Ein fitter Sebastian Polter und ein selbstbewusster Sebastian Andersson: Im Sturm steckt viel Potenzial für die Rückrunde

Der Kicker hat gestern den letzten Teil seiner Rangliste der Zweiten Liga veröffentlicht. Akaki Gogia landete auf der offensiven Außenbahn im Blickfeld und Sebastian Andersson bei den Angreifern (da gab es an Simon Terodde natürlich kein Vorbeikommen). Vergeblich suchte ich aber Sebastian Polter in der Liste. Der Kicker begründete das Fehlen damit, dass er die erforderliche Mindestzahl an Spielen nicht aufwies (mehr als die Hälfte der Spiele eingesetzt). Es fehlte zwar nur eine Partie, aber ich glaube, dass Sebastian Polter insgesamt einfach sehr froh ist, wie sein Comeback verlaufen ist, dass die Rangliste für ihn dann sicher nicht so wichtig ist. In Bild/BZ geht es für ihn dann auch darum, eine gute Vorbereitung mitzumachen, die er im Sommer verletzungsbedingt nicht im normalen Umfang hatte.

Sebastian Andersson und Sebastian Polter wissen, wo das Tor steht, Foto: Matze Koch

Sebastian Andersson und Sebastian Polter wissen, wo das Tor steht, Foto: Matze Koch

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Wie Urs Fischer auch bei den Mittelstürmern die Anspannung hoch hält

Ein bisschen bin ich froh, dass der Kelch des Vereinsnamens Rotation an Union in der DDR vorbeigegangen ist. Nicht auszudenken, welch gut abgehangenen Wortspiele wir dann jetzt ertragen müssten angesichts der im Ergebnis erfolgreichen Wechsel von Trainer Urs Fischer. Wie dem vom Angreifer Sebastian Polter zu Sebastian Andersson in der Startaufstellung beim 3:1 gegen Darmstadt, dem der Kurier und der Tagesspiegel heute ihre Aufmerksamkeit schenken. Einem Spieler das Vertrauen schenken, der einige unglückliche Szenen, aber ansonsten gute Spiele gemacht hatte, ist das eine. Dafür einen anderen Angreifer draußen zu lassen, der getroffen hat zuletzt, auch wenn er spielerisch Luft nach oben hatte, ist das andere. Diese Baustelle macht sich vielleicht nicht jeder Coach auf. Und dass Urs Fischer das macht, finde ich gut. Denn so wird die Anspannung in der übervollen Offensive hochgehalten.

Urs Fischer und Sebastian Andersson im Spiel gegen Darmstadt, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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#354 – Der Schmiedebach des Tages

Union gewinnt 3:1 gegen Darmstadt. Ein Spiel, dass vom bundesweiten Stimmungsboykott geprägt war. Dafür hat sich Sebastian Andersson mit Toren wieder Selbstvertrauen geholt und wir feiern Manuel Schmiedebach.

Manuel Schmiedebach im Zweikampf gegen Johannes Wurtz, Foto: Foto: SF/Matze Koch

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Ich muss keinen Sieg gesehen haben, um ein legendäres Spiel zu erkennen

Noch einmal kurz zurück zum Mittwochabend. Ich wurde gestern unzählige Male von Nachbarn und Arbeitskollegen gefragt, ob ich enttäuscht sei über das Ausscheiden im Pokal gegen Dortmund. Und ich verstehe diese Frage einfach nicht. Ich durfte mit meinem großen Sohn Zeuge eines der wohl technisch und kämpferisch brillantesten Unionspiele aller Zeiten sein. Ich habe eine Mannschaft gesehen, die gezeigt hat, wie man gegen Borussia Dortmund spielen muss. Und ich habe wohl eines der Top Erlebnisse vieler Unionfans mitgemacht, als wir fast die gesamte Pause durchgesungen haben: “FC Union. Unser Liebe. Unsere Mannschaft, unser Stolz!” Enttäuschung? Nein. Traurig? Nur kurz. Ansonsten: Nur Stolz! Ich muss keinen Sieg gesehen haben, um ein legendäres Spiel zu erkennen.

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Das Knie: Michael Parensen verletzt sich im Training

Michael Parensen hat sich gestern beim Training am Knie verletzt. Das ist DAS Thema der Berliner Medien und ich würde lügen, wenn mir diese Geschichte nicht auch nahe ginge. Denn der Abwehrspieler ist mehr als nur ein Fußballspieler. Er symbolisiert all das, was Union in den vergangenen zehn Jahren erreicht hat. Als er kam, war der Stadionbau noch nicht fertig. Damals ging es mit dem Neubau der Stehplatztraversen darum, den Fußball-Standort Alte Försterei überhaupt zu erhalten. Jetzt geht es beim Stadionausbau darum, die Kapazität nahezu zu verdoppeln. Damals ging es um den Aufstieg in die Zweite Liga. Heute klopft Union an die Tür zur Bundesliga. Michael Parensen war immer dabei. Und zwar nie mit weniger als hundert Prozent. Ich wünsche ihm, dass die Knieverletzung nicht so langwierig ist, wie befürchtet wird.

Michael Parensen verletzte sich beim Training am Knie, Foto: Matze Koch

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#347 – Stille Nacht in Ingolstadt

Union gewinnt mit einer beeindruckenden Offensivleistung 2:1 in Ingolstadt, schießt aber gar nicht so viele Tore, wie die Mannschaft hätte erzielen können.

Andy Gogia nach seinem Tor zum 2:0 in Ingolstadt, Foto: Matze Koch

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Bei der Kritik an der Offensive geht ein bisschen unter, dass Union aktuell die beste Defensive der Liga hat

Auch mal ein Spiel zumachen. Das ist das größere Thema heute nach dem 1:1 in Bielefeld und vor dem Heimspiel morgen Abend gegen Kiel. Denn schließlich hat Union die vergangenen zwei Spiele jeweils geführt und dann doch nur einen Punkt mitgenommen. Aber so einfach ist das nicht. Da ist nicht einfach ein Schalter, der umgelegt werden kann. Die Berliner Zeitung arbeitet heraus, dass beispielsweise mit Suleiman Abdullahi ein Konterspieler als Einwechsler aktuell nicht zur Verfügung steht.

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Es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, sondern wo du bist

Simon Hedlund lächelt, streckt seinen Arm nach hinten über das Sofa aus und schlägt die Beine übereinander. Er sinkt in die Kissen als wären sie Treibsand. Neben ihm sitzt Sebastian Andersson, den Rücken deutlich gerader haltend, etwas nach vorn gelehnt und mit seinen Knien eng aneinander. Es ist ein kleines Sofa. Ihre Beine berühren sich nicht, aber fast. Andersson trägt Straßenklamotten, Hedlund einen Trainingsanzug. Beide lächeln weiter. Ob sie es wirklich sind oder nicht: Aber immerhin erscheinen Unions Schweden entspannt, zufrieden und so, als hätten sie Spaß. “Wetter wie in England”, sagt Hedlund. Und er hat recht damit. Es liegt eine Feuchtigkeit in der Luft, die die Trainingseinheit gerade eben sehr viel angenehmer gemacht hat.

Simon Hedlund nach seiner Verpflichtung durch Union 2016, Foto: Matze Koch

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It doesn’t matter where you’re from, really. It’s where you’re at.

Simon Hedlund smiles, stretches his left arm out along the back of the sofa and crosses his legs broadly. He sinks back into it like it is quicksand. Sebastian Andersson is sat next to him, his back perceptibly straighter, leaning slightly forward, his knees together. It’s a small sofa, their legs don’t touch but they are close. He’s in his civvies, Hedlund in his tracksuit. They keep smiling. They may not be, of course, but they look relaxed and happy and like they are having fun. “It’s English weather,” says Hedlund, which it is. There is drizzle in the air, and it made things a damn sight more pleasant during the training session they’ve just finished.

Simon Hedlund after being signed in 2016, Foto: Matze Koch

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Mit dem 4:1 gegen St. Pauli hat Union die vergangene Saison endgültig hinter sich gelassen

“Oh Mist, den hat er nicht richtig getroffen”, dachte ich, als Sebastian Andersson kurz vor Spielende diesen wunderschönen Pass von Robert Zulj nahm, den ihm Manuel Schmiedebach durchgelassen hatte. Ein paar Momente später reckte ich beide Fäuste Richtung Spielfeld. Und es war mir egal, ob der schwedische Angreifer den Ball so treffen wollte. Denn er hatte ihn perfekt getroffen. Union hatten beim 4:1 gegen den FC St. Pauli hatte ähnlich wie beim Pokalspiel in Jena die Tore immer dann erzielt, wenn sie sie brauchten. Oder wie mir Daniel in seiner unnachahmlichen Nerd-Sprache nach dem Spiel sagte: “Das dürfte wohl das Spiel gewesen sein, in dem Union am höchsten über der Expected-Goal-Rate lag.” (Das war übrigens tatsächlich so.)

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