Sky verwechselt die Sebastians und der Kapitän freut sich auf ein Bier

Nach dem 3:2 über Mainz 05 wird sehr viel gefeiert, dass der 1. FC Union in der Tabelle über Hertha steht (und gar nicht so sehr der erste Auswärtssieg in der Bundesliga für Union überhaupt, den die Morgenpost im Kommentar für einen Meilenstein hält). Mir wäre das eigentlich völlig egal und ich kann mich nicht erinnern, dass wir das nach den ersten Spieltagen gefeiert hätten, als das schon einmal so war. Aber die Steilvorlage hat ohne Bedrängnis vergangene Woche in der Pressekonferenz nach dem Spiel Hertha-Trainer Ante Čović gegeben, als er sagte: “Ich will jetzt nicht böse klingen, aber wenn wir kurz auf die Tabelle schauen, dann sind wir immer noch vor Union. Ohne bösartig zu klingen dabei.” Ein Satz, der in beiden Fanlagern für mehr als nur eine krause Stirn gesorgt hat und tatsächlich schlecht alterte. Vor allem sorgte er jetzt für dieses schöne Bild.

Fans des 1. FC Union feiern den Sieg über Mainz 05, Foto: Matze Koch

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Sebastian Polter ist ein Stürmer

Ja, er beschreitet, Freund, die enge Welt
Wie ein Colossus, und wir kleinen Leute,
Wir wandeln unter seinen Riesenbeinen,
Und schaun umher nach einem schnöden Grab.

Julius Caesar von William Shakespeare, 1. Akt, 2. Szene. Übersetzt von August Wilhelm von Schlegel

Keine andere Trikotnummer im Fußball bringt so viel Gewicht mit sich wie die Nummer 9. Und wenige andere Spieler werden so sehr gerühmt wie diejenigen, die sie tragen. Von ihnen erzählen wir mit feuchten Augen Geschichten. Von Steve Bloomer zum Beispiel, der während des Ersten Weltkrieges in Berlin interniert wurde, über den die Fans von Derby County aber bis heute Lieder singen. Von Alfredo di Stefano, der in fünf Europapokal-Finalen Tore schoss, und jedes dieser Endspiele gewann. Von Gabriel Batistuta, der einmal Argentiniens Rekord-Torschütze war und dessen Spitzname aussagte was er tat, wofür er lebte und was er der Welt gab – Batigol.

Sebastian Polter mit der Trikotnummer 9, Foto: Matze Koch

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