Stimmung bei Union: Brauchen wir die Mikros der Capos oder stören sie?

Da Union heute noch trainingsfrei hat und wir die großen sportlichen Themen (Wie ist die 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt einzuordnen? Akaki Gogias Kreuzbandriss) bereits behandelt haben, würde ich mich heute mal einem Thema widmen, dass für viele im Stadion seit dem ersten Heimspiel sehr stark ins Stadionerlebnis eingreift und das wir im letzten Podcast mal kurz thematisiert hatten: Die Mikrofone der Capos auf der Waldseite. Gegen Leipzig waren wir von der Lautstärke noch überrascht, aber selbst nach dem vierten Heimspiel wirkt es noch befremdlich, jenseits der Waldseite die Stimme des Capo zu hören, aber ihn nicht vor sich zu haben.

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Unions Fanwachstum: Sind Touristen und rot-weiße Anglerhüte wirklich ein Problem?

Ich war gestern sehr gespannt auf den Text von 11Freunde über eine möglicherweise sich wandelnde Fankultur im Stadion an der Alten Försterei durch das Fanwachstum in den vergangenen Jahren. Und ein bisschen regte der Artikel auch zu Diskussionen an. Leider verliert er sich sehr schnell selbst in Belanglosigkeiten und will gleich noch die komplette sportliche Situation mit beschreiben, weshalb da alles und damit vor allem nichts mit Tiefgang drin steht. Kein Zitat eines Fans oder vom Verein zum möglichen Wandel durch neue Fans oder Touristen. Stattdessen die lange Anekdote von einem englischsprachigen Pärchen, das Hamburger zur Boulette sagte.

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So soll das neue Stadion an der Alten Försterei aussehen oder wie Dirk Zingler sagt: “Affengeil”

Dirk Zingler schaute ernst. Etwas zurückgelehnt im weißen Hemd, das Sakko hatte er angesichts der hohen Temperaturen in der Eisern Lounge bereits ausgezogen, beobachte der Union-Präsident den Film, den er bestimmt schon zig Mal in verschiedenen Varianten gesehen hatte. Aus seinem Blick war nicht zu schließen, was in dem Moment in ihm vorging. Auch zwei Plätze neben ihm versuchte Dirk Thieme jegliche Regungen zu verbergen. Der Vorstandsvorsitzende der Stadion AG legte aber während des Films seine Hand vor den Mund, fast so als würde er sich selbst nicht trauen, seinen Gefühlen gegenüber die Oberhand zu behalten. Und es war auch schwer. Der Pathos tropfte kräftig vom Monitor und aus den Lautsprecherboxen, sei es durch Bilder aus der Vergangenheit des Stadions seit 1920, sei es durch mitreißende Spielszenen, die wir alle hier miterleben durften oder einfach nur durch die sehr getragene Musik, zu der auch Bruce Willis in Slow Motion mit seiner Crew zur bereitstehenden Rakete hätte schreiten können, um in den nächsten Minuten nicht weniger als den kompletten Planeten zu retten.

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