Eine Vertragsverlängerung von Toni Leistner hätte in der aktuellen Situation eher verwundert

Was ist eigentlich los bei Union? Also mal unabhängig vom Spieltagsergebnis, das uns Woche für Woche abwechselnd in Richtung Abstieg oder Aufstieg schauen lässt. Was also will der 1. FC Union in dieser Saison und viel wichtiger mit Blick auf die nächste Saison erreichen? Was ist das Ziel, mit dem neuen Spielern ein Arbeitsvertrag in Köpenick schmackhaft gemacht werden soll? Denn jenseits von Stimmung im Stadion und dem Gehalt gibt es ja auch so etwas wie eine sportliche Perspektive. Und die sah bisher vor, dass man in die Top 20 der deutschen Fußballklubs aufsteigen möchte. Eine sehr verlockende Perspektive. Gerade für Spieler, die sich selbst auch eher zwischen beiden Ligen verorteten und für sich eine sportliche Entwicklung eher auf dem Platz in der Zweiten Liga sahen, als auf der Bank in der Bundesliga.

Daniel Mesenhöler und  Toni Leistner nach dem Gegentor zum 3:4 gegen Kaiserslautern, Foto: Matze Koch

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Wenn du oben nicht weißt, wo du hin willst, brauchst du unten keine Entscheidungen zu treffen

Mir geht es in den aktuellen Diskussionen über Union zu sehr darum entweder alles zu verdammen, was war (“Ich habe schon immer gesagt, dass …”), oder alles einzureißen, was überhaupt da ist (“Zingler raus”, “Trainer raus”, “Sportdirektor kann nichts” und vor allem “die Spieler können alle gehen”). Nun halte ich das Herauslassen von Emotionen für sehr wichtig, auch für die eigene Gesundheit, aber sie sind gleichzeitig ein schlechter Ratgeber für strategische Entscheidungen. Und genau in dieser Phase befinden wir uns. Wenn also jetzt über mögliche Abgänge von Spielern diskutiert wird, wie beispielsweise im Kurier oder der BZ, mag das zwar richtig sein mit Blick auf die möglichen Konsequenzen der Saison, aber das ist erst Schritt zwei, oder Schritt drei aus meiner bescheidenen Außensicht.

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