Oliver Ruhnert muss Urs Fischer immer noch Platz machen

Nachdem sich die Mannschaft gestern noch schöne Bergpanoramen anschauen konnte, macht sie sich heute Morgen auf den Weg nach Wien, wo am Abend um 19 Uhr das Testspiel gegen die Vienna im Stadion Hohe Warte ansteht (live auf AFTV). Ich bin ein bisschen neidisch auf alle, die in diesem Stadion (in dem die Vienna schon im 19. Jahrhundert gespielt hat) Union anschauen können. Und dann vielleicht in Wien auch noch zu so schönen Orten wie der Vollpension gehen können.

Union in Wien Juli 2019

Das phantastische Café Vollpension in Wien, Foto: Daniel Roßbach

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Rafal Gikiewicz: “Ich habe Respekt vor der Bundesliga, aber keine Angst”

Das muss also Bundesliga sein. Am Sonntag ein zweieinhalb Seiten langes Interview mit Neven Subotic in der Bild am Sonntag und heute ein doppelseitiges Interview mit Rafal Gikiewicz im Kicker. Beides Medien, die Union gewöhnlich links liegen lassen haben. Weil der Klub eben keine Bundesliga gespielt hat. Unions Keeper lässt im  Gespräch einiges blicken. Zuerst den altbekannten Ehrgeiz, wenn er über die 4 Punkte spricht, die er aus den ersten drei Spielen holen will (“Ich habe Respekt vor der Bundesliga, aber keine Angst”). Einen großen Teil des lesenswerten Gesprächs geht es allerdings um den Charakter von Rafal Gikiewicz. Darum, dass er lauter ist. Darum, dass er Dinge direkter anspricht. Der Keeper sagt darüber: “Sie [die Mannschaft] braucht wahrscheinlich nicht fünf Gikiewiczs, aber einen, der in einer schwierigen Phase Klartext spricht.”

Saison 2019/20, Testspiel zwischen dem 1. FC Union Berlin - SV Guntamatic Ried in Windischgarsten (3:0), Torwart Rafal Gikiewicz (1. FC Union) nach dem Spiel, 12.07. 2019

Torwart Rafal Gikiewicz nach dem Testspiel gegen Ried am 12.07. 2019, Foto: Matze Koch

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Rafal Gikiewiczs neue Ziele und Schwierigkeiten beim Verkehrskonzept

So ein bisschen denke ich schon nach über die vielen kleinen Themen nach, die für einige Spieler bedeuten können, dass die Vorbereitung nicht optimal läuft. Julian Ryerson hatte sich gestern beim 3:0 im Test gegen Ried (Highlights bei AFTV) am Sprunggelenk verletzt, Florian Hübner kann wegen einer Knieverletzung nicht trainieren. Suleiman Abdullahi ist nach seinen Pass-Problemen im Aufbautraining und und auch andere Spieler mussten noch aufholen. Zumindest Jakob Busk konnte gestern nach seiner Fußprellung wieder trainieren. Nicht falsch verstehen, ich will hier keine Panik verbreiten. Aber es stellt das Training schon vor eine gewisse Herausforderung, wenn nicht alle das gleiche mitmachen können und es darum geht, gewisse Automatismen in der Vorbereitung einzuüben. Vor allem weil wir alle wissen, dass Union in der Bundesliga anders spielen muss und wird als noch zuvor in der Zweiten Liga.

Julian Ryerson muss im Testspiel gegen Ried verletzt raus, Foto: Matze Koch

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Union ist eine Chance für Marcus Ingvartsen und umgekehrt auch

Heute geht es vor allem um den aus Union-Perspektive unbekannteren der vier Stürmer: Marcus Ingvartsen steht noch etwas im Schatten von Sebastian Polter und Sebastian Andersson und auch von Anthony Ujah. Das liegt aber weniger am Dänen selbst, sondern daran, dass er außerhalb Deutschlands bei Genk oder zuvor in Dänemark gespielt hat. Durchweg alle Berliner Medien und der Kicker skizzieren den bisherigen Karriereverlauf von Ingvartsen, der eine sehr enttäuschende Saison fast ohne Einsätze hinter sich hat. Ich bin gespannt, wie sich der Angreifer durchsetzt und ob er wirklich der Schlüssel sein kann für einen echten Zwei-Stürmer-Angriff. Das ist durchaus möglich, wenn wir dazu betrachten, dass Union schnelle Flügelspieler geholt hat, die tatsächlich nicht zeitig Richtung Zentrum ziehen.

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Trainingslager 🔴⚪️ @1.fcunion

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Christian Gentner kann Unions Wandel zu einem Bundesliga-Team begleiten

Im Trainingslager haben die Reporter vor allem erst einmal die Möglichkeit genutzt, um mit Christian Gentner zu sprechen. Der 34-Jährige ist sportlich für das zentrale defensive  Mittelfeld vorgesehen. Viel spannender aber ist natürlich gerade beim jetzigen Stand der Vorbereitung die Frage, welche Rolle der Zugang vom VfB Stuttgart einnehmen wird und soll. Und was das betrifft, hält sich Gentner, der nur einen Einjahresvertrag bei Union unterschrieben hat, zurück. Er sagt in den Berliner Medien: “Mein erster Eindruck ist, dass die Jungs um Christopher Trimmel, Michael Parensen, Manuel Schmiedebach oder Sebastian Polter den Laden sehr gut im Griff haben und die Gruppe absolut funktioniert.” Und natürlich muss er solche Sachen sagen, dass er Erfahrung an jüngere Spieler weitergeben möchte. Das ist die übliche blumige Sprache der Vorbereitung, die frisch verpflichtete, gestandene Profis sprechen.

Christian Gentner bei der Mannschaftsvorstellung, Foto: Matze Koch

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Keine Pause: Union arbeitet schon an der Kader-Verkleinerung

Union ist gestern in Österreich im Trainingslager angekommen. Allerdings waren doch ein paar Plätze frei geblieben, wie auch der Verein kurz auf der Website über den Anreisetag schrieb. Suleiman Abdullahi muss in Berlin noch Behördengänge erledigen (Kurier) und Lennard Maloney und Cihan Kahraman sind in Deutschland geblieben, weil die Suche nach einem Klub, bei dem sie Spielpraxis sammeln können, Priorität hat. Ich wäre enttäuscht, wenn das jeweils wieder nur ein Viertligist wird und hoffe insgeheim bei Kahraman nach seinem Jahr bei Union Fürstenwalde auf einen Drittligisten und bei Maloney auf einen Zweitligisten. Aber leicht wird das sicherlich nicht und im Zweifel geht Spielpraxis vor Ligazugehörigkeit. Uns bringt das ganze natürlich immer wieder zur Frage, wie wettbewerbsfähig Unions Nachwuchsarbeit beim Übergang vom Junioren zum Männerbereich wirklich ist.

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Urs Fischers Auftrag: Aus dem Kader eine Mannschaft formen

Ich bin wahnsinnig froh, dass die Mannschaft nun noch einmal richtig ins Trainingslager fährt. Denn durch die 10 Tage in Österreich haben wir die Chance, wirklich jeden Spieler kennenzulernen. Also Gesicht dem Namen zuordnen. Denn ich saß am Wochenende in der Uckermark vor dem Mannschaftsfoto und hätte nicht von jedem Spieler den Namen sagen können. Ich bin sehr gespannt auf die Geschichten, die von den Union-Reportern der Berliner Zeitungen aufgeschrieben werden. Im Gegensatz zu Suleiman Abdullahi sind Matze Koch und Mathias Bunkus zwei Reporter schon in Österreich, die Union auch durch tiefere Ligen begleitet haben. Abdullahi kommt wohl am Dienstag oder Mittwoch nach Österreich, schreibt die Bild.

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Marvin Friedrich fehlt schon in Augsburg, aber noch ist er nicht bei Union

Ich gebe zu, dass ich ein bisschen gehofft hatte, dass das Thema Marvin Friedrich bereits am Montag geklärt ist. Der Kicker hatte geschrieben, dass sich Augsburg von seiner Mondforderung einer Ablöse von 4 Millionen Euro entfernt habe und Union zuletzt 1,8 Millionen Euro Ablöse inklusive Bonuszahlungen von bis zu 700.000 Euro geboten habe. Dann kam dieses Bild vom Trainingsauftakt des FC Augsburg, auf dem wir Marvin Friedrich nicht erkennen konnten. Dass der Innenverteidiger nicht das Foto gemacht hatte und deshalb nicht zu sehen war, stellte FCA-Manager Stefan Reuter später klar, als er der Augsburger Allgemeinen Zeitung sagte: “Wir haben gesagt dass er nicht da sein muss wenn die Gespräche so weit fortgeschritten sind. Jetzt warten wir mal die nächsten Stunden und Tage ab. Wir sind in sehr guten Gesprächen.”

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Urs Fischer hat im Trainingslager noch mehr Union-Fankultur kennenlernen dürfen

Das Trainingslager in Spanien ist vorbei. Und natürlich bleibt die Frage: Was hat es gebracht? Da gibt es einige Punkte. Einige vorher verletzte Spieler haben wieder Spielminuten sammeln können (Grischa Prömel, Marc Torrejon, Fabian Schönheim und Winterzugang Nicolai Rapp). Allerdings hat sich mit Joshua Mees ein Spieler auf der Linksaußen-Position verletzt, auf der Union im Winter mit Kenny Prince Redondo und Simon Hedlund zwei Profis abgegeben hat. Ich bin tatsächlich gespannt, wie der Heilungsprozess hier verläuft und ob Union doch noch jemanden nachverpflichtet.

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Unions Fanwachstum: Sind Touristen und rot-weiße Anglerhüte wirklich ein Problem?

Ich war gestern sehr gespannt auf den Text von 11Freunde über eine möglicherweise sich wandelnde Fankultur im Stadion an der Alten Försterei durch das Fanwachstum in den vergangenen Jahren. Und ein bisschen regte der Artikel auch zu Diskussionen an. Leider verliert er sich sehr schnell selbst in Belanglosigkeiten und will gleich noch die komplette sportliche Situation mit beschreiben, weshalb da alles und damit vor allem nichts mit Tiefgang drin steht. Kein Zitat eines Fans oder vom Verein zum möglichen Wandel durch neue Fans oder Touristen. Stattdessen die lange Anekdote von einem englischsprachigen Pärchen, das Hamburger zur Boulette sagte.

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