Urs Fischer reduziert das Saisonziel nicht auf den Tabellenplatz, sondern es geht ihm um mehr

Ich habe mir vorhin die fast halbstündige Pressekonferenz mit Urs Fischer auf AFTV (und wer keinen Account hat, hier gibt es sie auch auf Facebook) angesehen. Das war noch einmal wie ein neues Kennenlernen mit dem Trainer, der sichtbar im Laufe der Veranstaltung aufgetaut ist. Deutlich spürbar war das in dem Moment, in dem er auf das Angeln angesprochen wurde. Er hatte die Wochen zuvor nicht mehr als Hotel, Büro oder Trainingsplatz gesehen. “Das muss man sich so vorstellen, dass ich dann wirklich komplett abschalte. Dann vergesse ich wirklich für diese paar Stunden jegliches, was in meinem Kopf über Fußball herrscht. Aber sobald ich wieder im Auto sitze, ist es wieder da.”

Screenshot: AFTV

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London auf Rot

Während ich gerade schon am Ufer eines Sees in der Uckermark sitze, sind einige Unioner noch auf der Reise nach London zum Spiel gegen QPR, das heute 15.30 Uhr angepfiffen wird. Durch Flugausfälle kam es großen Anreiseschwierigkeiten. Ich hoffe, dass so viele wie möglich trotzdem irgendwie einen Weg gefunden haben, um in London dabei zu sein. Highlights des Spiels wird es auf AFTV geben.

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Aus den bisherigen Transfers ergibt sich eine einfache Frage: Was ist eigentlich das sportliche Ziel für die nächste Saison?

Bei Bild/BZ gibt es heute ein Interview mit Ken Reichel, der mit Familie komplett nach Berlin ziehen wird. Ich weiß nicht, ob ich der Erzählung von der Heimkehr nach Berlin unbedingt folgen möchte. Dazu ist Berlin als Ganzes doch nicht Heimat, sondern eher der Teil, in dem man wohnt. Bei Rudow und Gropiusstadt hat er als Jugendlicher gespielt. Das ist zumindest geographisch nicht sooo weit von Köpenick entfernt. Aber wir sind uns sicherlich alle einig, dass die Herkunft bei der Verpflichtung auch keine Rolle gespielt hat.

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Im Windschatten von Hannover und Stuttgart angreifen

Keine Verletzten, das Wetter meistens perfekt. Mit dem Trainingslager kann Union und auch Trainer Jens Keller zufrieden sein. Und im Mediengespräch scheint sich auch die offizielle Sprachregelung des Vereins für die kommende Saison herauskristallisiert haben: Im Windschatten der Bundesliga-Absteiger aus Hannover und Stuttgart würde Union gerne aus der Verfolgergruppe mit ähnlich starken Teams angreifen.

Union-Präsident Dirk Zingler beim Testspiel gegen Watford im Trainingslager, Foto: Matze Koch

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Union will raus aus der Komfortzone

Ich stehe darauf, mir persönlich richtige und greifbare Ziele zu setzen. Und deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass Union das sportliche Vorhaben für diese Saison klar kommuniziert. “Es gilt, das Vorjahresergebnis zu verbessern. Und das heißt: erster bis sechster Platz”, sagte Norbert Düwel gestern beim Trainingsauftakt allen gut 5.000 Besuchern (Berichte von Morgenpost, Kurier und Bild/BZ, Bilder gibt es von Steffi, unveu.de und union-foto.de).


Foto: Hupe/union-foto.de

Es ist nicht so, dass das eine spontane Entscheidung des Trainers war, diese Botschaft gestern ins Mikrofon zu sprechen. Union hat lange mit sich gerungen, wie die Mannschaft aus der berühmten “Komfortzone” geholt werden kann. Gemeint ist damit das Gefühl, dass es dem Team vermeintlich genug war, mal oben zu schnuppern. Zu oft endete für Union die Saison gut zehn Spieltage vor Ende mit einem Austrudeln, weil nach oben und unten nichts mehr passieren konnte. Zumal die Qualität des Kaders (und auch der Verdienst mancher Akteure) durchaus mehr versprach und die Verantwortlichen im Forsthaus frustriert zuschauen mussten, wie einmal Braunschweig und letztes Jahr Darmstadt vorbeizogen. In der Vergangenheit gab es zwar intern kommunizierte Ziele, aber die wurden nicht medial weitergegeben, um keinen unnötigen Druck auf das Team aufzubauen. Diesen Weg hat Union verlassen.

Das Ziel Platz 1 bis 6 beinhaltet das, was gemeinhin unter “oben angreifen” verstanden wird. Das ist die Spitzengruppe der Zweiten Liga. Ich glaube, dass diese offene Kommunikation sich nicht nur an Medien und intern an die Mannschaft richtet. Die Botschaft dürfte auch eine für die Leute auf den Rängen sein. Für die vielen, denen Zweite Liga vielleicht ausreicht und die gar keine Lust auf das ganze Brimborium in der Bundesliga haben.

Trainingsauftakt 15/16
Foto: Stefanie Fiebrig

Seit über einem Jahr streut die Vereinsführung klar das Ziel: “Wir wollen in die Bundesliga.” Das hat einen starken finanziellen Anreiz. Aber ein Jahr Bundesliga hätte zudem eine Auswirkung auf die deutschlandweite Wahrnehmung des Vereins. Für Sponsoren ebenso wie für andere Spieler und naturgemäß auch für ehemalige und neue Fans. Es wäre schon etwas anderes, wenn Union gegen Dortmund spielt statt gegen Heidenheim.

Deshalb ist für mich die spannendste Frage in dieser Saison: Wie sehr sind alle bereit, sich auf diesen Weg einzulassen? Dafür müssen alle (auch die Fans) ihre “Komfortzone” verlassen. Wie sehr sind alle bereit, dieses neue große, gemeinsame Ziel mitzutragen, nachdem das alte (Stadionbau) abgeschlossen wurde?

Als Belohnung winkt vielleicht ein weiterer Stadionausbau 😄

Teve150 – Mit Tschipski in die Bundesliga

Ein Auswärtssieg im letzten Saisonspiel und schon erscheint die Saison im anderen Licht.

VfL Bochum - 1. FC Union 2012/13
Foto: Koch

On Air:

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Das Spiel

00:01:47

Neururer ohne blau-weiße HaareZuschauer mit Bart-ChereoPeter, der Messias bleibt beim VfLLothar Matthäus wird nicht Trainer beim 1. FC KölnErste Halbzeit war langweiligUnion hat das Saisonziel erreichtSkrzybski hat einen großen Anteil am ersten TorDer Alptraum von Kommentatoren: Von Steven Skrzybski bis zu Erol ZejnullahuZweite Halbzeit war gutTusche mit dem Lattentreffer des MonatsKreuzbandriss bei Björn JopekLachmann-Test.

Nächstes Saisonziel

00:18:00

Einspieler mit O-Ton von Baris Özbek, der in die Bundesliga willUnion gibt Ziele sonst eher defensiv ausNeuhaus wollte sich nicht mehr nur schützend vor seine Spieler stellenVerpflichtung von Mario Eggimann gibt Özbek rechtEggiman war Mister X auf der WebcamAchtung, Führungsspielerdiskussion!.

Kaderplanung

00:37:58

Was ist los mit Silvio?Gero verklärt NemecIm Sturm steckt der WurmAuch Terodde spielt nicht konstant.

Wer kommt in die Zweite Liga?

00:46:01

Düsseldorf kommt zu UnionKommt Karl zurück, wenn Kaiserslautern nicht aufsteigt?Dresden oder Osnabrück60 Jahre Dynamo und immer sind die anderen schuldPele tanzt den Wollitz und fliegt danach bei Osnabrück raus.

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