#356 – Unter den Fittichen von Robert Zulj

Union gewinnt 2:0 gegen Bochum und bleibt damit die gesamte Hinrunde ungeschlagen. Wir diskutieren den Elfer an Sebastian Polter, verschiedene aber gleichzeitig angestimmte Fangesänge und fordern mehr alkoholfreie warme Getränke.

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Wie Urs Fischer auch bei den Mittelstürmern die Anspannung hoch hält

Ein bisschen bin ich froh, dass der Kelch des Vereinsnamens Rotation an Union in der DDR vorbeigegangen ist. Nicht auszudenken, welch gut abgehangenen Wortspiele wir dann jetzt ertragen müssten angesichts der im Ergebnis erfolgreichen Wechsel von Trainer Urs Fischer. Wie dem vom Angreifer Sebastian Polter zu Sebastian Andersson in der Startaufstellung beim 3:1 gegen Darmstadt, dem der Kurier und der Tagesspiegel heute ihre Aufmerksamkeit schenken. Einem Spieler das Vertrauen schenken, der einige unglückliche Szenen, aber ansonsten gute Spiele gemacht hatte, ist das eine. Dafür einen anderen Angreifer draußen zu lassen, der getroffen hat zuletzt, auch wenn er spielerisch Luft nach oben hatte, ist das andere. Diese Baustelle macht sich vielleicht nicht jeder Coach auf. Und dass Urs Fischer das macht, finde ich gut. Denn so wird die Anspannung in der übervollen Offensive hochgehalten.

Urs Fischer und Sebastian Andersson im Spiel gegen Darmstadt, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Warum sind eigentlich Polizisten in den Gästeblock gegangen?

Irgendetwas fühlte sich komisch an, als Joshua Mees beim 4:0 gegen Fürth in der 5. Minute das 1:0 erzielte. Ich konnte nicht jubeln. Kurz zuvor gab es den heftigen Zusammenprall zwischen Suleiman Abdullahi und Maximilian Wittek, bei dem von uns aus nicht sichtbar, ob der Fürther bei Bewusstsein war oder nicht. Wir sahen nur die regungslosen Beine ausgestreckt liegen. Dann plötzlich Gewühl im Gästeblock zwischen Fürther Anhängern und Ordnern und die Polizei, die hineingeht. Und mitten in diese Phase schießt Joshua Mees das 1:0. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein Uniontor so regungslos zur Kenntnis genommen habe.

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Ich muss keinen Sieg gesehen haben, um ein legendäres Spiel zu erkennen

Noch einmal kurz zurück zum Mittwochabend. Ich wurde gestern unzählige Male von Nachbarn und Arbeitskollegen gefragt, ob ich enttäuscht sei über das Ausscheiden im Pokal gegen Dortmund. Und ich verstehe diese Frage einfach nicht. Ich durfte mit meinem großen Sohn Zeuge eines der wohl technisch und kämpferisch brillantesten Unionspiele aller Zeiten sein. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die gezeigt hat, wie man gegen Borussia Dortmund spielen muss. Und ich habe wohl eines der Top Erlebnisse vieler Unionfans mitgemacht, als wir fast die gesamte Pause durchgesungen haben: “FC Union. Unser Liebe. Unsere Mannschaft, unser Stolz!” Enttäuschung? Nein. Traurig? Nur kurz. Ansonsten: Nur Stolz! Ich muss keinen Sieg gesehen haben, um ein legendäres Spiel zu erkennen.

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Das 9:1 gegen Babelsberg zeigt, wie variabel Unions Offensive in Zukunft sein kann

Ich hatte ja beim Test gegen Babelsberg ein zähes Spiel mit einer sich mühenden Mannschaft erwartet, die nicht besonders eingespielt ist, weil vor allem Spieler mit wenig Spielpraxis zum Einsatz kommen. Stattdessen wurde es ein 9:1, bei dem Union mit voller Wucht auf Offensive ging (Spielberichte bei Union auf der Website, der BZ und dem Kurier; Fotos vom Spiel gibt es bei Union in English). Vielleicht ein Versprechen auf die Zukunft, wenn Spieler wie Joshua Mees, Suleiman Abdullahi und auch Sebastian Polter ernsthafte Optionen für die Startelf sind. Union wird dann möglicherweise offensiv noch weniger ausrechenbar. Allerdings glaube ich nicht, dass wir in der Zweiten Liga eine so offensive Ausrichtung von Beginn an sehen werden, weil das im Zweifel zu viele Räume für die gegnerische Mannschaft öffnet. Aber gespannt bin ich tatsächlich auf den Wandel der Spielweise bis Weihnachten, wenn Stück für Stück mehr Spieler zur Verfügung stehen.

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Wenn Sebastian Polter mit seinem Comeback-Tor auch noch das “Tor des Monats” holt, wäre das Märchen perfekt

Ich habe als erste Amtshandlung heute morgen für Sebastian Polter für das Tor des Monats in der Sportschau gestimmt. Schade, dass nur die Tore gezeigt werden. Denn wenn noch die Geschichte von Sebastian Polter mit den 7 Monaten Verletzungszeit und der Diskussion um eine vielleicht noch nicht so treffsichere Offensive vor der Partie dazu erzählt werden würde, könnte Unions Stürmer mit einem Ergebnis rechnen, das jeden Parteitag in den Schatten stellt. Aber so müssen wir alle ran für das Zweite Union-Tor des Monats in der Sportschau-Geschichte (das erste könnt ihr hier sehen inklusive Zersägen der Medaille).

Abstimmen könnt ihr direkt hier.

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Hoffentlich spricht für Urs Fischers Spielvorbereitung mehr Evidenz als für die Erholungsmethoden mancher Spieler

In der englischen Woche zieht die Mannschaft gerade alle Register, um sich rechtzeitig für das Montagsspiel in Ingolstadt zur erholen, wie uns Rafal Gikiewicz zeigt:

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Zu den Fanprotesten gibt es differenzierte Positionen – und absurde Kritik

So ganz bin ich noch nicht darüber hinweg, wie Unions Spiel gegen Kiel am Dienstag gelaufen ist. Und falls jemand Gefahr läuft, das nicht mehr so genau vor Augen zu haben: Steffis Fotos sind immer toll, aber diesmal besonders empfehlenswert.

Manuel Schmiedebach bemüht sich, Kiels Angriffsbemühungen zu neutralisieren. Foto: Stefanie Fiebrig

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#346 – Jakob Busk und seine Möpse

Union gewinnt 2:0 gegen Kiel und am Ende denken wir an Sebastian Polters Tor und lächeln nur versonnen. Zuvor sprechen wir über die Fanproteste und lassen dazu ein bisschen die vergangenen Jahre seit dem Schweigen am 12.12.2012 Revue passieren.

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Das Tor von Sebastian Polter war fast schon kitschig, so geil war es

Selbst für einen Kitsch-Film war das schon fast ein bisschen drüber, was wir gestern beim 2:0 gegen Kiel mit dem Tor von Sebastian Polter erlebt haben. So ein Ende, bei dem der lange verletzte Held kurz vor Schluss das Tor trifft und den Sieg sichert, kennen wir. Aber das per Fallrückzieher? Nachdem er zuerst dramatisch im eins gegen eins am Torhüter scheitert? Da winkt doch jeder Produzent müde ab, der solch ein Drehbuch vorgelegt bekommt. Weil zu unrealistisch. Zu kitschig. Aber ganz ehrlich: Es war geil! Wie Polter mit dem Rücken zum Tor den vom Keeper abgeprallten Ball abschirmt und sich dann waagerecht in die Luft legt. Wahnsinn.

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