Teve085 – Der Podcast zur Aktion Libero

"Interessant ist es natürlich schon zu sehen, wie man sich in der 'Männersportart' Fussball homoerotisch benimmt, um dann extrem homophob zu reagieren", schrieb mir BrabaxBln, ein befreundeter Twitterer, den ich nach seiner Meinung zur Aktion Libero gefragt habe. Dass er schwul ist und Fußballfan, tut nichts zur Sache. Er benennt eine Ursache für die grundsätzlichen Schwierigkeiten, die die Kombination "schwul" und "Fußball" mit sich herumschleppt. Das Engagement von Dirk Zingler auf dem diesjährigen CSD hat ihn gefreut. Öffentlichkeit ist also nach wie vor nötig. Deshalb erschien es uns richtig und wichtig, eine Aktion zu unterstützen, die Homophobie im Fußball thematisiert. Es ist nun eine Sache, einen Text zu veröffentlichen, in dem lediglich steht: Wir sind dagegen. Sich auf ein Thema einzulassen, über das man erstaunlich wenig weiß und für das man entsprechend kaum sensibilisiert ist, fällt viel schwerer. Wir haben es dennoch versucht. Weil wir Betroffenheitsgetue blöd finden und mehr Fragen als Antworten hatten, haben wir uns Stefanie Barthold von www.unrund.com eingeladen. Sie hat an der Aktion Libero mitgearbeitet, die  Harald Müller erfunden hat. Wir wollten wissen, welche Ziele damit verfolgt werden. Themen: Begrüßung; Vorstellung der "Aktion Libero"; Rat an schwule Fußballprofis in Philipp Lahms Buch; Haltung: Ich will das nicht wissen, damit es nicht mein Problem ist; Rudi Assauers Empfehlung an Schwule; Theo Zwanziger unterstützt die "Aktion Libero"; Wanderausstellung "Gegen die Regeln – Lesben und Schwule im Sport"; Unterstützung auch von Maria Furtwängler (Tatort "Mord in der ersten Liga") und Thees Uhlmann; Schwul-Lesbischer Fanklub "Hertha-Junxx"; Umgang im Stadion: Von den 90ern bis jetzt; Arne Friedrich erklärt sich im RBB (auch seine Freundin fühlt sich zu einem offenen Brief an die Bild bemüßigt); Kritik am "Hetero-Outing"; Wie sollte sich ein Spieler idealerweise verhalten?; Philipp Lahm im Interview mit dem Schwulen-Magazin "Front" im Jahr 2007; HSV und FC St. Pauli beziehen Stellung beim Turnier "Startschuss-Masters"; Der 1.FC Union Berlin auf dem CSD; Homosexualität im Frauenfußball wird anders wahrgenommen (Beispiel Bild über Torhüterin Ursula Holl)

On Air:

avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Stefanie Barthold
Bewertet unseren Podcast oder schreibt Rezensionen bei iTunes oder auf Panoptikum.io

Ihr könnt den Textilvergehen-Podcast auch bei Spotify oder Deezer hören und abonnieren.

Keine Episode mehr verpassen!

Aktion Libero

Ein Spiel dauert neunzig Minuten. Zumindest im besten Fall, für schwule Profifußballer dauert das Versteckspiel ein Leben lang: Keiner wagt es, seine Homosexualität offen zu leben. So schön Fußball auch ist – Ressentiments halten sich in seinem Umfeld hartnäckig.

Ein unerträglicher Zustand! Ob jemand schwul  ist, oder rund, oder grün, das darf keine Rolle spielen. Wir alle sollten ein bisschen besser aufpassen – auf unsere Worte, unser Denken, unsere Taten: Die Freiheit jedes Einzelnen ist immer auch die eigene Freiheit.

Wir schreiben in unseren Blogs über Sport, und unsere Haltung ist eindeutig: Wir sind gegen Homophobie. Auch im Fußball.