Sollen sich jetzt die anderen darum kümmern

Sportlich möchte ich zum gestrigen 0:3 in Leipzig wenig sagen. Das war zu deutlich und zu erwartbar. Auch wenn Micha Parensen das direkt nach Schlusspfiff etwas anders sah. Aber vom Fernseher im Büro aus sehe ich auch wenig von den Bewegungen im Spiel, sondern habe nur die wenigen bis gar nicht zustande kommenden Chancen gesehen. Mein Fazit lautet, und damit bin ich ganz zufrieden: Kein Spieler verletzt. Kein Spieler gesperrt. Und keine Klatsche bekommen. Erinnert euch nur an das 0:5 in Darmstadt im vergangenen Jahr.

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Teve157 – Quietscheentchen-Mafia DFB!

1:1 beim FSV Frankfurt! Aufstiegsplatz verpasst! Skandal! Wir bleiben entspannt und ziehen das Zwischenfazit dann, wenn es Trainer Uwe Neuhaus auch zieht. Nie! Stattdessen hören wir neue Union-Lieder und diskutieren den vermeintlichen Hertha-Skandal samt der Grenzen von Berichterstattung. Außerdem versuchen wir mit unserem Gast Bastian Pauly (bekannt als @chemieblogger und durch sein Blog chemieblogger.de) herauszufinden, wann sich die Entwicklungslinien von Union und dem FC Sachsen Leipzig aka BSG Chemie Leipzig getrennt haben. Kurz: Es ist noch gar nicht so lange her und hat etwas mit Schnee und dem brasilianischen Torjäger Daniel Teixeira zu tun. Zum Schluss gehen wir einer Verschwörungstheorie auf den Grund: Mittendrin die über die Quietscheentchen-Mafia DFB.

Union Stadion-Besichtigung 2013/14
Foto: Koch

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Der @chemiebloggerDas Blog chemieblogger.deGroßes Frankfurt, kleines FrankfurtDer FSV ist die Club gewordene Zweite LigaBornheimer HangSV Meppen, der erfolgreichste Club des EmslandesEin Trickfilmtor: Tusche überrennt einen AbwehrspielerRegelkundeAbstoß gibt es, wenn der Ball vollständig die Torlinie überschreitetEin Babbel-Spruch bricht sich BahnWer meckert, muss auch loben können: Uns gefällt, was Uwe Neuhaus spielen lässtNeue Musik 1: Tyran / Hennezzy, Eisern Union BerlinKöpenicker JugendkulturHipHop, Bier und BratwurstNeue Musik 2: Krispin, Union Song RoughmixMiese Romantik und Kitsch: Genau mein Fall!Königsblauer S04Kuschelrock für UnionerZombie Nation bei Penn StateSebastian hat was zugeschickt bekommenDie BZ bringt eine Geschichte, wir müssen über Pressefreiheit und ihre Grenzen redenWas ist eigentlich ein Persönlichkeitsrecht?Christian Streich beim SC Freiburg ist fassungslosMichael Preetz fragt bei Sky90 nach dem konkreten Vorwurf und der Moderator kommt ins SchwimmenWer Lolita sagt, muss es auch lesenSchweinejournalismus bleibt SchweinejournalismusAbrupter Themenwechsel: Sachsen und BerlinClubs von Kölmels GnadenDer Alfred-Kunze-SportparkFC Sachsen Leipzig (bis Juni 2011)SG Sachsen LeipzigBSG Chemie LeipzigDaniel TeixeiraDie Chemie-HistorieZentralstadion kills Leipziger FußballLeipzig als politischer StandortSport im Osten, MDR"Wir machen da mal Brause"Jens HärtelBluten für UnionFußball-FundamentalistenLeutzsch vs. ProbstheidaWeltfriedenstagVerbrannte MarkenTextilvergehenRobis Ente hat Unwucht: Quietscheentchen-Mafia DFB.

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Leipziger Allerlei

Auch einen Tag nach der Pokalniederlage gegen den Halleschen FC im Leipziger Zentralstadion ist Sprachlosigkeit und Frust allgegenwärtig. Auch wenn es im Nachhinein sicher niemand so sagt, wurde doch im Geiste bereits die zweite Runde geplant. Ein überzeugter Trainer gab vor dem Spiel aus: “Wir nehmen die uns zugeschriebene Favoritenrolle an, so selbstbewusst sind wir. Wichtig ist es, diese dann auf dem Feld auch entsprechend umzusetzen.“ Gegen einen Viertligisten gelang dies schlussendlich nicht wie vorgestellt.

Zwar gelang es, sich eine optische Feldüberlegenheit zu erarbeiten, doch konnte man damit wenig anfangen. Während viele Anhänger dem Auftritt mit einer Spitze die Schuld gaben und damit Neuhaus Ängstlichkeit vorwarfen, war doch auffällig, dass vor allem die Außenspieler den für diese Taktik notwendigen Druck nicht ausüben konnten. Schaut man sich die Linie Mattuschka, als offensive Sechs aufgeboten, Kolk, Mosquera an, fällt auf, dass deren Spiel durch die Mitte sehr leicht zu verteidigen ist. Es ist müßig, darüber zu diskutieren, ob ein 4-4-2, wie es ab der 58. Minute durch die Hereinnahme von Benyamina praktiziert wurde, besser gegen Halle funktioniert hätte. Im Zweifelsfall hätten sich sowohl Mosquera als auch Benyamina in der Abwehr verfangen. Und genauso hätte der viel gescholtene Mosquera in der 23. Minute seinem Trainer auch Recht geben können, als er frei vor dem Keeper über das Tor drosch.

Als verhängnisvoll offenbarte sich das wenig flexible Angriffsspiel, das es nicht vermochte, die Abwehr von Halle auseinanderzuziehen. Einen Gegentreffer durch ein verlorenes Kopfballduell muss man einkalkulieren. Dies hatte eindrucksvoll St. Pauli am Vortag gezeigt.

Was bleibt von diesem Spiel? Ebenso wie im Vorjahr wurde die gute Vorbereitung durch eine Pleite im Pokal in Frage gestellt. Ob allerdings dieses Mal die Reservespieler in einem solchen Maße profitieren wie in der letzten Saison, darf bezweifelt werden. Kolk oder Madouni holt man nicht, um diese nach einem verlorenen Spiel auf die Bank zu setzen.

Neben dem Platz müssen sich die Anhänger des 1. FC Wundervoll fragen lassen, ob sie sich im Protest gegen die überbordenden Polizeimaßnahmen mit dem richtigen Partner verbündet haben. Gemeinsam erschienen die Anhänger aus Berlin und Halle in schwarz und boykottierten in den ersten 15 Minuten jede lautstarke Anfeuerung. Am Ende explodierten trotz scharfer Einlasskontrollen Knallkörper neben Unions Torhüter Jan Glinker. Dieser spielte sportlich fair weiter. Aber einen Rechtfertigungsdruck für ihre Maßnahmen wird die Leipziger Polizei nach der Partie nicht spüren. Und Halles Anhänger, bereits wegen rassistischer und antisemitischer Rufe verurteilt, werden weiter ihre Bühne nutzen. Denn durch das faire Verhalten von Glinker wird sicherlich nicht an der Wertung des Spiels gerüttelt werden.