Dass Toni Leistners Vertrag sich bei Aufstieg automatisch verlängert, hätten wir gerne früher gewusst

Mathias Bunkus von Kurier/Berliner Zeitung hat eine Info ausgegraben, die vielen den Sommer erträglicher gemacht hätte. Denn diesen beiden Texten nach steht im Arbeitsvertrag von Toni Leistner eine Klausel, die den Vertrag des Verteidigers bei Aufstieg in die Bundesliga automatisch um ein Jahr verlängert. Nun sind Klauseln auch in Arbeitsverträgen bei Fußballern nicht so feststehend, wie man das glauben möchte. Aber diese zeigt doch, dass Union in diesem Jahr mit aller Macht in die Bundesliga strebt. Mir war nämlich vorher nicht klar, warum der Verein Leistner im Sommer nicht hat ziehen lassen und dafür das Geld genommen hat.

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Die schlimmste Nachricht dieser Saison

Das war schon eine tolle Osterüberraschung, die Steven Skrzybski und Union gestern am Karfreitag für uns hatten. Der Angreifer verlängert seinen bis 2018 gültigen Vertrag also bis 2020 (Vereinsmitteilung).

Neuer Vertrag für Steven #Skrzybski. Top Stevie! 🔴⚪ #fcunion #eisern #ss24 #steviebleibt

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Eine Vertragsverlängerung fürs Herz, aber mit Verstand

Die Vertragsverlängerung mit Benjamin Köhler bis 2017 habe ich gestern so nicht erwartet. Ich bin davon ausgegangen, dass sich beide Seiten noch etwas Zeit lassen und schauen, wie es weiter geht. Um so mehr habe ich mich für Benjamin Köhler gefreut, der belohnt wurde für seinen Kampf gegen den Krebs und die unermüdliche Arbeit nach der Gesundung, um wieder in den Profikader zurückzukehren.

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Herthas neue Bescheidenheit.

Es gibt diese Veranstaltungen, bei denen schon vorher klar ist, was passieren wird. Wenn ein Verein wie Hertha BSC die Verlängerung mit seinem Hauptsponsor verkündet, werden beide Seiten vor vielen klickenden Kameras betonen, welch wichtigen Partner sie haben. Doch sie verlief anders und der millionenschwere Top-Manager Rüdiger Grube sprach von Demut und zitierte aus seiner Hochzeitsanzeige.

Bei der Vorstellung des Engagements begründete Grube den erneuten Vertrag: “Das ist wie in einer Ehe. Wir stehen auch in schlechten Zeiten und hoffen gemeinsam auf bessere. Wir wollen den Aufstieg von Hertha und die Etablierung in der Bundesliga.” Beim ersten Vertrag zwischen Dieter Hoeneß und Hartmut Mehdorn war das Ziel noch Champions League. Herthas Präsident fasste sich in einfache Worte: “Ich möchte einfach nur Danke sagen. Für Hertha ist das eine schwierige Situation, in der das Bekenntnis viel wert ist.”

Und so war weniger der für Herthas momentanen Stand sehr gute Vertrag das Thema der Veranstaltung sondern Bescheidenheit. Der Bahnchef betonte immer wieder, wie sehr er Herthas Präsidenten schätze. Auch weil sie sich beide von unten hochgearbeitet hätten. Beide sprächen die gleiche Sprache. Es entstand der Eindruck, dass diese Männerfreundschaft überhaupt erst die Grundlage des Vertrages ist. Ganz nebenbei bestätigte Rüdiger Grube das Gerücht, dass Herthas Präsident Hertha auch mit eigenem Geld unterstützt: “Er ist da mit seinem persönlichen Vermögen reingegangen. Wo gibt es das noch?”

Im Nachgespräch antwortete der Bahnchef auf die Zweitligaexistenz von Hertha angesprochen: “Ich habe gelernt, dass Demut etwas sehr wichtiges ist. Dass man auch mal runtergeht und merkt, wie es dort ist. Dann weiß man den Erfolg viel mehr zu schätzen.” Bescheidenheit. Demut. Zwei Worte, die Fußballfans bisher nicht zwangsläufig mit Hertha in Verbindung brachten. Doch das ist Grubes Thema, und er spielt diese Melodie gerne. “Wissen sie was in meiner Hochzeitsanzeige stand?” fragte er einen Reporter direkt. “Ein Motto, dass ich allen jungen Menschen ans Herz legen möchte: Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.”