierigen Wiedereinstieg in den Profi-Fußball sehr gerne.

Fußball-Physik: Schrödingers Polter

Wir kennen die Fächer Fußball-Arithmetik (“Auswärtstore zählen doppelt”) und Fußball-Lyrik (“Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel”). Heute nehmen wir noch ein Unterrichtsfach auf: Fußball-Physik.

Machen wir doch gleich ein Experiment: Dazu setzen wir Mainz-Manager Christian Heidel und Stürmer Sebastian Polter in eine Kiste und verschließen die. So lange wir jetzt nicht nachschauen, wie es den beiden geht, ist der aktuelle Status des Angreifers perfekt simuliert. Er ist gleichzeitig noch bei Mainz und schon transferiert. Dieses Gedankenexperiment funktioniert natürlich nicht, wenn wir mit dem mitteilsamen Christian Heidel sprechen.

Das hat jemand für die BZ getan. Laut deren Quelle soll Polter angeblich vor einem Wechsel zu einem englischen Zweitligisten (Queens Park Rangers schreibt der Kicker) stehen. Oder zu einem Bundesligisten. Es könnte mir nicht egaler sein. Die Frage, die ich gerne beantwortet wissen möchte: Kommt Sebastian Polter zu Union oder nicht? Dazu äußert sich niemand. Also lassen wir den Stürmer und den Mainzer Manager so lange einfach noch im Karton sitzen und beschäftigen uns mit einem anderen Thema.

Adrian Nikcis Chance ist Union

Union hat den offensiven Mittelfeldspieler Adrian Nikci bis 2016 (also nur ein Jahr) unter Vertrag genommen. Der vielversprechende Offensivmann kam in den letzten zwei Jahren nach einer Hirnhautentzündung nicht mehr richtig in Tritt. Wie so viele Trainer hat auch Norbert Düwel das Fußball-Lehrer-Syndrom. Er ist der Meinung, dass er der richtige ist, um diesen Fußballer wieder hinzubekommen. Ohne dieses Syndrom würde Trainern wohl einiges fehlen.

Falls das klappt, dürften wir alle Beifall klatschen. Wenn nicht, gibt es im Mittelfeld genug andere, die auch diese Position spielen können. Das Risiko ist also vergleichsweise gering. Das finden auch Bild/BZ. Adrian Nikci findet ihr bei Facebook hier.

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Heute ist trainingsfrei. Für den Kurier der Moment, mal ein Fazit aus dem Kurz-Trainingslager zu ziehen. Das fällt positiv aus, aber nicht so überschwenglich wie bei Norbert Düwel.

Vorbereitung bedeutet gemeinsames Kennenlernen: Der Kurier hat sich mit Dennis Daube an einen Tisch gesetzt und die BZ mit Stephan Fürstner. Beides Spieler, die fast schon ewig bei ihren bisherigen Klubs waren.