Wie Rafal Gikiewicz immer noch mehr zum Unioner des Jahres wird

Eigentlich sind die vier Tage, die zwischen den beiden Spielen in der Relegation liegen, nicht viel. Sie sind aber lang genug, sich nervlich doch sehr hinzuziehen. Und sie sind auch lang genug, um nach dem emotionalen Erleben des Hinspiels durchaus auch pessimistischere, oder wenigstens sorgenvollere, Gedanken an das Rückspiel zu haben.

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Der große mentale Komfort von Rafał Gikiewicz

Dass Rafał Gikiewicz ehrgeizig und anspruchsvoll ist, ist eine der offensichtlicheren Tatsachen dieser Saison. Sehr deutlich wird wieder einmal in einem Interview, das der Torhüter einem polnischen TV-Sender gegeben hat – und dass uns dankenswerter Weise unser Leser Jacek übersetzt hat (die ganze Übersetzung findet ihr ganz unten im Text).

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz will mit Union in die Bundesliga und glaubt, dass die Situation für das Spiel gegen Bochum komfortabel ist. Photo: Matthias Koch

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Rafal Gikiewicz, Marvin Friedrich und 3 Union-Spielerinnen stehen zur Wahl als Berlins Fußballer des Jahres

Die letzten Spieltage einer Saison sind etwas Besonderes. Da wird geerntet. Für manche ist es nur die Goldene Ananas und das ist wenig aufregend. Aber das Gefühl sich noch einmal vor dem Abstieg gerettet zu haben wie in der vergangenen Saison oder gar dieses nervenaufreibende Kribbeln im Aufstiegskampf ist schon etwas Besonderes. Was das für Spieler bedeutet, die sowieso immer unter Druck stehen, kann ich mir kaum ausmalen. Ich weiß nur, dass Menschen schon allein bei der Arbeit unter Druck wahnsinnig unterschiedlich reagieren. Manche werden plötzlich ganz ruhig und befinden sich in einer Art Tunnel, andere schreien herum und wiederum andere sind wie paralysiert und können plötzlich die einfachsten Dinge nicht mehr. Es gibt da nicht das eine Rezept, das für alle passt.

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Ein großes Spiel: Union besiegt nicht nur den HSV, sondern auch die Selbstzweifel

Egal in welche Augen ich gestern nach dem 2:0 gegen den Hamburger SV schaute, ich war mir sicher: Wir waren alle irgendwie druff. Wir waren Zeugen eines großen Spiels geworden, wie es nur selten passiert. Die letzten dieser großen mit Bedeutung aufgeladenen Partien im Stadion an der Alten Försterei dürften wohl das Klassenerhaltsspiel gegen Bochum am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison mit dem entscheidenden 3:1 durch Steven Skrzybski in der letzten Minute oder der Sieg gegen Rasenballsport Leipzig im Herbst 2014 gewesen sein. Dabei war der große Gegner gestern nicht der Hamburger SV, der erstmals gegen Union im Stadion an der Alten Försterei spielte. Der größte Gegner gestern war Union für sich selbst.

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Sebastian Polter sieht keine Angst bei Union

Nachdem gestern schon Rafal Gikiewicz mit eindringlichen Appellen an die Mannschaft und einer ambitionierten Einstellung zitiert wurde (BZ), ist es heute im Kurier vor dem Spiel des 1. FC Union gegen den HSV Sebastian Polter, der einer angriffslustigen Attitüde Ausdruck verleiht.

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Zumindest die Lizenz steht einem Aufstieg von Union nicht im Weg

Einer der jährlich mit mehr oder weniger Stress wiederkehrenden Termine im Fußball-Kalender ist die Lizenzvergabe. Besonders daran ist vor allem, dass es eine der Gelegenheiten ist, zu denen man Statements von Oskar Kosche hört, oder zumindest liest. Union meldete nun gestern, ohne “vereinsspezifische” Auflagen. Diese Formulierung scheint eine Union-Eigenheit zu sein. Ich weiß nicht genau was die vereinsübergreifenden Auflagen sind. Gemeint sein könnten damit aber zum Beispiel die Anpassungen an die Bundesliga im Fall des Wechsels der Spielklasse.

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Unions Spiel in Fürth macht noch ein wenig ratlos

Zwei Tage später weiß ich nicht so recht, was ich mit Unions Auftritt in Fürth anfangen soll. Denn dieses Spiel war wirklich schlecht, aber es war auch offensichtlich schlechter als diese Mannschaft an und für sich ist.

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Gikiewicz: “In Deutschland habe ich gelernt: weniger reden – mehr machen”

Rafal Gikiewicz hatte vor kurzem Besuch für die kleine Show Turbokozak und da der Union-Keeper das selbst auf YouTube noch einmal mit deutschen Untertiteln hochgeladen hat, kommen wir nun alle in den Genuss, uns diese wirklich sehr unterhaltsamen 10 Minuten mit Rafal Gikiewicz anzuschauen. Der Torhüter muss dabei allerhand Übungen absolvieren (Lattenschießen und so weiter) und zwischendurch gibt es für den Moderator auch die Chance, ein paar Fragen zu stellen. Wir lernen, dass Gikiewicz keine Chance hat, Elfmeter selbst zu schießen, da Spieler wie Sebastian Polter oder Sebastian Andersson dafür gesetzt seien. Und dass er über die nächste Saison erst nach dem 19. Mai nachdenkt (das wundert uns allerdings nicht). Ich kann nur sagen, dass ich Rafal Gikiewicz noch sehr lange bei Union spielen sehen möchte.

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Gibt es an Rafal Gikiewicz etwas zu kritisieren?

Uns hat in den letzten Tagen ein Leser die Frage gestellt, ob man an Rafal Gikiewicz nicht trotz seiner zugegeben starken Reflexe und der Großartigkeit seines furchteinflößenden Blickes kritisieren müsste, wie gut er sich am Aufbauspiel Unions beteiligt. “Wird er angelaufen (und selbst, wenn nicht) landen auffallend viele Bälle weit im Seitenaus. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass den Torwart anzulaufen und zu pressen das bislang beste Mittel gegen Union war und der Mannschaft in den letzten Spielen die größten Probleme bereitet hat – und das Rafal da die Schwachstelle darstellt. Wie seht ihr das?”

Rafal Gikiewicz

Rafal Gikiewicz spielt eine starke Saison, selbst wenn er kein überragender mitspielender Torwart ist.

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Das Planungsrecht für den Stadionausbau kommt nicht diesen Sommer, aber es wird kommen

Im Prinzip hat die Bild/BZ eine schlechte Nachricht und gleichzeitig eine gute. Die schlechte Nachricht: Für den Ausbau des Stadions wird es in diesem Sommer kein Planungsrecht geben. Das sagt die zuständige Senatsverwaltung. Grund würden die gravierenden Verkehrsprobleme sein, die mit dem Ausbau erwartet werden. Das ist aus meiner Sicht allerdings größtenteils nicht durch Unions Bauvorhaben verursacht, sondern durch die Vernachlässigung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur in einem stark wachsenden Bezirk. Deshalb sind nun alle an einer möglichen Lösung beteiligten Partner im Gespräch (beispielsweise Senatsverwaltung für Verkehr, BVG, Deutsche Bahn, Union, Planungsbüro). Die Forderung im Nahverkehrsplan des Senats, eine Straßenbahnkehre für Sonderverkehr am Spieltag zu bauen, interpretiere ich als Teil dieser Bemühungen.

So soll das ausgebaute Stadion an der Alten Försterei aussehen, Foto: 1. FC Union Berlin

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