Beim Verkehrskonzept für den Stadionausbau geht es auch um ein Parkhaus und einen zweiten S-Bahn-Ausgang

Der RBB hat nach dem Artikel von Bild/BZ gestern zum Thema Stadionbau auch noch einmal bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nachgefragt, wie das mit dem Planungsrecht für den Stadionausbau aussieht und ebenfalls die Aussage bekommen, dass es damit dieses Jahr nichts wird. Denn indirekt wird die Sprecherin der Verwaltung noch mit diesem Satz zitiert: “Vorgeschlagene Maßnahmen wie eine Straßenbahnwendestelle, ein zusätzlicher Westabgang am S-Bahnhof Köpenick und ein neues Parkhaus befänden sich noch in der Abstimmung.” Ich bin gespannt, was am Ende daraus wird. Der zweite Ausgang des Bahnhofs ist ja schon lange ein Thema, schon allein als Fluchtweg, falls am ersten Ausgang etwas passiert. Aber er würde natürlich bei einem höheren S-Bahn-Takt auch dafür sorgen, dass potentielle Stadionbesucher schneller den Bahnsteig verlassen oder betreten können.

Blick auf die Waldseite nach dem Stadionausbau, Foto: 1. FC Union Berlin

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Das Planungsrecht für den Stadionausbau kommt nicht diesen Sommer, aber es wird kommen

Im Prinzip hat die Bild/BZ eine schlechte Nachricht und gleichzeitig eine gute. Die schlechte Nachricht: Für den Ausbau des Stadions wird es in diesem Sommer kein Planungsrecht geben. Das sagt die zuständige Senatsverwaltung. Grund würden die gravierenden Verkehrsprobleme sein, die mit dem Ausbau erwartet werden. Das ist aus meiner Sicht allerdings größtenteils nicht durch Unions Bauvorhaben verursacht, sondern durch die Vernachlässigung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur in einem stark wachsenden Bezirk. Deshalb sind nun alle an einer möglichen Lösung beteiligten Partner im Gespräch (beispielsweise Senatsverwaltung für Verkehr, BVG, Deutsche Bahn, Union, Planungsbüro). Die Forderung im Nahverkehrsplan des Senats, eine Straßenbahnkehre für Sonderverkehr am Spieltag zu bauen, interpretiere ich als Teil dieser Bemühungen.

So soll das ausgebaute Stadion an der Alten Försterei aussehen, Foto: 1. FC Union Berlin

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Urs Fischer hat im Trainingslager noch mehr Union-Fankultur kennenlernen dürfen

Das Trainingslager in Spanien ist vorbei. Und natürlich bleibt die Frage: Was hat es gebracht? Da gibt es einige Punkte. Einige vorher verletzte Spieler haben wieder Spielminuten sammeln können (Grischa Prömel, Marc Torrejon, Fabian Schönheim und Winterzugang Nicolai Rapp). Allerdings hat sich mit Joshua Mees ein Spieler auf der Linksaußen-Position verletzt, auf der Union im Winter mit Kenny Prince Redondo und Simon Hedlund zwei Profis abgegeben hat. Ich bin tatsächlich gespannt, wie der Heilungsprozess hier verläuft und ob Union doch noch jemanden nachverpflichtet.

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Die Hall of Fame des deutschen Fußballs ist vor allem eine Hall of Fame des westdeutschen Fußballs

Die Länderspielpause ist endgültig vorbei. Heute beginnt wieder die Zweite Liga. Für Union ist allerdings noch Zeit, erst am Montag geht es in Hamburg gegen den HSV. Das Wuhlesyndikat hat den kleinen Hinweis an alle Hamburg-Fahrer im Programm, sich einen Zehner mehr einzupacken. Es dürfte einen schönen Schal dafür geben.

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Genug Material, um Unions Pläne zu kommentieren, liegt jetzt jedenfalls bereit

Seit gestern läuft das Beteiligungsverfahren zur Baugenehmigung für die Stadionerweiterung. Das bedeutet nicht nur, dass die Allgemeinheit die Vorhaben kommentieren kann, sondern auch, dass genauere Pläne dazu veröffentlicht wurden.

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Das neue Stadion an der Alten Försterei im Querschnitt, Screenshot: Architekt FACHXWERK

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Der Jahresrückblick 2017: “So ‘ne Scheiße, wir steigen auf”, Stadionausbau und eine immer wieder ans Herz gehende Geschichte

Weil es heute, einen Tag vor dem Weihnachtssingen gar nicht so viel zu erzählen gibt, dachte ich, dass es vielleicht Zeit für einen kleinen Rückblick wäre. Was war eigentlich dieses Jahr so los bei Union? Denn der Trainerwechsel mit all seinen Nebengeräuschen hat das Zeug, die Bewertung dieses Unionjahres sehr zu dominieren. Zwei Texte rund um die Entlassung von Jens Keller waren in den Top10 der meistgeklickten Texte dieses Jahres beim Textilvergehen, dieser hier ganz weit vorne an Nummer 1. Aber es gab viel mehr, was uns dieses Jahr bewegt hat. Das hier nämlich:

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Das war auf der Mitgliederversammlung wichtig

Die Zahlen, die Union-Präsident Dirk Zingler gestern auf der Mitgliederversammlung präsentierte, waren durchweg positiv. Erstaunlich finde ich die Entwicklung bei den Mitgliedern, bei denen Union um 2014 herum eine Phase der Stagnation erreicht hatte. Mich würde tatsächlich interessieren, wie viele der rund 4.500 Neumitglieder nach der Neuregelung der Vergabe der Dauerkarten eingetreten sind. Wenn die Zeitangabe unten stimmt, dürfte die gelbe Säule erst ab 01.07. dieses Jahres gelten.

Update 10.13 Uhr: Dirk Zingler sagte auf der Mitgliederversammlung, dass um die 700 Dauerkarteninhaber jetzt auch Mitglied wurden.

Quelle: 1. FC Union Berlin

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Stadionausbau erledigt (zumindest mit Lego)

Während der Stadionausbau erst in die Bauplanungsphase geht, haben Milan (3 Jahre) und sein Vater Robert das Stadion an der Alten Försterei bereits mit einem zweiten Rang versehen. Und mir wurde versichert, dass die Baukosten deutlich unter 38 Millionen Euro lagen. Von Anwohnerbeschwerden auch keine Spur.

Die Waldseite mit Stehplätzen auf 2 Etagen. Foto: Robert

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“Wenn du infrastrukturell nicht Schritt hältst, ist das ein großes Problem”

Die Pläne zum Stadionausbau dominieren alles heute morgen. Und das vollkommen zurecht, werden sie doch in wenigen Jahren ändern, wie wir Fußball bei Union erleben. Wer nicht weiß, was Union vorhat, dem empfehle ich diesen erklärenden Text, in dem ich versuche die grundlegenden Veränderungen darzustellen. Aber vielleicht zunächst mal die Reaktion der rund 4.000 Unioner nach der Vorstellung der Stadionpläne:

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So soll das neue Stadion an der Alten Försterei aussehen oder wie Dirk Zingler sagt: “Affengeil”

Dirk Zingler schaute ernst. Etwas zurückgelehnt im weißen Hemd, das Sakko hatte er angesichts der hohen Temperaturen in der Eisern Lounge bereits ausgezogen, beobachte der Union-Präsident den Film, den er bestimmt schon zig Mal in verschiedenen Varianten gesehen hatte. Aus seinem Blick war nicht zu schließen, was in dem Moment in ihm vorging. Auch zwei Plätze neben ihm versuchte Dirk Thieme jegliche Regungen zu verbergen. Der Vorstandsvorsitzende der Stadion AG legte aber während des Films seine Hand vor den Mund, fast so als würde er sich selbst nicht trauen, seinen Gefühlen gegenüber die Oberhand zu behalten. Und es war auch schwer. Der Pathos tropfte kräftig vom Monitor und aus den Lautsprecherboxen, sei es durch Bilder aus der Vergangenheit des Stadions seit 1920, sei es durch mitreißende Spielszenen, die wir alle hier miterleben durften oder einfach nur durch die sehr getragene Musik, zu der auch Bruce Willis in Slow Motion mit seiner Crew zur bereitstehenden Rakete hätte schreiten können, um in den nächsten Minuten nicht weniger als den kompletten Planeten zu retten.

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