“Was hältst Du eigentlich von Red Bull?”

“Du musst unbedingt mal zu Union”, sagte ich gestern einem amerikanischen Bekannten, als wir gemeinsam im Hops & Barley ein Bier tranken. Er ist New Yorker und erst seit 4 Tagen in Berlin. Eigentlich wollte er von mir nur wissen, was er alles gesehen haben muss, wenn er die nächsten Monate in Berlin arbeitet. Und Fußball stand da wahrscheinlich gar nicht auf seinem Plan. Aber andererseits wollte er wissen, wie die Deutschen ticken, weil seine Oma aus Deutschland in die USA ausgewandert ist. Was gibt es da besseres als Fußball?

Vor Anpfiff. #choreo #fcunion #eisernunion #unionberlin #stadionanderaltenförsterei #unveu Foto: @gglnx

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Leipzig abgehakt, jetzt zählt nur noch Karlsruhe

Medial geht es noch um die Interpretation der 0:3-Niederlage in Leipzig. Wobei ich gar nicht weiß, was es da groß zu analysieren gibt. Das war aus meiner Sicht sehr eindeutig. Aber während die BZ ein wenig Zwist zwischen Spieler und Trainer herauslesen will (“Eisernen-Coach ärgert sich, dass seine Spieler offenbar wenig Hoffnung auf eine Sensation bei den Sachsen-Überfliegern hatten”), wirft der Kurier rosarote Wattebäusche. So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein.

Aus meiner Perspektive gibt es viel zu wenig Aussicht auf Erkenntnisse aus der Partie, als das man sich damit noch lange befassen sollte. Am Freitag geht es schon gegen Karlsruhe. Das ist entscheidender. Bobby Wood dürfte bis dahin wieder fit werden (Kurier). Jedenfalls war er gestern bereits wieder im Lauftraining.


Foto: Matze Koch

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Teve249 – Bundesliga gegen Zweite Liga

Bundesliga gegen Zweite Liga war im Prinzip schon das 0:3 von Union in Leipzig. Und Bundesliga gegen Zweite Liga heißt es vor allem, wenn es um die Geldverteilung zwischen beiden Ligen geht. Hysterie und Geheimtreffen bestimmen das aktuelle Bild.

Foto: Matze Koch

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Sollen sich jetzt die anderen darum kümmern

Sportlich möchte ich zum gestrigen 0:3 in Leipzig wenig sagen. Das war zu deutlich und zu erwartbar. Auch wenn Micha Parensen das direkt nach Schlusspfiff etwas anders sah. Aber vom Fernseher im Büro aus sehe ich auch wenig von den Bewegungen im Spiel, sondern habe nur die wenigen bis gar nicht zustande kommenden Chancen gesehen. Mein Fazit lautet, und damit bin ich ganz zufrieden: Kein Spieler verletzt. Kein Spieler gesperrt. Und keine Klatsche bekommen. Erinnert euch nur an das 0:5 in Darmstadt im vergangenen Jahr.

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Nicht auch noch Bobby Wood!

Puh! Wenn Bobby Wood tatsächlich für heute Abend ausfällt, wie die Bild es heute prophezeit, dann dürfte das endgültig eine sehr traurige Partie heute Abend in Leipzig werden. Laut Bild leidet der Angreifer unter einer Schulterverletzung. Das würde dann die Situation auf der Pressekonferenz in ein anderes Licht stellen, als nach dem Grund für das beobachtete Einzeltraining des Amerikaners gefragt wurde.


Foto: Matze Koch

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“Jetzt traut uns eh keiner mehr was zu”

Zum Jammern war Sascha Lewandowski nicht auf die Pressekonferenz (als Konserve bei AFTV) gekommen, auch wenn er und Pressesprecher Christian Arbeit vorher sicher jeweils beide Hände brauchten, um wirklich alle verletzten und noch nicht fitten Spieler aufzählen zu können.

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Screenshot: AFTV

Ich hatte diese Woche eine Schultauglichkeitsuntersuchung mit einem Kind zu bestehen, bei der die Ärztin im Gesundheitsamt immer Bilder mit blauen und gelben Bällen zeigte, und der Jungunioner unserer Familie sagen musste, wovon mehr auf dem Bild waren. Das gleiche könnte ich mit Unionprofis spielen, und ihr sagt mir, ob mehr gesunde oder verletzte Spieler auf dem Bild sind. Aber lasst uns der Einfachheit halber nur unsere zehn Finger benutzen:

Es fallen definitiv aus:

  • Steven Skrzybski
  • Raffael Korte
  • Maximilian Thiel
  • Toni Leistner
  • Fabian Schönheim

Dazu kommen noch die Langzeitverletzten:

  • Adrian Nikci
  • Benjamin Köhler

Ein dickes Fragezeichen setzt der Trainer hinter:

  • Felix Kroos

Im Normalfall nicht mitnehmen würde der Trainer diese sich gerade von Verletzungen erholenden Spieler (aber er nimmt sie mindestens in den Kader):

  • Christopher Quiring
  • Leo Koch

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Wir sollten alle viel deutlicher machen, welchen Fußball wir wollen

Es wäre jetzt billig, den geplanten Protest beim Auswärtsspiel in Leipzig (der Kurier bezeichnet den Protest schon als Tradition) als “bringt ja eh nichts” einfach abzutun. 15 Minuten sollen die Ränge des Gästeblocks im Zentralstadion zu Anpfiff leer bleiben. 15 Minuten, die zeigen sollen, was passiert, wenn das Projekt Red Bull in Deutschland Vorbild für eine ganze Bewegung an Klubs wird, und die Liga zu einer seelenlosen Veranstaltung verkommt. Wobei wir in Deutschland vielleicht auch ohne Red Bull schon auf einen Weg dorthin sind, wenn ich die “Zukünftige strategische Ausrichtung der Bundesliga” zur Erhöhung ihrer Einnahmen und zur Minimierung ihrer Risiken richtig deute. Initiiert vom sich selbst als Malocherklub bezeichnenden FC Schalke 04.


Foto: Matze Koch

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Profifußball: Im Osten geht schon lange nicht mehr die Sonne auf

Ich bin heute morgen über einen Tweet gestolpert, der mich etwas stutzig gemacht hat:

Danach musste ich erst einmal die Drittligatabelle genauer studieren. Bei noch sieben ausstehenden Partien sind die Mannschaften aus Ostdeutschland im Prinzip aus dem Aufstiegsrennen raus: Cottbus (Platz 6, sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz), Halle (Platz 7, neun Punkte Rückstand) und Erfurt (Platz 8, neun Punkte Rückstand) haben nur noch theoretische Chancen. Chemnitz (Platz 10) und Dresden (Platz 12) sind jenseits von gut und böse. Rostock (Platz 15) muss aufpassen, dass die Mannschaft nicht noch in die vierte Liga abstürzt.

Dazu steht noch Aue in der Zweiten Liga seit gestern Abend auf einem direkten Abstiegsplatz. Für nahe Auswärtsspiele in der nächsten Saison sieht es mau aus. Vielleicht können wir uns mit Sky darauf einigen, dass auch Spiele gegen Braunschweig oder Nürnberg als Ostderbys gelten…

Union - Cottbus 2012/13Foto: Matze Koch

Bei aller Sentimentalität, die diejenigen haben, die Mannschaften aus der dritten oder vierten Liga (FC Carl Zeiss Jena …) noch vor über 25 Jahren im Europapokal haben spielen sehen, sehe ich keinen Grund für Alarmstimmung. Jedenfalls nicht speziell in Ostdeutschland. Erstens ist die 3. Liga auch Profifußball. Und zweitens gibt es zwei strukturelle Voraussetzungen, die Bundesliga-Fußball in Ostdeutschland enorm erschweren. Es gibt zu wenige Metropolregionen und Kapital hat sich aus historischer Sicht logischerweise nicht in Ostdeutschland gesammelt. Mindestens einer dieser zwei Faktoren ist aber zur Finanzierung mittlerweile zwingend notwendig. Ohne Metropole und die damit einhergehende Werbebedeutung für eine Region funktionieren in der Bundesliga nur noch Hoffenheim, Wolfsburg und Leverkusen. Diese Vereine funktionieren durch einzelne Kapitalgeber und hebeln damit die Gesetzmäßigkeit aus, dass eigentlich nur noch Großstädte die Chance auf Bundesliga-Fußball haben.

Nur Dresden und Leipzig haben eine reelle Chance auf Bundesliga

Was bedeutet das für den Ostfußball? Es heißt, dass eigentlich nur Dresden und Leipzig (jeweils noch über 500.000 Einwohner) noch Voraussetzungen für den finanziell aufwändigen Profifußball haben. Deshalb ist der Schritt von RB, nach Leipzig um so logischer zu verstehen. Mit Abstrichen ist noch in Chemnitz, Halle und Magdeburg Potential. Erfurt und Rostock sehe ich wackelig. Eine Großstadt ohne Profifußball ist auch kein spezielles ostdeutsches Phänomen. Fragt mal in Essen nach.

Das ist allerdings nur die Betrachtung der Voraussetzung einer Metropolregion als Einzugsgebiet und der Chance der Klubs als Werbeträger in dieser Region. Hinzu kommt die Finanzkraft der Region. Hier stößt Union mit Berlin-Brandenburg bereits an Grenzen. Wie es um die Finanzkraft von regionalen Firmen in Ostdeutschland bestellt ist, überlasse ich eurer Phantasie.

Als weitere Faktoren neben dem sportlich guten Händchen würde ich noch ausmachen: Good Governance im Verein (seriöses Wirtschaften), Nichtvorhandensein von rechten bzw. Hooliganstrukturen (niemand möchte in solch einem Umfeld werben) und die Anziehungskraft des Vereins in der Region. Eine ruhmreiche Vergangenheit ist nettes Beiwerk, aber nicht zwangsläufig notwendig. Für Union haben diese Faktoren eine ebenso wichtige Bedeutung. Der Verein ist darauf angewiesen, in Zukunft noch mehr finanzielle Ressourcen zu erschließen, wenn er alleine in der Zweiten Liga mithalten möchte.

Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren halte ich es eigentlich für normal, wenn nur zwei bis vier Vereine aus Ostdeutschland in Bundesliga und Zweiter Liga spielen. Alles andere ist die Ausnahme.

Und als kleinen Hinweis zu dem Tweet ganz oben: Hertha spielt als einziger Verein in Ostdeutschland in der Bundesliga. Wird ja manchmal vergessen, dass der andere Berliner Verein nicht im luftleeren Raum antritt …

Union in den Medien

Medial spielt der Systemwechsel von Viererkette auf Dreier-Abwehr eine Rolle (Berliner Zeitung und Morgenpost). Bild/BZ beschäftigt Polters aufwändige Spielweise. Unser Podcast fällt osterbedingt dieses Mal aus. Wir waren alle mit Eiersuchen beschäftigt …

Für den geplanten Doku-Film “Wir sind die Kranken“, der sich mittels Crowdfunding finanzieren möchte, gibt es einen ersten Trailer. Mehr Infos kommen später.

Teve218 – Sammeln für den Polterabend

Das Ergebnis in Leipzig war nicht so wichtig wie das Erlebnis. 2:3 bei Rasenballsport verloren, aber sehr viel für die Selbstvergewisserung und das Binnenklima beim 1. FC Union Berlin getan.

Foto: Koch

 

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Fußballromantik bei der BSG Chemie Leipzig

00:03:33

Vom Spiel Chemie gegen UnionDie Website des Alfred-Kunze-Sportparks mit Bautagebuch.

Das 2:3 bei Rasenballsport Leipzig

00:14:18

"20 Minuten Tiefschlaf".

Ist Unions Kader zu klein?

00:38:01

Berliner Zeitung: Union gehen die Spieler aus.

Die Schallplatten-Verlosung

00:49:56

Daniel gewinnt die Vinylplatte von Krispin und The Breakers.

Sebastian macht Bundesliga-Groundhopping

00:51:26

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Teve202 – Der Kapitän der Eier

15 Minuten Schweigen gegen Rasenballsport Leipzig und am Ende gewinnt Union. Wenn das so einfach wäre, könnten wir das ab jetzt immer so machen.

Foto: Koch

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