Ein Tor, das nicht nur einfach ein Treffer war, sondern vor allem Erleichterung

Ich kann heute schreiben, was ich will, am Ende dürften wir alle doch nur dieses eine Tor von Toni Kroos im Kopf haben. Ein Moment wie 2006 beim Spiel Deutschland gegen Polen. Damals stand ich während des Spiels in den leeren Straßen von Leipzig, das Radio lief im offenen Auto und plötzlich gab es so etwas wie eine Eruption vom Augustusplatz, als Oliver Neuville das Tor machte. Gestern war ich wieder in Sachsen, dieses Mal aber in Pulsnitz. Ich stand draußen im Hof einer Bar, weil ich den Bildschirm in der überfüllten Bar nicht richtig sehen konnte. In der 95. Minute kamen fast alle raus in den Nieselregen, weil sie rauchen wollten. Weil sie nervös waren. Weil sie es nicht mehr aushielten. Und dann dieser wahnsinnige Freistoß von Toni Kroos. Der Jubel war riesig. Aber besonders riesig war vor allem die Erleichterung.

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