Eine Woche zum vergessen oder lernen

Union macht in Düsseldorf kein gutes Spiel, führt trotzdem 2-0, nur um am Ende nur mit einem Unentschieden dazustehen. Frustrierend ist eins der netten Adjektive, mit denen man diesen Nachmittag zusammenfassen kann.

Was hatte Jens Keller mit diesem Spiel vor? Photo: Tobi/unveu.de


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Was hat sich mit zwei Niederlagen geändert?

The state of the Union is strong. Immer noch. Erst recht, wenn man Union mit der Union vergleicht, um die es in dem Satz eigentlich sonst geht.
Damit ‘Hallo’ von der Urlaubsvertretung. Bitte richtet Beschwerden nicht an Sebastian.

Redondo Christ Redeemer

Kenny Prince Redondo kann Union gegen Aue nicht erlösen. Photo: Tobi/unveu.de

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Fußballfans und Deutsche Bahn: Eine komplizierte Beziehung

Nachdem Frankfurt gestern 1:0 in Nürnberg gewonnen hat, darf Union also in der nächsten Saison erneut probieren, gegen die Franken zu gewinnen. Relegation ist, wenn der Zweitligist verliert (vielleicht deshalb ehrlicherweise einfach nur zwei Aufstiegsplätze vergeben). Heute wird klar, ob das auch nach unten gilt, wenn Duisburg zu Hause versucht, das 0:2 aus dem Hinspiel gegen Würzburg auszugleichen. Mit dabei Ex-Unioner Robert Wulnikowski im Tor der Würzburger (Kurier). So sah der Keeper übrigens vor über 12 Jahren als Nummer 1 bei Union aus. Definitiv mehr Haare als jetzt:

Robert Wulnikowski im Spiel gegen Ahlen 2003, Foto: Tobi/unveu.de

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Teve156 – Punkrockloft

Huch, schon wieder gewonnen. Das 2:1 gegen Düsseldorf könnte der Beginn einer wunderbaren Serie werden. Und gleichzeitig ist auch der Vorwurf weggewischt, Union könne unter Flutlicht nicht siegen. Sozusagen vom Tisch. Ist ja gerade große Mode, Dinge für beendet zu erklären. Nicht alle werden dagegen rassistische Idioten, wie Ralph Gunesch vom FC Ingolstadt beklagt. Gero hat da seine ganz persönliche Geschichte vom Stadionbesuch am Montag. Leider während des Podcasts vom Tisch gewischt und darunter liegen geblieben: Das Comeback von Christian Beeck an der Alten Försterei. Willkommen zurück!

Irgendwas mit Unionwalzer nach dem 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf.
Foto: Koch

On Air:

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Gottesbeweis: Adam Nemec' Tor zum 1:0Wir würdigen und verstehen, was Benjamin Köhler getan hatVergleich mit dem Dresden-SpielWir lieben Bissigkeit mehr als Messidas Unwohlsein vor wichtigen Spielen geht nicht weg: Das ist das Union-GefühlDie Defensivarbeit von Sören BrandyDie Fitness der gesamten MannschaftKopfballduelle gewinnen? Könn' wa!Einziger Lapsus: Das GegentorDie Wechsel: Tusche raus verändert das SpielDer Elfmeter: Wenn Alex vom Schiedsrichter-Podcast "Collinas Erben" sagt, es war keiner, dann war es keinerImmer, wenn man denkt, man könne Düsseldorf nicht mehr hassen, sagt irgendwer: Campino!Was wir an Düsseldorf ernsthaft nicht mochten, ist fort: Norbert Meier, Sascha RöslerEin gerne doof gefundener GastDie Düsseldorfer Auswärtstrikots finden mehrere Gegner und eine BefürworterinGero führt Gespräche mit MenschenSt.Pauli-Spieler machen Dinge richtigMarius EbbersRalph GuneschMontagsspiele sind keine VerbrecherGemeinsam gegen AniridieBeste Gastgeber der letzten Saison: FSV Frankfurt.

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Über das Verlesen vorgefertigter Erklärungen.

Man wolle gemeinsam “eine gute Saison erleben”, begann Sandhausens Kapitän Frank Löning seine Rede im heimischen Hartwaldstadion beim Spiel gegen den 1. FC Union und hatte zu diesem Zeitpunkt die Mehrheit des Publikums sicherlich noch auf seiner Seite. Der Text ging aber weiter.

Dabei haben wir alle – Spieler, Trainer, Fans, Clubs aber auch Sponsoren und Medien eine Vorbildfunktion. Millionen sehen an jedem Wochenende die Leistungen der Teams und sind fasziniert von der Stimmung in den Stadien. Dazu gehören Leidenschaft, Emotionen und Stehplätze. Als Kapitän des SV Sandhausen spreche ich für meine Mannschaft und unseren Klub. Helft mit, diese Werte, die die Bundesliga so einzigartig machen, zu erhalten. Es gibt aber auch Dinge, die in unseren Stadien nichts zu suchen haben. Wir stellen uns klar gegen Rassismus, gegen Diskriminierung, gegen Gewalt und auch gegen Böller, Rauchbomben und Bengalos. Unterstützt den Fußball mit fairen und legalen Mitteln! Damit helft Ihr uns. Wir zählen auf Euch und hoffen auf eine erfolgreiche Saison. Vielen Dank!

Schnell ließ sich feststellen, dass ein nahezu identischer Wortlaut über den gesamten Spieltag hinweg jeweils von den Kapitänen der Heimmannschaft der ersten drei Ligen verlesen wurde. Die Bezugnahme auf den Verhaltenskodex aus der Sicherheitskonferenz “Für Fußball. Gegen Gewalt.” ist offensichtlich. Ebenso offensichtlich ist die Tatsache, dass die DFL bestrebt bleibt, ohne Dialog an den Fans vorbei zu agieren, um ihre Wertvorstellungen durchzusetzen. Von oben herab, und unter Androhung von Zwang. Oder bin ich die einzige, die zwischen den Zeilen liest: “Stehplätze bleiben euch nur dann erhalten, wenn ihr gegen Pyrotechnik vorgeht”? Fühle nur ich mich gewissermaßen erpresst, obwohl ich niemals auch nur mit Streichhölzern oder Wunderkerzen hantiere? Soll ich Nebenmann und Nebenfrau verpetzen, um meinen Stehplatz zu erhalten? Wie um Himmelswillen kann man Rassismus und Pyrotechnik gleichsetzen?

Die Vereine sind in der Zwickmühle. Sie können so wie Sandhausen diese Erklärung verlesen, ernstgemeint oder emotionslos. Sie können sich einigermaßen sicher sein, dass im Stadion wenig davon zu verstehen sein wird, weil Fußballfans ihre eigene Meinung dazu vertreten. In Hamburg war das der Fall, in Frankfurt ebenso wie im Berliner Olympiastadion. Die Erklärung vereint die Fans auf eine Weise, die von der DFL so vermutlich nicht beabsichtigt war.

Es ist den Vereinen nicht verboten, eine eigene Erklärung abzusetzen. “Lasst uns auf Bengalos verzichten, damit wir immer alle zusammen stehen können” hieß es etwa in Frankfurt anlässlich des Ausschlusses eines Teils des Heimpublikums.

Man kann sich darüber streiten, wie sinnvoll es überhaupt ist, in den Minuten vor dem Anpfiff eines Fußballspiels derartige Erklärungen abzugeben. (So geschehen in unserer Küche.) Wahrscheinlich ist, dass sie ungehört verpuffen. Wo das nicht der Fall ist, wünsche ich mir von den Vereinen: Seid Vorbilder! Wenn ihr etwas sagen müsst, lasst es nichts haarsträubend Dummes sein. Fußballfans sind nicht nur überwiegend keine Verbrecher, sondern meistens auch keine Idioten.
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