Israel verurteilt antisemitischen Tweet und damit erreicht das Thema eine zwischenstaatliche Ebene

Ich bin einerseits entsetzt und andererseits froh, welch Kreise dieser unsägliche von Rassismus und Gewaltfantasien geleitete Tweet vom Freitag zieht. Wie der Deutschlandfunk berichtete, hat sich auch das israelische Außenministerium dazu geäußert. Warum mich das entsetzt und gleichermaßen froh macht? Entsetzt bin ich immer noch, wie eine wie auch immer geartete Person online einfach so etwas Widerliches hinrotzen kann und dies solche Auswirkungen hat. Ich hoffe ernsthaft, dass man in der Lage sein wird, die Person zu identifizieren, auch wenn ich persönlich da wenig Glauben daran habe. Froh macht mich, dass die Grenzen des Sagbaren offenkundig nicht so weit nach rechts verschoben sind, dass so etwas wirkungslos bleibt. Wir kommen später zum Fall Chemnitz, wo jegliche Sicherungen im Verein versagt haben. Das war bei Union nicht so. Es gibt wohl kaum eine vorbildlichere Reaktion als die, die Union gezeigt hat mit dem sofortigen Einschalten der Polizei und später dem Statement von Präsident Dirk Zingler.

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#364 – Schmiedebachs Tuschekreisel

Union gewinnt 2:0 gegen Ingolstadt und bleibt damit im Monat der Wahrheit an den Aufstiegsplätzen dran. Ingolstadt vergab nicht nur beste Chancen, sondern regte sich auch über den Schiedsrichter auf, der zwei ihrer Spieler vom Feld verwies und noch einen Elfmeter für Union pfiff. Außerdem thematisieren wir den antisemitischen Tweet gegen Almog Cohen.

Manuel Schmiedebach im Spiel gegen Ingolstadt, Foto: Tobi/unveu.de

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Ein Tor, das nicht nur einfach ein Treffer war, sondern vor allem Erleichterung

Ich kann heute schreiben, was ich will, am Ende dürften wir alle doch nur dieses eine Tor von Toni Kroos im Kopf haben. Ein Moment wie 2006 beim Spiel Deutschland gegen Polen. Damals stand ich während des Spiels in den leeren Straßen von Leipzig, das Radio lief im offenen Auto und plötzlich gab es so etwas wie eine Eruption vom Augustusplatz, als Oliver Neuville das Tor machte. Gestern war ich wieder in Sachsen, dieses Mal aber in Pulsnitz. Ich stand draußen im Hof einer Bar, weil ich den Bildschirm in der überfüllten Bar nicht richtig sehen konnte. In der 95. Minute kamen fast alle raus in den Nieselregen, weil sie rauchen wollten. Weil sie nervös waren. Weil sie es nicht mehr aushielten. Und dann dieser wahnsinnige Freistoß von Toni Kroos. Der Jubel war riesig. Aber besonders riesig war vor allem die Erleichterung.

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