Zum 400. Bundesliga-Spiel: Gentner-Love

Zum großen Jubiläum von Christian Gentner am Sonntag hat Union zwar anteilig nicht viel beigetragen, aber das 400. Bundesliga-Spiel ist eine riesige Leistung. Zurecht werden Grischa Prömel und Robert Andrich in der Bild zitiert, die das entsprechend würdigen. Dazu kommt, dass LeGente in meiner Wahrnehmung sich diese Anerkennung bei uns Union-Anhängern erst erkämpfen musste. Da wurde gerade zum Saisonstart doch so einiges auf ihn projiziert, was objektiv nicht stimmte. Wir kennen ihn nicht in der Kabine, aber auf dem Platz verkörpert er alles, wofür Union steht und stehen sollte. Dafür muss er aus meiner Sicht auch nicht das Vereinslogo auf dem Trikot küssen. Er macht das einfach alles gut, spielt eine hervorragende Saison und dafür möchte ich auf jeden Fall danke sagen. Oder anders gesagt: Ganz viel Gentner-Love.

Christian Gentner (re.) jubelt nach dem Derbysieg gegen Hertha mit Christopher Trimmel und Christopher Lenz, Foto: Matze Koch

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Rafal Gikiewicz über Frust: “Wir müssen das aushalten.”

Ich kann mir förmlich vorstellen, wie Rafal Gikiewicz vor den Reportern stand und sich über die Niederlage in Leverkusen und auch die zuvor gegen Bremen echauffiert hat (Berliner Zeitung/Kurier). Vielleicht mit den Armen gestikulierend, wie wir das häufig nach Spielen sehen, wenn Torwarttrainer Michael Gspurning zum Keeper geht und sich nach Niederlagen erst einmal durch einen Schwall Wörter durchschwimmen muss, bis er beim Torhüter ankommt. Gikiewicz nervt das Hinterherlaufen, das Nicht-in-die-Zweikämpfe-kommen. Vor allem das hat uns ja beim Zuschauen in den ersten 20 bis 30 Minuten so sehr das Gefühl gegeben, Union hätte gar keine Chance. Bei allem Frust, der raus muss, finde ich vor allem den Punkt zur Frustrationstoleranz wichtig, über den Rafal Gikiewicz sagt: “Das ist das Lieblingswort von Freiburg-Trainer Christian Streich. Wir müssen das aushalten und weiter arbeiten, uns nicht runterziehen lassen.” Das gilt nicht nur für die Mannschaft. Das gilt für uns alle.

Torwart Rafal Gikiewicz redet nach dem Spiel auf Torwarttrainer Michael Gspurning ein, Foto: Matze Koch

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