In der überfluteten Gerüchteküche wird der Stöpsel gezogen

Bevor wir zum sportlichen Geschehen und den Drumherum-Geschichten dieser Woche kommen, müssen wir über etwas reden, was am Sonntag im Programmheft stehen wird: In Kaiserslautern haben offenbar Unioner einen Lauterer Mitarbeiter rassistisch beleidigt. Es ist nicht das erste Mal in dieser Saison, dass es zu solchen Vorfällen kommt (erinnert sei an das Hitler-Gruß zeigen auf der Waldseite, das wir hier vor einigen Wochen erwähnt haben). Solchem Verhalten muss – so gut es irgend geht – entgegen getreten werden, und jeder hat Verantwortung das zu tun. Und das unter Unionern noch mehr als ohnehin schon immer und überall.

Aus dem Programmheft zum Spiel gegen Aue

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Statt neuer Gerüchte ist jetzt Ruhe im Karton

Nein, heute gibt es keine neuen Gerüchte von Sport1. Und in der Bild gibt es heute als große Geschichte (leider nicht online): “Berater bestätigt, was Bild meldete: Lieberknecht wird nicht Union-Trainer”. Im Prinzip ist das eine Nicht-News, denn genauso gut könnte man schreiben: “Joachim Löw wird nicht Union-Trainer”. Die Kollegen werden aber sicher ihre Gründe haben, warum der Sportchef persönlich eine solche Meldung ins Blatt hebt. Mein Highlight war darin das Zitat von Lieberknecht-Berater Marc Kosicke: “Es hieß auch, Torsten sucht Kita-Plätze für seine Kinder. Dabei gehen die längst zur Schule.” Der Sport1-Text, der dieses Kindergarten-Gerücht unter anderem veröffentlicht hat, ist übrigens nicht mehr aufrufbar:

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Das ist der Geist, den die Mannschaft jetzt braucht

Wer Gerüchte will, wird aktuell gut bei Sport1 bedient. Ob und welche Substanz das hat, muss jeder für sich entscheiden. Mir ist ehrlich gesagt egal, ob Torsten Lieberknecht sein Kind im Kindergarten abmeldet oder nicht. Und für einen sich abzeichnenden Trainerwechsel ist das bestenfalls ein Indiz, aber kein Beleg.

Dass bei Union nicht tatenlos gewartet wird, bis die Saison beendet ist, dürfte allen klar sein. Aber was tatsächlich beschlossen und unternommen wird, ist aktuell nicht bekannt und bestätigt.

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Was von “In Köpenick herrscht Chaos” übrig bleibt

Wenn ich das Kommentaraufkommen und die Zugriffe auf unser kleines Union-Blog hier in den vergangenen Tagen richtig deute, dann könnte man schon glauben, dass die Unioner gerade Puls haben. Weil es aber gar nicht mal so klug ist, in der Wut und Emotion (vermeintlich einfache) Entscheidungen zu treffen, fangen wir erst mal mit etwas Schönem an. Sebastian Polter bekam nämlich gestern morgen Krankenbesuch von Familie Leistner. Eine schöne Geste, wie ich finde:

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Futiklub ist auch keine Alternative

Sich über den Doppelpass bei Sport1 aufzuregen ist ähnlich sinnvoll, wie einen Acker dem Erdboden gleichzumachen. Unbestritten fehlt in Deutschland ein substantieller Fußball-Talk. Eine Runde, in der nicht ständig Platitüden wiedergegeben werden, die ich mir auch beim Kick der Alten Herren von Fortuna Pankow anhören kann. Ich erwarte von Journalisten, die sich zu solchen Runden einladen lassen, dass sie sich mit Detailwissen einbringen und der Moderator es zulässt, dass dieses Wissen auch ausgebreitet wird.
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