Das Gefühl, dass uns etwas ganz Großes bevorsteht

Es ist die vielzitierte offene Tür, durch die man nur noch durchgehen müsse, die mich bisweilen in den vergangenen Wochen genervt hat. Mit dem 3:0 gestern gegen Magdeburg ist sie verschwunden. Union ist durch diese verdammte Tür gegangen. Endlich möchte ich sagen, wenn ich an die 5 sieglosen Spiele vor der HSV-Partie vor 2 Wochen denke. Verdammt nochmal endlich, wenn ich an die Niederlage in Darmstadt vergangene Woche denke. Und das mit einer Leistung, die während des Spiels durch die hohe Effizienz vor dem Tor in der ersten Halbzeit nie gefährdet war. Es gab so ein, zwei Momente im Spiel, in denen ich dachte, es könnte jetzt kippen. Aber dazu spielte Magdeburg seine Angriffe so unkonzentriert zu Ende, dass nie nachhaltig Gefahr entstand.

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Ritter Keule mit dabei #fcunion #fcufcm

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Das 8:0 hat nichts erledigt

Es gab hier beim Textilvergehen mal die Rubrik “Wörter, die ich im Zusammenhang mit meinem Fußballverein nie wieder hören möchte”. Hier findet ihr Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4. Hinzuzufügen wären nach der Spielunterbrechung gestern beim Regionalliga-Spiel zwischen Union Zwee und dem BFC Dynamo noch: Tumulte (Tagesspiegel), Krawalle (Morgenpost), Spiel unterbrochen (BZ) und Einsatz von Pfefferspray (Kurier).

Auf solche Tweets kann ich auch verzichten:

Fotos gibt es bei unveu.de und union-foto.de

Für mich als Fazit bleibt: Aus dem Platzsturm und Spielabbruch in Stockholm Anfang des vergangenen Jahres nicht viel gelernt. Es gibt immer noch welche, die über jedes hingehaltene Stöckchen springen, wenn nur BFC Dynamo drauf steht. Ich habe auch keine Lust auf relativierende Entschuldigungen und den Hinweis, dass es “nur” 40 von über 8000 Zuschauern waren. Das war einfach Scheiße.

Der Effekt wird sein, dass die zweite Mannschaft die nächsten Spiele wieder nur noch parallel zu Zweitligaspielen von Union durchführen darf.

Ich kann mich Dirk Zingler anschließen, der auf einem Fantreffen vor Jahren mal sagte: “Mein Verhältnis zu diesem Verein wird nie ein normales sein.” Die Abneigung habe ich auch in mir, obwohl ich in den 80ern als Kind am Ernst-Abbe-Sportfeld zum Fußball ging und nicht ins Stadion an der Alten Försterei. Aber es ist 2015 und nicht 1988. Sich von einem Klub provozieren lassen, der nur durch den Besuch anderer ehemaliger DDR-Oberligavereine überhaupt auf einen Zuschauerschnitt von 1800 in der aktuellen Saison kommt, verstehe ich nicht. Vielleicht sollte jeder mal in sich gehen und die eigenen Reflexe checken. Der Spruch “8:0! Erledigt.” stimmt jedenfalls auch zehn Jahre nach dem legendären Sieg über den BFC nicht.