Vorwürfe und Antworten zum Drachenboot-Cup

Wir müssen heute nocheinmal auf den Drachenboot-Cup vom ersten September-Wochenende zurückschauen – müssen, weil es um weniger schöne Aspekte dabei geht. Die DLRG hat in der vergangen Woche ein Statement veröffentlicht, in dem das Verhalten von Union Fans gegenüber den Retttungskräften in diesem Jahr und auch im Rückblick scharf kritisiert wurde.

Drachenboot-Fun-Cup

Eins der Boote mit Pyrotechnik, Foto: Jan Hollants.

Wir haben das hier zunächst nicht thematisiert, weil wir dabei auch die Wahrnehmung des Eisernen V.I.R.U.S. mit einbeziehen wollten. Für den hat nun der Vorsitzende des Vereins, Sven Mühle, auf das Statement der DLRG geantwortet:

Sachlich richtig ist es, dass ein Boot absichtlich zum Kentern gebracht wurde. Ebenfalls richtig ist es, dass mindestens 20m davon entfernt auf einem weiteren vorbeifahrenden Boot Pyrotechnik gezündet wurde. Beides ist grundsätzlich verboten! Darüber herrscht hier Einigkeit und kann nicht toleriert werden.
Der weitere Ablauf wirft jedoch erhebliche Fragen zur Darstellung der DLRG-Lichtenberg auf. So kann zum Beispiel niemand das Werfen von Pyrotechnik in Richtung Personen bestätigen. Es wird berichtet, dass die Pyros ins Wasser gehalten bzw. gelegt wurden um sie auszukühlen und wurden dann wieder eingesammelt. Ebenso wird von einem DLRG-Boot berichtet, welches direkt auf das Boot mit den Pyros zufuhr und dort einige Zeit im Rauch stehenblieb. Warum bleibt fraglich. Für dieses Boot bestand zu keiner Zeit die Notwendigkeit einer Rettungsmaßnahme und es war genug Platz auf dem Wasser um am Rauch vorbeizufahren.
Wie schon geschrieben, möchten wir keinesfalls das Fehlverhalten Einzelner relativieren. Dafür gibt es keine Entschuldigung und wir müssen uns geeignete Maßnahmen überlegen. Andererseits müssen wir aber auch energisch der Darstellung widersprechen, dass DIE Union-Fans Respektlosigkeit gegenüber dem Rettungsdienst zeigen und DIE Union-Fans die Retter massiv behinderten und sich IMMER daneben benehmen.

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Schneller als Polti und eine Plauderei mit Urs Fischer

Das Drachenbootrennen auf der Regattastrecke in Grünau war auch gestern ein großer Spaß. Das lag nicht nur am perfekten Wetter, das nicht zu heiß war, sondern auch am 3:1 gegen Borussia Dortmund am Tag zuvor. Dieses unglaubliche Ereignis im Stadion an der Alten Försterei dürfte nicht nur uns am Anfang einige Sekunden gekostet haben. Auf der Hälfte der Strecke versiegte vielen in unserem Boot die Stimme. Und bis in den letzten Lauf widersetzte ich mich dem Takt … Am Ende sprang Platz 43 heraus. Damit haben wir unser Mindestziel “Nicht kentern und nicht Letzter werden” erreicht.

17. Drachenbootrennen der Union-Fans auf der Ruderstrecke in Berlin-Grünau, Foto: Matze Koch

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Union ist mehr als nur Fußball und das Drachenbootrennen ist ein Beweis dafür

Das Drachenbootrennen der Unionfans in Grünau gestern war aus unserer Sicht ein echter Erfolg. Mit einem vollkommen unerwarteten 25. Platz sind wir im zweiten Jahr unserer Teilnahme im Mittelfeld angekommen. Auch optisch nähern wir uns an, hatten wir doch dieses Mal auch ein großes Zelt am Ufer.

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Mit dem 4:1 gegen St. Pauli hat Union die vergangene Saison endgültig hinter sich gelassen

“Oh Mist, den hat er nicht richtig getroffen”, dachte ich, als Sebastian Andersson kurz vor Spielende diesen wunderschönen Pass von Robert Zulj nahm, den ihm Manuel Schmiedebach durchgelassen hatte. Ein paar Momente später reckte ich beide Fäuste Richtung Spielfeld. Und es war mir egal, ob der schwedische Angreifer den Ball so treffen wollte. Denn er hatte ihn perfekt getroffen. Union hatten beim 4:1 gegen den FC St. Pauli hatte ähnlich wie beim Pokalspiel in Jena die Tore immer dann erzielt, wenn sie sie brauchten. Oder wie mir Daniel in seiner unnachahmlichen Nerd-Sprache nach dem Spiel sagte: “Das dürfte wohl das Spiel gewesen sein, in dem Union am höchsten über der Expected-Goal-Rate lag.” (Das war übrigens tatsächlich so.)

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Konnte ja niemand ahnen, dass wir beim Drachenbootrennen auch nass werden

Die Wiedereingliederung in den Berliner Alltag nach unserem ausgiebigen Urlaub hat uns Union mit dem Abschiedsspiel für Karim Benyamina und Torsten Mattuschka und dem Drachenbootrennen sehr leicht gemacht. Als ich gestern bei einem Kollegen in Neukölln saß, um mir das TV-Duell (beruflich) anzusehen, hatte ich mit einer Freundin, die sich für Fußball wirklich nicht interessiert eine interessante Unterhaltung.

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