Keine Pause: Union arbeitet schon an der Kader-Verkleinerung

Union ist gestern in Österreich im Trainingslager angekommen. Allerdings waren doch ein paar Plätze frei geblieben, wie auch der Verein kurz auf der Website über den Anreisetag schrieb. Suleiman Abdullahi muss in Berlin noch Behördengänge erledigen (Kurier) und Lennard Maloney und Cihan Kahraman sind in Deutschland geblieben, weil die Suche nach einem Klub, bei dem sie Spielpraxis sammeln können, Priorität hat. Ich wäre enttäuscht, wenn das jeweils wieder nur ein Viertligist wird und hoffe insgeheim bei Kahraman nach seinem Jahr bei Union Fürstenwalde auf einen Drittligisten und bei Maloney auf einen Zweitligisten. Aber leicht wird das sicherlich nicht und im Zweifel geht Spielpraxis vor Ligazugehörigkeit. Uns bringt das ganze natürlich immer wieder zur Frage, wie wettbewerbsfähig Unions Nachwuchsarbeit beim Übergang vom Junioren zum Männerbereich wirklich ist.

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Urs Fischers Auftrag: Aus dem Kader eine Mannschaft formen

Ich bin wahnsinnig froh, dass die Mannschaft nun noch einmal richtig ins Trainingslager fährt. Denn durch die 10 Tage in Österreich haben wir die Chance, wirklich jeden Spieler kennenzulernen. Also Gesicht dem Namen zuordnen. Denn ich saß am Wochenende in der Uckermark vor dem Mannschaftsfoto und hätte nicht von jedem Spieler den Namen sagen können. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichten, die von den Union-Reportern der Berliner Zeitungen aufgeschrieben werden. Im Gegensatz zu Suleiman Abdullahi sind Matze Koch und Mathias Bunkus zwei Reporter schon in Österreich, die Union auch durch tiefere Ligen begleitet haben. Abdullahi kommt wohl am Dienstag oder Mittwoch nach Österreich, schreibt die Bild.

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Kroos und Schönheim sollen heute ins Trainingslager nachkommen

Das Geheimnis um das 3. Testspiel im Trainingslager ist gelüftet. Es wird nun doch nicht gegen Feyenoord gespielt am Mittwoch, den 13. Juli. Stattdessen geht es gegen den FC Askö Gmünd (offizielle Mitteilung). Anpfiff ist 18.15 Uhr in Gmünd. Sportlich wäre die Partie gegen die Niederländer interessant, aber ich kann mir kaum vorstelllen, dass jemand Zeit, Personal und die Nerven für entsprechende Sicherheitsvorkehrungen gehabt hätte. Hier gibt es ein paar Stadionfotos aus Gmünd.

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Die drei Kapitäne und der Geist von Bad Kleinkirchheim

Norbert Düwel hat sich gestern für sein Führungstrio entschieden. Seine Kapitäne in der neuen Saison werden Damir Kreilach und als Stellvertreter Stephan Fürstner und Michael Parensen sein.

Ich finde die Wahl mit Damir Kreilach und Stephan Fürstner ausgezeichnet. Beides sind Spieler, die im Zentrum des Spielfeldes eine wichtige Rolle einnehmen. Von Kreilach kennen wir von der letzten Saison immer wieder die Momente, in denen er mit weiten Armen seine Nebenleute und die Abwehrspieler dirigiert, sie zum gemeinsamen Verschieben animiert. Mit Stephan Fürstner steht jemand hinter ihm, der über die gleichen Fähigkeiten verfügt.

Die Berliner Zeitung bringt dafür sehr genaue Beobachtungen aus dem Trainingslager in Österreich mit und nennt Kreilach den introvertierten und Fürstner den aus sich herausgehenden Kapitän.

 

Ein ganz beliebtes Thema zum Ende eines Trainingslager sind die Gewinner-Verlierer-Texte. Mal davon abgesehen, dass bis zum Saisonstart noch einiges Wasser die Spree, Dahme und Wuhle hinunterfließen wird und sich in zwei Wochen noch einiges ändern kann. Aber so ein Trainingslager ist die Crunchtime der Vorbereitung, in der alle die ganze Zeit zusammen sind. Da zeigt sich, wer sportlich den Ehrgeiz hat, sich gegen andere durchzusetzen. Deshalb ist es schade für Raffael Korte, dass er verletzt zurückfliegen musste.

Als Verlierer werden Toni Leistner (BZ) und wahlweise Fabian Schönheim (Morgenpost) oder Roberto Puncec (Bild) genannt, weil sie in der Innenverteidigung keine Rolle spielen würden. Dafür hätte erstaunlicherweise Michael Parensen die Nase vorne und sei Vizekapitän geworden. Das hängt sicher davon ab, ob Düwel eine Dreierkette oder eine Viererkette spielen lässt. Egal wie, Schönheim wird sich sowieso als Linksverteidiger einsortieren müssen.

 

Zu Michael Parensens erstaunlicher Frühform fällt mir vor allem ein, dass er in diesem Jahr aus familiären Gründen keinen Urlaub gemacht hat. Vielleicht kam er einfach fitter in die Vorbereitung? Gerade bei der Abwehr sehe ich die vielen Optionen sehr gerne.

Als Gewinner kommen dafür aber die gute Stimmung im Team (waren allerdings auch keine Pflichtspiele dazwischen) und ein lockerer Trainer. Ich bin sehr gespannt auf die beiden drei Spiele gegen Halle (Montag), Hapoel Tel Aviv (Mittwoch) und Crystal Palace (Samstag). Da dürften wir eine Grundidee von Union in der neuen Saison zu sehen bekommen. Einen Extrablick auf Eroll Zejnullahu wirft der Kurier.

 

Ach und das Thema Stammelf: Norbert Düwel ist kein Fan von diesem Konzept. Und die Kaderbreite spricht auch für viele Wechsel während der Saison. Wichtig dürfte dem Trainer eine Achse sein. Die könnte so aussehen: Kessel, Fürstner, Kreilach und der aktuell älteste Feldspieler Brandy (ein Porträt gibt es im Kurier). Der Rest gruppiert sich dann drumherum.

Zum Schluss noch der Terminator-Gruß von Benny Köhler: I’ll be back!

 

Da wir am Wochenende im digitalen Nirvana (Mecklenburg) sind, kann es sein, dass am Sonntag hier nichts erschient. Ich bemühe mich aber.

I love you. You love me. We’re a happy family.

Es gibt manchmal sehr besondere Momente. Bei der Vorstellung von Stürmer Bobby Wood im Mannschaftskreis gab es einen solchen. Wie bei anderen Klubs üblich müssen neue Spieler bei Union ein Lied singen. Der Amerikaner wählte sich das von Dinosaurier Barney:

Die Wahl des Liedes ist witzig und verstörend zugleich. Weil der Angreifer erst jetzt ins Training eingestiegen ist, muss er konditionell aufholen. Deshalb darf er einige Runden extra um den Platz drehen.

Da alle Berliner Medien mit Bobby Wood gesprochen haben, hier kurzerhand die Auswahl:

  • Bobby Wood singt Kinderlied zum Einstand (Tagesspiegel)
  • Stürmische Zeiten bei Union (Morgenpost)
  • „Mein Bauchgefühl war, dass Union für mich das Beste ist” (Berliner Zeitung)
  • Bobby im Union-Glück – bis er Barney sang … (Berliner Kurier)
  • Bobby Wood: “Mein Bauchgefühl sagte, ich muss zu Union” (BZ/Bild)

Der 22-Jährige wird sicher etwas Zeit benötigen, um ins Team zu finden. Dann wird sich zeigen, ob er mental und spielerisch zu Union passt.

Ein Dankeschön von Sebastian Polter

Der Kurier schaut sich Torhüter Mo Amsif und dessen Umgang mit dem Konkurrenzkampf im Tor genau an. Meine Prognose aus der Distanz: Es wird wieder eine knappe Entscheidung werden, die der Trainer zwischen Amsif und Daniel Haas treffen muss.

Ein letztes Mal Sebastian Polter hat die Bild/BZ für uns: Ein kurzes Gespräch mit dem Stürmer nach seinem Wechsel nach England. Für ihn prima, Unionfans verstehen das. So weit so erwartbar. Und doch finde ich den letzten Satz bemerkenswert: “Und danke Nico Schäfer, dass du so hartnäckig warst, mich nach Berlin zu holen …”

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Unions Manager (oder “kaufmännisch-organisatorischer Leiter der Lizenzspielerabteilung” wie es offiziell so liebevoll heißt) steht ja immer etwas im Schatten des sportlichen Bereiches. Das ist auch vollkommen in Ordnung so. Aber die Fähigkeiten von Nico Schäfer werden etwas zu wenig gewürdigt. Wir schließen uns also dem Applaus von Sebastian Polter an und sagen: Danke Nico!

Zum Thema Zusammenhalt in der Mannschaft lasse ich einfach mal einen kurzen Dialog zwischen Sebastian Polter und Oliver Oschkenat hier:

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Screenshot: Instagram/Oliver Oschkenat

Und zum Abschluss noch etwas Lustiges aus der Region, die der MDR gerne Mitteldeutschland nennt:

Das wird bei den Fans dort sicher gut ankommen …

Der neue Vorname von Bobby Wood lautet Polter-Ersatz

Ich habe nach der Verpflichtung von Bobby Wood schnell mal dessen Profil bei Transfermarkt gecheckt. Denn ähnlich wie bei Bahnchef Grube verschwand bei Wood gleich der eigentliche Vorname und wurde mit seiner Funktion ersetzt: Polter-Ersatz Woods (Kurier).

Andere Vornamen für Bobby Wood:

  • Jogi-Bezwinger (BZ)
  • US-Boy (Bild)


Foto: Matze Koch

Das ist ein ganz schöner Rucksack, der dem Amerikaner aufgebürdert wurde. 14 Tore machte Polter, dessen Fähigkeiten von Sören Brandy in der Berliner Zeitung einzigartig beschrieben wurden: “Polti war ein Ochse mit dickem Hintern, gutem Tempo und richtig gutem Kopfballspiel.”

Die Daten, die Bobby Wood mitbringt, klingen nicht angsteinflößend. In 59 Spielen machte Woods sechs Tore und gab sechs Vorlagen. Da ist noch sehr viel Raum nach oben. Oder Potenzial, wie Trainer Norbert Düwel sagt. Hoffnung setze ich da vor allem auf das mittlerweile sehr gut besetzte Union-Mittelfeld, das die Angreifer unterstützt. Und auf das Zusammenspiel mit Collin Quaner.

Strategie-Wechsel bei Transfers

Union hat einen Plan mit Wood und auch mit vielen anderen Spielern. Wurden vorher gerne fertige Spieler geholt, gibt es jetzt dazu auch noch Profis mit Potenzial, die im Zweifelsfall auch gegen Geld den Verein wechseln dürfen. Das war vorher eher die Ausnahme als die Regel. Ich bin gespannt, ob im Fall Wood (sehr hohe sechsstellige bis niedrige siebenstellige Ablöse) die Rechnung aufgeht. Der 3-Jahresvertrag für Wood spricht jedenfalls für diese These.

Besuche im Trainingslager

  • Tour-Teufel Didi Senft aus Storkow lauerte im Busch den Spielern auf (Kurier)
  • Benny Köhler erzählt, warum er ins Trainingslager nach Österreich gefahren ist (Kurier)