TeeCee: u.n.v.e.u.

Tino Czerwinski ist tot. Ich konnte es nicht fassen und saß fassungslos in meinem Büro, als ich die Mitteilung von Union las. TeeCee gehörte zu den Menschen, die Union zu dem gemacht haben, was den Verein heute ausmacht. Mit Beharrungswillen. Jeden Umständen trotzend. Und streitbar. Nie den einfachsten Weg nehmend, sondern die eigene Haltung zur Leitlinie des Handelns machen. Das ist unbequem und versperrt auch gerne Mal den Weg zu dem, was gemeinhin als Erfolg verstanden wird. Aber dafür bleibt man immer gerade.

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Wie man Fußball aushält

Dieser Text über TeeCee erschien zuerst im November 2014 im Köpenicker Magazin Maulbeerblatt.

Tino Czerwinski moderiert die Fantreffen des 1. FC Union Berlin so lange es Fantreffen gibt. Er steht damit, ebenso wie durch seine frühere Tätigkeit im Vereinspräsidium, in der Öffentlichkeit. Klar, dachte ich: Den kenn’ ich natürlich. Der heißt in echt TeeCee, und den kennen doch alle. Seine Arbeitskollegen sagen Tino, nicht TeeCee. In seinem Spind hängt ein Union-Trikot, “weil man nie weiß, wie der Tag wird.” Tino arbeitet im Oberstufenzentrum KIM. Junge Erwachsene machen hier ihr Abitur oder eine Berufsausbildung in Medienberufen. Er kam aus dem Werk für Fernseh-Elektronik, von der Betriebsberufsschule.

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Foto: Stefanie Fiebrig

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Teve070 – 1.FC Union Berlin: Ein Fußballklub in der DDR

Die aktuelle Debatte um den dreijährigen Wehrdienst von Unions Präsidenten Dirk Zingler beim Wachregiment Felix Dserschinski des Ministeriums für Staatssicherheit haben wir zum Anlass für eine Sonderausgabe des Podcasts genommen. Gemeinsam mit Tino Czerwinski (aka TeeCee, Moderator des Fantreffens bei Union) und Jan diskutieren wir die These, dass das transportierte Image von Union als "Anti-DDR-Verein" dazu geführt hat, die Fallhöhe für die Medienrelevanz von Zinglers Biographie herzustellen. Wir versuchen herauszufinden, wie viel von diesem Image Legende und wie viel tatsächlich Schnittmenge mit der erlebten Realität in der DDR ist. Zum Schluss überlegen wir, wie eine in unseren Augen überfällige Auseinandersetzung mit der Geschichte von Union in der DDR aussehen könnte. Als Bonus gibt es ab 51:17 Min ein viertelstündiges Gespräch mit Andora, in dem er seine Sicht auf Unions Geschichte in der DDR schildert. Andora ist Popart-Künstler und Unionfan. Er wurde in der DDR zu sechseinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und später freigekauft. Die Tonqualität ist etwas anders als sonst. Das liegt daran, dass wir in einem Café in Köpenick bzw. in Mitte aufgenommen haben.

On Air:

avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Tino Czerwinski
avatar Jan Hollants
avatar Andora
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