Ungeschlagen, aber langweilig? 7 Dinge, die uns nach dem 0:0 in Paderborn froh machen

“Von daher nervt’s mich auch ein bisschen”, sagte Urs Fischer auf der Pressekonferenz, als er das 0:0 in Paderborn einschätzen sollte und über die verpassten Torchancen sprach. Es war eine höfliche Untertreibung. Wie so oft, wenn der Union-Trainer öffentlich spricht. Er selbst dürfte sich sehr ärgern über ein erneutes Unentschieden, das Union zwar die unglaubliche Serie von 10 Liga-Spielen in Folge ohne Niederlage einbringt (der Kurier freut sich zurecht darüber), aber gleichzeitig sich nicht im gleichen Maße in Punkten niederschlägt. Ein zweites Mal brach es für Fischers Verhältnisse aus ihm heraus, als er über den ausgebliebenen Elfmeterpfiff an Joshua Mees sagte: “Es regt mich schon ein bisschen auf.” Der Offensivspieler war von Christian Strohdiek am Nachschuss gehindert worden, nachdem zuvor Sebastian Andersson die Latte traf.

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Ein hungriger Florian Hübner und ein unvergessenes Spiel gegen Paderborn

Florian Hübner hatte offensichtlich Hunger, als er zuletzt von den Kollegen der Berliner Medien(Kurier, Bild/BZ) zur Strategie gegen Paderborn befragt wurde. “Wir wollen sie gar nicht hinten rauskommen lassen und auffressen.” Aber beim Gegner aus Ostwestfalen muss keine Angst aufkommen, der Verteidiger will nur spielen. Mehr zur Strategie gegen die Offensivpower aus Paderborn gibt es heute vielleicht in der Pressekonferenz mit Union-Trainer Urs Fischer (live auf AFTV und Facebook). Aber auf jeden Fall könnt ihr eine Vorausschau aus Paderborner Sicht im Blog Schwarzundblau lesen.

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Das 9:1 gegen Babelsberg zeigt, wie variabel Unions Offensive in Zukunft sein kann

Ich hatte ja beim Test gegen Babelsberg ein zähes Spiel mit einer sich mühenden Mannschaft erwartet, die nicht besonders eingespielt ist, weil vor allem Spieler mit wenig Spielpraxis zum Einsatz kommen. Stattdessen wurde es ein 9:1, bei dem Union mit voller Wucht auf Offensive ging (Spielberichte bei Union auf der Website, der BZ und dem Kurier; Fotos vom Spiel gibt es bei Union in English). Vielleicht ein Versprechen auf die Zukunft, wenn Spieler wie Joshua Mees, Suleiman Abdullahi und auch Sebastian Polter ernsthafte Optionen für die Startelf sind. Union wird dann möglicherweise offensiv noch weniger ausrechenbar. Allerdings glaube ich nicht, dass wir in der Zweiten Liga eine so offensive Ausrichtung von Beginn an sehen werden, weil das im Zweifel zu viele Räume für die gegnerische Mannschaft öffnet. Aber gespannt bin ich tatsächlich auf den Wandel der Spielweise bis Weihnachten, wenn Stück für Stück mehr Spieler zur Verfügung stehen.

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Heidenheim ist nicht nur Marc Schnatterer

Es ist verständlich, wenn jemand bei Spielern des 1. FC Heidenheim nur Marc Schnatterer einfällt. Auch in Heidenheims letztem Spiel bestimmte er die Schlagzeilen, als er mit einem direkten Freistoß (was sonst?) kurz vor Schluss das 3-2 Siegtor für Heidenheim schoss.

Marc Schnatterer, Foto: Matze Koch

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Jetzt wird sich entscheiden, welchen Fußball wir in 5 bis 10 Jahren sehen werden

Weil heute Feiertag ist und keine gedruckten Zeitungen erscheinen, gibt es auch kaum Analysen zum ersten Auswärtssieg in der aktuellen Zweitligasaison. Aber zumindest Daniel hat bei Eiserne Ketten eine taktische Analyse des 2:1 in Ingolstadt geschrieben. Darin beschreibt er vor allem, wie Union durch eine Umstellung im Pressing die Dreierkette von Ingolstadt so stark unter Druck setzen konnte, dass Urs Fischers Team mit vielen Balleroberungen schnell wieder vor das Tor des Gegners kam. Der Tagesspiegel lobt vollkommen zurecht die Defensive, die einfach die Basis des aktuellen Laufs ist. Und im Kurier geht es darum, dass Unions eher mangelhafte Chancenverwertung am Montag Abend doch nicht bestraft wurde.

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Flüche besiegen kann Urs Fischer also auch

Ich konnte gestern beim 2:1 in Ingolstadt gar nicht hinschauen, als Sebastian Andersson zum Elfmeter antrat. Irgendwie hatte ich kein gutes Gefühl. Und dann dauerte die Ausführung noch so ewig. Fast so, als wollte der Stürmer noch bis zur ominösen 44. Minute warten, in der Union in dieser Saison so häufig traf. Am Ende war es die 43. Minute und irgendwie schummelte Andersson den Ball unter Ingolstadts Keeper Marco Knaller hindurch zum 1:0. Es war die Belohnung für eine unglaublich starke erste Halbzeit, in der Union sich nur vorwerfen lassen musste, die zahlreichen guten Möglichkeiten nicht genutzt zu haben. Ich habe in dieser Saison noch keine perfektere erste Hälfte gesehen. Und ganz nebenbei besiegt Urs Fischers Team damit im 13. Zweitliga-Jahr den Montagsauswärtsfluch. Denn bis gestern konnte Union bei Auswärtspielen am Montag nicht gewinnnen.

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Bei der Kritik an der Offensive geht ein bisschen unter, dass Union aktuell die beste Defensive der Liga hat

Auch mal ein Spiel zumachen. Das ist das größere Thema heute nach dem 1:1 in Bielefeld und vor dem Heimspiel morgen Abend gegen Kiel. Denn schließlich hat Union die vergangenen zwei Spiele jeweils geführt und dann doch nur einen Punkt mitgenommen. Aber so einfach ist das nicht. Da ist nicht einfach ein Schalter, der umgelegt werden kann. Die Berliner Zeitung arbeitet heraus, dass beispielsweise mit Suleiman Abdullahi ein Konterspieler als Einwechsler aktuell nicht zur Verfügung steht.

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Woher kommt eigentlich Unions Defensivstärke, und wo war sie in der zweiten Halbzeit?

In Bielefeld spielt Union schon wieder, und nun schon zum dritten Mal in Folge, unentschieden. Und das, anders als zuletzt gegen Duisburg, ohne Drama. Aber auch ohne neue Impulse im Offensivspiel, das diesmal von nach vorn stoßenden Außenverteidigern, Dribblings von Akaki Gogia, und Abschlüssen von Grischa Prömel geprägt wird.

Doch die andere Seite von Unions stagnierendem Offensivspiel ist, dass die Defensive stabil genug ist, Spiele mit durchschnittlicher Produktion im Angriff zumindest nicht zu verlieren. Gegen Bielefeld war auf den ersten Blick deutlich sichtbar, dass Unions Defensive effektiv ist: Die Ostwestfalen waren bisher mit 17 Schüssen pro Spiel das Team mit den meisten Abschlüssen in der Liga. Gegen Union hatten sie nur sechs. Und von diesen sechs Schüssen entstanden nur zwei aus dem Spiel. Woher kommt nun diese defensive Stabilität?

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Sebastian Bönig macht sich unabhängig

Das Thema des Spiels nachher von Union in Bielefeld (Anpfiff 13 Uhr) können wir ganz gut unter starke Offensive (Bielefeld schießt unglaublich häufig auf das Tor, mehr dazu hat Daniel gestern an dieser Stelle geschrieben) gegen starke Defensive (Union) zusammenfassen. Das Gefühl eine stabile Verteidigung zu haben (und das bezieht sich nicht nur auf die Verteidiger, wie die Berliner Zeitung zurecht herausarbeitet), beruhigt unglaublich. Ich bin aber tatsächlich gespannt darauf, wie die Mannschaft von Urs Fischer sich heute auf der Alm schlägt. Das waren in der Vergangenheit ja durchaus kuriose Spiele (ich erinnere mich noch an das 4:4 vor zwei Jahren).

Die Union-Mannschaft nach dem 4:4 in Bielefeld am 28.08. 2016, Foto: Matze Koch

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Bei Union im Team ist noch nicht alles perfekt, aber der Blick auf die Tabelle tut einfach gut

Ich weiß nicht, wie es euch seit Sonntag geht, aber ich schaue ständig auf die Tabelle (Aussagekraft hin oder her) und muss grinsen. Nein, ich drehe nicht durch und ich bin auch nicht im Aufstiegsmodus oder ähnliches. Allerdings spüre ich eine tiefe Genugtuung. Und das ist wunderschön. Dabei helfen auch die Fotos, die Steffi vom Spiel gemacht hat.

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