Was ist eigentlich … ?

… ein Textilvergehen?

Textilvergehen ist ein prima Wort! Keiner weiß so richtig, was es bedeutet, aber alle können es sich irgendwie vorstellen. Und schöner Weise stellt sich jeder was anderes darunter vor.

Auf dem Fußballplatz bedeutet es sinngemäß, den Gegner nicht an den Ball zu lassen, indem man ihn festhält. Wo? Genau: an den Textilien. Trotzdem -siehe oben- gehen die Meinungen darüber, WANN ein Textilvergehen vorliegt, auseinander (“Für so ein Textilvergehen hätte es auch bei einer beliebigen Szene im Mittelfeld die Gelbe Karte geben müssen.” vs. “Was? Ich hab doch gar nichts gemacht!”).

Wenn man beruflich mit Modedesignern zu tun hat, sieht man eine ganz andere Art von Textilvergehen. Die heißen zwar offiziell Sommer- oder Winterkollektion, darf man sich aber nicht von täuschen lassen.

Manchmal, ganz selten, hat aber auch diese Art von Textilvergehen was mit Fußball zu tun. Wie das geht, erklären die 11Freunde in dem wunderbaren Beitrag Kleidung clever kaufen. (Mich erschüttert vor allem der junge Mehmet Scholl. )

In eine ähnliche Richtung ging die Streitigkeit zwischen Puma auf der einen, adidas und FIFA auf der anderen Seite über die sexy Einteiler der Nationalmannschaft Kameruns anlässlich des Afrika Cups 2004. Hatte man das gedurft? Das konnte nicht abschließend geklärt werden, der Rechtsstreit endete mit einem Vergleich.

Textilvergehen brutalster Art und Weise waren auch die quergestreiften Trikots des 1.FC Union Berlin der Saison 2006/07 bzw. die Auswärtstrikots 07/08. Die Fotografen beschwerten sich, weil man die Namen der Spieler auf den roten Balken gesetzt nicht lesen konnte. Die Fans beschwerten sich, weil dicke Männer in quergestreift aussehen wie SEHR dicke Männer. Selbst Obelix trägt längsgestreift. Die dicken Männer haben Recht bekommen, und für 2007/08 ein schönes, streifenfreies Heimtrikot dazu.

Ein Gedanke zu “Was ist eigentlich … ?

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