Ein halbwegs versöhnlicher Abschluss einer verkorksten, katastrophalen Saison

Natürlich konnten die letzten beiden Siege die Saison nicht retten, sondern nur das Schlimmste verhindern. Und es ist nicht, als hätte man nicht auch gestern in Dresden gesehen, dass die Mannschaft sportliche Baustellen hat. Aber trotzdem hilft ein 1-0 in Dresden, mit einem etwas besserer Gefühl in die Sommerpause und die Aufarbeitung der Saison zu gehen. Diese Aufarbeitung darf deswegen aber natürlich nicht weniger stringent ausfallen.

Update von 15:30 Uhr: Diese Aufarbeitung hat im ersten Schritt ergeben, dass André Hofschneider nicht über das Saisonende hinaus Trainer sein wird, Lutz Munack in Zukunft nicht mehr für die Profiabteilung, sondern das Nachwuchsleistungszentrum und den Amateurfußball zuständig ist und die Position von Helmut Schulte als ‘Leiter der Lizenzspielerabteilung’ neu besetzt wird.

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Teve149 – 1000 Jahre Sören Brandy

Der letzte Heimspieltag ist vorbei. Ein 2:1 gegen den MSV Duisburg, das sicherlich bald schon vergessen ist. Ganz im Gegensatz zur Verabschiedung von langjährigen Spielern wie Daniel Göhlert und Christoph Menz.


Foto: Koch

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Das Spiel

00:03:09

Einspieler mit O-TönenErwarten Sie nüschtJan prophezeit das SpielKopfballungeheuer QuiringSkrzybski bringt nach Einwechslungen immer Unruhe und taucht abMattuschka ist eine coole SauQuiring hätte sich über Rot nicht beschweren dürfenBrandy kommt schon seit 1000 Jahren an die Alte Försterei (Kiel, Paderborn, Duisburg) und hatte mal eine folgenschwere Begegnung mit Daniel ErnemannParensen ist nicht weiter aufgefallen, hatte nur 41 Ballkontakte. Die meisten hatte Mattuschka mit 61..

Spielerverabschiedung

00:32:20

Einspieler mit O-TönenHöttecke wird von Fans eher ausgeklammert, aber vom Verein anständig verabschiedetKilian Pruschke ist ein kleiner Torwart, wir wünschen ihm eine große KarriereChristian Fiedler ist einen Zentimeter kleiner und hat Bundesliga gespieltDer Abschied von Christoph Menz geht uns naheZoundi geht mit fröhlichem Gesicht und wird gerufen wie Robert HuthGöhlert zieht es zurück in die HeimatGallegos hat Verletzungspech gehabt, aber dann auch in der Zweiten Mannschaft nicht überzeugt.

Saisonfazit

01:02:27

EinspielerDie Sommerpause ist viel zu kurz (Rahmenterminkalender). Erster Spieltag schon am 19. JuliUnion hat seit dem Aufstieg nur Auswärtspartien am letzten Spieltag gehabt. Wir protestieren.Robert will mehr singen und gelobt dasKaufmännisch-organisatorischer Leiter der Lizenzspielerabteilung klingt wie die Titelaufreihung von Erich HoneckerUns ist egal, welche Vereine nächste Saison in der Zweiten Liga spielen.

Union-Matrjoschkas aus Prag

01:20:16

Gero gibt TippsUnion-Tickets sollen überall zu kaufen seinUnion-Matrjoschkas.

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Die Neuverpflichtungen werden spannend.

Die Saison ist fast zu Ende. Jetzt könnten Trainer oder Spieler ein Fazit ziehen. Wir haben uns aber gedacht, wir überlassen das den Journalisten, die Union das ganze Jahr über verfolgt haben. Bis zum letzten Spieltag in Karlsruhe wird jeden Tag ein Berliner Sportjournalist beim Textilvergehen sein Saisonfazit ziehen. Bereits zu Wort gekommen sind Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Sebastian Stier (Tagesspiegel), Jürgen Schulz (BZ/Taz), Matze Koch (freier Journalist und Fotograf), Klaus-Dieter Vollrath (Bild) und Matthias Wolf (Berliner Zeitung).

Michael Färber (Berliner Morgenpost) verfolgt Union seit 1999.

Dass die Saison schwer werden würde, war allen klar. Es konnte aber keiner damit rechnen, dass es so schwer werden würde wie nach der Hinrunde, als Union kurz vor den Abstiegsplätzen stand und mit vielen Verletzten zurechtkommen musste. Im Endeffekt ging es für den Verein im zweiten Jahr nur darum, über dem Strich zu bleiben. Das haben sie geschafft. Eine Entwicklung in der Mannschaft sehe ich eher nicht. Es ist nach wie vor das kämpferische Potential da, aber spielerisch hat sich seit dem Aufstieg wenig verbessert.

Entscheidend für die nächste Saison ist, wer als Ersatz für die Abgänge geholt wird. Entweder man holt mit acht Spielern die gleiche Quantität. Das bedeutet bei gleichbleibendem Etat, dass die Qualität nicht steigen wird. Oder Union holt drei maximal vier wirkliche Kracher und gibt ein bisschen Geld dafür aus. Sollten die sich dann mal verletzen oder wegen einer Sperre fehlen, wird es natürlich personell schon wieder eng. Ich denke, es wird spannend zu sehen, wen Christian Beeck und Uwe Neuhaus im Visier haben und wer tatsächlich an die Alte Försterei kommt.

Ob Union von dem Jahr mit Hertha BSC profitiert hat, lässt sich schwer sagen. Die Berührungspunkte der beiden Vereine sind zu gering. Zwei Derbys reichen einfach nicht aus, um von Hertha BSC zu profitieren. Zumal Union vieles oder vielleicht auch alles versucht hat, um sein eigenes Ding weiterzumachen. Was grundsätzlich nicht verkehrt ist. Aber Union müsste insgesamt offensiver werden, um sich bekannter in der Stadt zu machen.

Die Fans wollen auch mal oben kratzen.

Die Saison ist fast zu Ende. Jetzt könnten Trainer oder Spieler ein Fazit ziehen. Wir haben uns aber gedacht, wir überlassen das den Journalisten, die Union das ganze Jahr über verfolgt haben. Bis zum letzten Spieltag am 15.Mai in Karlsruhe wird jeden Tag ein Berliner Sportjournalist beim Textilvergehen sein Saisonfazit ziehen. Bereits zu Wort gekommen sind Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Sebastian Stier (Tagesspiegel), Jürgen Schulz (BZ/Taz), Matze Koch (freier Journalist und Fotograf) und Klaus-Dieter Vollrath (Bild).

Matthias Wolf (freier Autor für die Berliner Zeitung) verfolgt Union seit 1996.

Ich bin der Ansicht, dass man diese Saison das Ziel hatte, sich spielerisch weiterzuentwickeln. Das ist nicht gelungen. Der Verein hat 20 Prozent mehr Geld in die Mannschaft gesteckt, aber nicht 20 Prozent mehr Leistung bekommen. Jetzt reagiert Union. Man trennt sich von acht Spielern, darunter Mitläufer aber auch Karim Benyamina, ein Publikumsliebling. Das ist schmerzhaft für die Fans. Aber als neutraler Beobachter kann man das nachvollziehen, weil Karim Benyamina an seiner Obergrenze gespielt hat und spielerisch der Mannschaft keine neuen Impulse geben konnte. Es ist ein Risiko, das der Verein fährt. Aber aus meiner Sicht ist es einen Versuch wert.

Man sagt ja jedes Jahr, dass die zweite Liga stärker wird. Mir ist das egal. Aber die zweite Liga hat einen großen Vorteil für Vereine wie Union: Sie hat nur zwei Absteiger. Früher waren es noch vier. Ich mache mir deswegen keine Sorgen um den Verein. Union wird auch nächstes Jahr auf jeden Fall die Klasse halten. Die interessante Frage ist: Wann kommen wir an dem Punkt, wo es den Menschen hier bei Union, die sehr genügsam und mit wenig zufrieden sind, nicht mehr reicht? Ich glaube, dass wir nächste Saison an diesen Punkt kommen, wo sich keiner mehr nur über den Klassenerhalt freut. Die Leute wollen perspektivisch auch mal oben kratzen.

Man darf immerhin nicht vergessen, was Christian Beeck auch vor kurzem gesagt hat. Er hatte eigentlich diesen Dreijahresplan, nach dem man im dritten Jahr oben mitspielen wollte. Davon hat man sich getrennt. Das ist sehr schade. Ich denke, dass die Fans über kurz oder lang zumindest oben mitspielen wollen. Das liegt auch nicht nur am Etat. Erstaunlicherweise hat Energie Cottbus dieses Jahr einen Etat von rund 13 Millionen Euro und hat diese Saison oben mitgespielt. Man sollte sich mal fragen, woran das liegt. Ich kann die Frage nicht beantworten, da ich nicht weiß, wie die Ausgabenseite in Cottbus im Vergleich zu der bei Union ist. Aber ich glaube, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder Vereine gab, die mit wenig Geld oben mitgespielt haben, mit Leidenschaft und Begeisterung. So wie in dieser Saison das Beispiel Erzgebirge Aue gezeigt hat. Warum nicht? Man muss “nur” richtig einkaufen und man muss hier bei dem einen oder anderen, der schon etwas länger im Verein ist, wieder das Feuer der Leidenschaft wecken.

Mir wird ein Paul Thomik fehlen.

Die Saison ist fast zu Ende. Jetzt könnten Trainer oder Spieler ein Fazit ziehen. Wir haben uns aber gedacht, wir überlassen das den Journalisten, die Union das ganze Jahr über verfolgt haben. Bis zum letzten Spieltag am 15.Mai in Karlsruhe wird jeden Tag ein Berliner Sportjournalist beim Textilvergehen sein Saisonfazit ziehen. Bereits zu Wort gekommen sind Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Sebastian Stier (Tagesspiegel), Jürgen Schulz (BZ/Taz) und Matze Koch (freier Journalist und Fotograf).

Klaus-Dieter Vollrath (Bild) verfolgt Union seit 2000.

Aufgrund der wirtschaftlichen Bedingungen, die der 1.FC Union hat, wurde nicht nur eine durchwachsene, sondern eine ordentliche Saison gespielt. Auch wenn es zwischendurch grausame Partien und wenig Heimsiege gab. Gerade letzteres hatte Union immer ausgezeichnet. Trotzdem kann und muss der Verein mit diesem Ergebnis zufrieden sein.

Was den Kader betrifft, sehe ich im Sturm durch den Wegfall von Benyamina eine schwere Aufgabe auf Union zukommen. Das wird nicht einfach, angemessenen Ersatz zu finden. Halil Savran hat dort noch nicht geschafft, was er erreichen wollte. Auf den anderen Positionen sollte etwas gepackt werden, wobei mir persönlich von der Spielanlage her ein Paul Thomik fehlen wird.

Grundsätzlich finde ich es erst einmal gut, dass Union das schwierige zweite Jahr überstanden hat. Ich glaube auch, dass sich der Verein längerfristig mit einfachen Mitteln, mit viel Kampf, vielleicht auch kleinen Überraschungen in der zweiten Liga festsetzen wird. Ich wage es zu bezweifeln, dass Union in diesem Jahr einfach nur Glück mit den schwachen Mannschaften unten hatte.

Ohne Mattuschka läuft spielerisch nichts.

Die Saison ist fast zu Ende. Jetzt könnten Trainer oder Spieler ein Fazit ziehen. Wir haben uns aber gedacht, wir überlassen das den Journalisten, die Union das ganze Jahr über verfolgt haben. Bis zum letzten Spieltag am 15.Mai in Karlsruhe wird jeden Tag ein Berliner Sportjournalist beim Textilvergehen sein Saisonfazit ziehen. Bereits zu Wort gekommen sind Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Sebastian Stier (Tagesspiegel) und Jürgen Schulz (BZ/Taz).

Matze Koch (freier Journalist und Fotograf) verfolgt Union seit 1999.

Zuerst möchte ich Union zum Klassenerhalt gratulieren. Dazu muss man aber auch sagen, dass das Saisonziel zunächst überhaupt nicht offiziell benannt wurde. Am Anfang hat man sich immer geweigert, eins bekanntzugeben. Eigentlich konnte es nur der Klassenerhalt sein. Und irgendwann wurden Fans und Journalisten die 40 Punkte „untergejubelt“, die natürlich mit dem Klassenerhalt verbunden sind. Hätte man das von Anfang an gesagt, wären die Erwartungen vielleicht nicht so groß gewesen.

Letztendlich ist vielleicht bei den Mitteln, die Union zur Verfügung stehen, mehr einfach nicht möglich. Aber das ist spekulativ. Ich glaube aber auch, dass einige Spiele wirklich langweilig waren. Da traf der Begriff des Vergangenheitsfußballs von Pele Wollitz bisweilen zu. Mit einem superdefensiven Mittelfeld wie in Cottbus oder nur einem Stürmer hat Union in dieser Saison oft genug gespielt. Das war wirklich nicht so attraktiv.

Spielerisch läuft bei Union gar nichts, wenn Torsten Mattuschka einen schlechten Tag hat. Und den hatte er in der Rückrunde einige Male. Santi Kolk kann ihn nicht entlasten, weil er aufgrund seiner ständigen Verletzungen immer noch nicht angekommen ist. Spielerisch ist tatsächlich noch Handlungsbedarf. Da müsste jemand kommen, der noch aushelfen kann. Von den jungen Spielern kann man da nicht so viel erwarten, obwohl ich mich sehr über Christopher Quirings Tor im letzten Spiel gefreut habe. Aber er benötigt noch einige Zeit, und ob da spielerisch von ihm etwas zu erwarten ist, muss man abwarten.

Was den vermuteten Umbruch angeht, habe ich einmal spekuliert, dass man von dem Geld der acht Abgänge drei richtige Kracher holen könnte. Der Teammanager hatte aber schon gesagt, dass so etwas bei Union eher nicht zu erwarten ist, weil das bei Union nicht ins Gehaltsgefüge passen würde. Aber sie müssen Spieler holen, die die Marschrichtung bestimmen können. Da weiß ich nicht, wer das sein könnte. Union will ja wieder nur ablösefreie Spieler verpflichten. Deshalb hätte ich Paul Thomik zum Beispiel nicht gehen lassen. Da fehlt mir auch die Begründung, warum er gehen muss. Er ist nicht schlechter als die anderen auf der rechten Außenbahn. Die sind vielleicht einfach nur billiger.

Für die nächste Saison wird Uwe Neuhaus alles daran setzen, dass es kein schweres Jahr wird und wieder Mitte bis Ende April der Klassenerhalt gefeiert werden kann. Aber momentan muss man schon damit rechnen, dass es sehr schwierig wird. Schließlich muss sich die Struktur der Mannschaft völlig neu bilden. Man braucht neue Leitwölfe neben Madouni und Mattuschka. Da müssen Jungs ran, die auch etwas sagen können und wollen.

Die Verletzten kosteten eine bessere Plazierung.

Die Saison ist fast zu Ende. Jetzt könnten Trainer oder Spieler ein Fazit ziehen. Wir haben uns aber gedacht, wir überlassen das den Journalisten, die Union das ganze Jahr über verfolgt haben. Bis zum letzten Spieltag am 15.Mai in Karlsruhe wird jeden Tag ein Berliner Sportjournalist beim Textilvergehen sein Saisonfazit ziehen. Bereits zu Wort gekommen sind Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Sebastian Stier (Tagesspiegel).

Jürgen Schulz (freier Autor für Taz und BZ) verfolgt Union seit 1992

Ich fand den Anfang spielerisch nicht einmal schlecht, aber mitunter hatte Union doch ziemliche Durchhänger. Da hat mich die Mannschaft nicht mehr überzeugt. Ich glaube, dass sich da bemerkbar gemacht hat, dass Santi Kolk gefehlt hat. In der Phase ist das spielerische Element einfach zu kurz gekommen. Auch Michael Parensen hat lange gefehlt, von dem ich sehr viel halte. Mir waren dann einfach zu viele hohe Bälle im Spiel. Wenn man das Mittelfeldspiel mit Fürth oder Aachen vergleicht, dann läuft dort der Ball einfach besser durch die Reihen. Bei Union ist mir mitunter noch zuviel Hauruck dabei gewesen.

Insgesamt muss man aber sagen, dass das zweite Jahr überhaupt nicht schwierig war. Ich hätte erwartet, dass Union bis zum letzten Spieltag in Karlsruhe braucht, um eine Entscheidung im Kampf um den Klassenerhalt herbeizuführen. Aber das liegt meiner Meinung nach auch daran, dass vier Mannschaften im Keller stehen, die so schwache Auftritte geliefert haben, dass es fast ein Armutszeugnis für die zweite Liga ist. Da hat Union auch Glück gehabt, dass ein Quartett so nach unten weggebrochen ist. Sonst wäre es bestimmt härter geworden.

Aber der Klassenerhalt ist völlig okay und zudem wurde er vorzeitig geschafft. Auch wenn ich gehofft hatte, dass Union vielleicht einen einstelligen Tabellenplatz schafft. Der wäre auch drin gewesen. Aber die vielen Verletzten hat man dann doch schon gemerkt. Im nächsten Jahr wird es deutlich schwieriger, die Klasse zu halten. Union weiß das aber auch und führt jetzt einen Umbruch herbei mit acht Spielern, die gehen. Ich bin mir sicher, dass sie die Chance nutzen, um eine entsprechende Mannschaft zusammenzustellen.

Jedes Zweitligajahr ist ein gewonnenes Jahr.

Die Saison ist fast zu Ende. Jetzt könnten Trainer oder Spieler ein Fazit ziehen. Wir haben uns aber gedacht, wir überlassen das den Journalisten, die Union das ganze Jahr über verfolgt haben. Bis zum letzten Spieltag am 15.Mai in Karlsruhe wird jeden Tag ein Berliner Sportjournalist beim Textilvergehen sein Saisonfazit ziehen. Bereits zu Wort gekommen ist Mathias Bunkus (Berliner Kurier).


Sebastian Stier (Tagesspiegel) verfolgt Union seit 2010.

Ich denke, dass Union mehr als das Saisonziel erreicht hat. Wenn man im Winter gedacht hätte, dass die Mannschaft sich im April schon aller Abstiegssorgen entledigt hätte, dann hätte man hier wahrscheinlich jeden für verrückt erklärt. Die Rückrunde war dagegen absolut überzeugend. Ich denke, dass es für einen Verein wie Union nur gegen den Abstieg gehen kann. Alles andere wäre Träumerei. Und genau das hat die Mannschaft, der gesamte Verein in diesem Jahr extrem souverän erledigt. Sie haben eine super Rückrunde gespielt und sind völlig verdient in der Klasse geblieben.

Die Frage nach der Entwicklung der Mannschaft ist schwierig. In Berlin ist das natürlich immer so, dass die Erwartungshaltung an die Mannschaft immer ein bisschen höher ist als woanders. Dass nach einer starken Debütsaison auf eine Mannschaftsentwicklung gehofft wird, halte ich für normal. Ich denke, dass Spieler im Verein sind, die noch Entwicklungspotential haben und das wahrscheinlich Zukunft auch abrufen können. Aber mit dem Kader, wie er im Sommer zusammengestellt wurde und wie er sich präsentiert hat, ist eben nur diese Art von Fußball möglich. Das muss nicht immer etwas schlechtes sein. Es wäre ja völlig vermessen zu glauben, dass jeder Verein Fußball spielen lassen kann wie der FC Barcelona oder die Spitzenteams der Bundesliga. Da sollte man schon bei den Sachen bleiben, die die Spieler auszeichnen und stark machen. Ich denke, da hat Union schon sein Optimum herausgeholt.

Für die nächste Saison erwarte ich normale Veränderungen im Kader. Zwar gibt man acht Spieler ab. Das klingt nach einer ganzen Menge. Letztendlich sind das aber auch Spieler, die außer Dominic Peitz sportlich nicht mehr die größte Rolle gespielt haben. Dafür werden neue Spieler kommen. Die muss man integrieren, was nicht immer so einfach ist, wie der Verein in der Hinrunde selbst erfahren durfte. Das wird ein bisschen Zeit brauchen. Aber für Union wird es nie eine Rolle spielen, wie sich die zweite Liga zusammensetzt. Denn für den Verein wird es immer gegen den Abstieg gehen und jedes Jahr in der zweiten Liga ist ein gewonnenes Jahr für den 1.FC Union.

Teve064 – Saisonziel erreicht. Alles muss raus.

Früher war mehr Lametta. Jedenfalls wurde dieses Mal der Klassenerhalt weniger euphorisch gefeiert als noch im letzten Jahr. Vielleicht lag es daran, dass vor der Partie gegen Ingolstadt schon der Verbleib in der 2.Liga feststand. Vielleicht aber auch daran, dass Union nie richtig im Abstiegskampf steckte, sondern sich die Saison über nur nie richtig von ganz unten befreit hat. Wir diskutieren anhand einer Äußerung von Chinedu Ede über die Bewertung der Saisonleistung von Union. Auslöser dafür war die Beschwerde von Uwe Neuhaus und Christian Beeck über eine Meinungsäußerung des freien Journalisten Matze Koch:
Doch insgesamt gesehen spielt die gesamte Mannschaft eine sehr bescheidene Saison.
Quelle: sports-kick.de
Ein dritter Schwerpunkt neben der Nachbetrachtung des Spiels ist ein Angebot, das gerade bei Union vielen sauer aufstößt. Bei Groupon wurden Tickets für das Match gegen Ingolstadt verramscht.

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