Es dauert noch ein paar Wochen, bis man auf die Tabelle schauen darf

Mit einem Sieg heute gegen St. Pauli könnte Union in der Tabelle zu Köln an deren Spitze aufschließen. Aber Ligatabellen sind mindestens für die ersten 4, vielleicht auch 6 Spieltage einer Saison fast vollkommen ohne Informationswert. Eigentlich sollte man sie vielleicht gar nicht veröffentlichen. Oder – wie dieser Tweet vorschlägt – nur zusammen mit genauso aussagekräftigen Rankings von Klubmaskottchen, Social Media Reichweite der Klubs oder der Frisuren der Spieler.

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Viking gibt den Transfer von Julian Ryerson zu Union schon mal bekannt

Nach dem 0:3 in London bei QPR steht Rafal Gikiewicz nun als Nummer 1 endgültig fest und die Berliner Medien schauen sich vor allem an, welche Spieler sich in die Startelf gespielt haben. In jedem Text wird klar, dass die endgültige Überzeugung noch fehlt, dass das Team jetzt schon an seinem Leistungslimit angekommen ist. Dafür gibt es mit den vielen Verletzungen in der Defensive und der noch andauernden Abwesenheit von Sebastian Polter auch einige Gründe. Pragmatismus dürfte der Weg für die nächsten Wochen sein. Es geht darum, Punkte zu sammeln und darüber als Team zusammenzufinden.

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Blauer Tarnfleck wird vielleicht das nächste große Ding bei Union

Das war eine unglaublich schöne Saisoneröffnung gegen den FC Carl Zeiss Jena am Sonntag (1:1) vor über 11.000 Zuschauern. Das begann schon mit der wirklich gelungenen Skulptur für die 68er-Pokalsieger, die vor der Haupttribüne eingeweiht wurde. Die vom Kurier genannten 75.000 Euro Kosten dafür haben sich aus meiner Sicht absolut gelohnt. Erstens weil die Statue offensichtlich der Punkt werden wird, vor dem sich alle Besucher fotografieren werden, wenn sie zum Stadion an der Alten Försterei kommen. Und auch optisch finde ich sie ansprechend, weil sie einerseits die ganze Anmutung und Beschaffenheit des FDGB-Pokals übernimmt und andererseits die Spieler nicht überhöht. Die Figuren sind von der Höhe wohl genauso groß oder leicht kleiner als die Spieler vor 50 Jahren waren.

Ralph Quest neben seinem bronzenen Abbild, Foto: Sebastian Fiebrig

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Toni Leistners Abschied und die Frage, wer denn darüber froh sein soll

Toni Leistner hat gestern das gemacht, was ihm ebenso wie den anderen Abgängen durch den Saisonverlauf verwehrt geblieben ist. Er hat sich verabschiedet.

Twitter: @ToniLeistner

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Ein halbwegs versöhnlicher Abschluss einer verkorksten, katastrophalen Saison

Natürlich konnten die letzten beiden Siege die Saison nicht retten, sondern nur das Schlimmste verhindern. Und es ist nicht, als hätte man nicht auch gestern in Dresden gesehen, dass die Mannschaft sportliche Baustellen hat. Aber trotzdem hilft ein 1-0 in Dresden, mit einem etwas besserer Gefühl in die Sommerpause und die Aufarbeitung der Saison zu gehen. Diese Aufarbeitung darf deswegen aber natürlich nicht weniger stringent ausfallen.

Update von 15:30 Uhr: Diese Aufarbeitung hat im ersten Schritt ergeben, dass André Hofschneider nicht über das Saisonende hinaus Trainer sein wird, Lutz Munack in Zukunft nicht mehr für die Profiabteilung, sondern das Nachwuchsleistungszentrum und den Amateurfußball zuständig ist und die Position von Helmut Schulte als ‘Leiter der Lizenzspielerabteilung’ neu besetzt wird.

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Gleiche Antworten auf ungleiche Fragen

Union konnte bekanntermaßen das befürchtete Ausscheidungsspiel in Dresden vermeiden, während es Dynamo noch nicht gelungen ist, den Klassenerhalt zu sichern. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass Dresden auf Platz 16 oder 17 fällt, sind die Ausgangsbedingungen für beide also durchaus sehr verschieden.

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Eins der zentralen Themen des Spiels gegen Dresden: Neuhaus, Hofschneider und ihre gemeinsame Vergangenheit bei Union, Photo: Matze Koch

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Toni Leistner wählt harte und klare Worte zu Unions Situation im Abstiegskampf

Das 1:3 in Darmstadt liegt uns allen sicher noch schwer im Magen. Umso mehr bin ich froh, dass Toni Leistner sein selbst verordnetes Schweigen bricht und auch medial sagt, was wir alle gesehen haben: “Man hat klar gesehen, dass wir die Mentalität gerade in den ersten 35 Minuten haben vermissen lassen, die in solchen Spielen nötig ist. Es war fast nicht zweitligatauglich.” Vielleicht schaffen es diese deutlichen Worte, nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Umfeld etwas aufzuwecken, das mir ein bisschen zu sehr nach dem Motto des aus dem Hochhaus stürzenden Mannes verfährt, der bei jeder Etage denkt: “Bis hierher ging es noch gut.” Ja, ich weiß, dass der Abstieg nicht wahrscheinlich ist. Aber er ist möglich. Und deswegen muss alles dafür getan werden, damit der Klassenerhalt aus eigener Kraft gelingt und man nicht von anderen Teams abhängig ist.

Foto: Stefanie Fiebrig

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Union muss nach dieser Saison eine wichtige Frage beantworten

Es gibt auch einen Vorteil, dass bei Union vor dem Spiel weder Spieler noch Trainer (André Hofschneider muss allerdings bei der Pressekonferenz am Donnerstag auftreten) reden wollen und geheime Trainings veranstalten. So bekommen wir nämlich Geschichten, die sich auch mit dem Drumherum bei Union befassen, die normalerweise nicht so beleuchtet werden. So berichten Bild/BZ heute davon, dass der gerade erst zu dieser Saison verpflichtete Chef-Scout Oliver Ruhnert vielleicht schon wieder vor dem Abgang steht. Keine Ahnung, was da dran ist. Aber sollte das so sein, wirft das erneut kein gutes Bild auf die sportliche Leitung. Sicher gibt es bei Wolfsburg mehr Geld und andere Ressourcen und dafür können weder Sportgeschäftsführer Lutz Munack noch Helmut Schulte als Leiter der Lizenzspielerabteilung etwas.

Präsident Dirk Zingler und Sportgeschäftsführer Lutz Munack beim Training am 03.04. 2018, Foto: Matze Koch

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Ohne Kroos nach Darmstadt und die Frage: Wer wird ihn ersetzen?

Felix Kroos wird wohl für das Endspiel 3/5 in Darmstadt am nächsten Samstag ausfallen. Der Kapitän hat sich eine Verletzung am Fuß zugezogen bzw. sie ist im Spiel gegen Heidenheim schlimmer geworden (Vereinsmitteilung).

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