“Kiekt euch dit an – so wird jekämpft!”

Mit diesen Worten wurde gestern die Mannschaft des 1.FC Union Berlin beim alljährlichen Drachenbootrennen der Unioner begrüßt. “Begrüßt” heißt nicht unbedingt “Willkommen geheißen”. Nach der Niederlage in Dresden war die Stimmung fühlbar angespannt. Dennoch kam man schließlich miteinander ins Gespräch. Umlagert wurde vor allem Torsten Mattuschka, bevor sich Uwe Neuhaus (“… und jetzt schnappen wir uns den Coach”) den Fragen der Fans stellte. Viel zu erklären hatten beide Seiten. Etwa, seit wann es bei Union üblich ist, die eigene Mannschaft auszupfeifen und mit Bechern und Feuerzeugen zu bewerfen. Aber auch die Ursachen für das Dresdner Debakel.

Und wie jetzt weiter? Heile, heile Gänschen? Sicherlich ist nicht alles wieder gut, weil man mal drüber geredet hat. Dem beiderseitigen Verständnis hat es aber gewiss nicht geschadet. Ein geschickter diplomatischer Zug allemal, denn es fällt schwer, “die Mannschaft” pauschal zu beschimpfen, wenn sie einem in Gestalt von Christian Stuff, Michael Parensen, Jan Glinker und Christopher Quiring gegenüber steht.

Den Werfern von Gegenständen sei gesagt, dass diese wunderbare Stadt andere sehr schöne Stadien für sie bereit hält. Und andere Bundesländer erst! Und Europa ist auch sowas von groß! Ich gehe zum 1.FC Union Berlin, nicht zum 1. FC Nullachtfuffzehn. Den Unterschied machen die Fans, nicht der Fußball.