Oliver Ruhnert spricht über seinen ungewöhnlichen Karriereweg

Erinnert ihr euch nach an “Unbesiegbar, unbesiiieeegbar FCU” aus der ungeschlagenen Hinrunde? Diese Serie ging dann ja mit den Niederlagen bei Aue und St. Pauli zu Ende. Aber mittlerweile hat Union (schon seit dem letzten Spieltag) wieder die längste ungeschlagen-Serie der Liga. Dass für Union 5 ungeschlagene Spiele dazu genügen, und darauf Köln und Regensburg mit je 4 folgen, und niemand sonst 3 Spiele ohne Niederlage hat, sagt vor allem viel über die unberechenbare 2. Liga.

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Auch für die längste Ungeschlagen-Serie gibt es keine Extra-Punkte in der Tabelle

Nach dem 1:1 in Magdeburg wird immer wieder herausgestellt, dass Union jetzt auch im 16. Spiel ungeschlagen sei. Das ist natürlich schön und es erzeugt sicher auch den nötigen Respekt beim Gegner. Allerdings bringt das nicht zwangsläufig Punkte, weil Union mit dem Unentschieden nun bereits das 10. Remis geholt hat. Zehn Spiele, aus denen nur 10 von 30 Punkten heraus sprangen. Auf die Ungeschlagen-Serie kann man sich aufgrund dieser Zahlen ein Ei pellen. Mehr aber auch nicht.

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Union hat zwar einen großen Kader, aber die Zahl der einsatzfähigen Spieler verteilt sich nicht gleichmäßig über alle Mannschaftsteile

Bis zum Auswärtsspiel gegen den HSV ist es noch ein paar Tage hin. Genauer gesagt fast eine Woche. Und so schauen wir in aller Ruhe den lachenden Profis beim Training zu.

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Pyro ist nicht gleich Gewalt und Gedränge ist noch lange kein Eingangssturm

Heute um 14.30 Uhr ist die Pressekonferenz mit Jens Keller vor der Partie gegen Düsseldorf am Samstag. Und das dürfte dann auch die Hauptaufgabe für den Trainer nach der Pokalpartie sein: Schalter umlegen. Dortmund ist Vergangenheit. Das Positive aus der Partie mitnehmen, aber Düsseldorf ist ein anderes Kaliber, spielt anders und hat momentan auch ganz andere Probleme nach dem 1:6 im Pokal bei Hannover.

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Willkommen und Abschied

Es ist mir nur selten passiert, dass ich nach einem Freundschaftsspiel heiser war. Aber nach dem 1:3 gegen Dortmund von gestern Abend ist meine Stimme angeschlagen.

Es gab viele Highlights. Hier ein Videozusammenschnitt der Eisernen von Choreo und Pyro:

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Teve211 – Mittelfingermeer

2:1 in Aue. Während Norbert Düwel nach dem Sieg demonstrativ unzufrieden ist, schunkeln wir im Takt zu "Wir sind Union" und erfreuen uns an der Pyro-Choreo vor Anpfiff und Damir Kreilachs Comeback. Zu Gast ist außerdem Roland Krispin, der mit seiner Band Krispin und The Breakers am 10.12. im Frannz-Klub die Record Release Party der Vinylplatte von "Wir sind Union" feiern wird. Kommt alle!


Foto: unveu.de

An dieser Stelle vielen Dank an Herzi, der uns mit einer Backupaufnahme den Podcast gerettet hat, als unsere Technik versagte.

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Der Spielabbruch in Stockholm: Meine Fragen und die Antworten des 1. FC Union

Am Sonnabend, den 19. April erschien in der Berliner Morgenpost ein Artikel von mir, der sich mit der Aufarbeitung des Platzsturms und des anschließenden Spielabbruchs beim Testspiel des 1. FC Union bei Djurgardens IF in Stockholm am 25. Januar beschäftigte. Ausgangspunkt waren die öffentlichen Ankündigungen von Präsident Dirk Zingler zur raschen Aufarbeitung (Video). Die Frage, die ich mir stellte: Welche dieser Schritte ist Union seitdem tatsächlich gegangen. Der Titel des Artikels lautete: Viel versprochen, nichts gehalten

Vor Anpfiff in Stockholm drangen Union-Anhänger bis zur Mittellinie des Spielfeldes vor.Foto: Koch

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Teve173 – Vielleicht ist Union nicht besser als andere Vereine

Das Testspiel in Stockholm bei Djurgardens IF sollte Spaß machen. Nach Platzsturm und Böllerwürfen musste die Partie abgebrochen werden. Zurück bleiben Fassungslosigkeit und Unverständnis. Gemeinsam mit Jan, der in Stockholm dabei war, arbeiten wir die einzelnen Vorfälle auf und diskutieren den Umgang damit. Fest steht, dass Unions Rolle als Vorkämpfer für Fanrechte dadurch beschädigt wurde.

Fussball, Herren, Saison 2013/14, Testspiel in Stockholm, Djurgardens IF - 1. FC Union Berlin, Ausschreitungen beim Spiel, im Bild: Präsident Dirk Zingler (1. FC Union Berlin), 25.01. 2014, Foto: Matthias KochFoto: Koch

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Die Ereignisse bis zum Spielabbruch

00:23:00

Pressesprecher Christian Arbeit versucht, Unionfans zu beruhigenNach Ausgleich durch Djurgardens Pyro-Einsatz auf beiden Seiten, dann BöllerwürfeEin Böller landet neben Torhüter Jan GlinkerFotos von der Reise nach Stockholm von Stefan und Birgit HupeBilder vom Spiel von Göran Johansson.

Robert zieht Konsequenzen

01:12:38

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Zum Angriff bereit.

Das gewonnene Testspiel gegen Pogon Szczecin (1:0 durch Neuzugang Markus Karl) wollte Trainer Uwe Neuhaus nutzen, um langsam seine Stammelf zu formen. Die Aufmerksamkeit zog allerdings nicht das Spiel auf sich. Die polnischen Fans stellten sich selbst in den Mittelpunkt und ließen erahnen, wie der Schwerpunkt der Berichterstattung vor der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine aussehen wird.

Extra für die verspäteten Fans aus Szczecin wurde der Anpfiff um 30 Minuten nach hinten verschoben. Kurz nach Anpfiff gab es Probleme, als die nachrückenden polnischen Fans den Eintritt nicht zahlen wollten. Teilweise wurde in Zloty bezahlt, am Ende wurden sie ohne Eintritt durchgelassen. Die Situation eskalierte in einem Pfefferspray-Einsatz, der sowohl Polizei als auch Fans traf. Eltern mit Kindern, die den Fanblock verlassen wollten, durften auf die Sitzplatztribüne. Ein erschreckendes Bild des Gewaltexzess: Bei einer Schlägerei unter den polnischen Fans wird der bereits zu Boden gegangene Gegner noch mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf getreten.

Die Situation beruhight sich erst zur Hälfte der ersten Halbzeit. Die Fans hängen Zaunfahnen auf. Auf einer steht: “Elite Wyjazdow – Na atakcje gotow!” (Elite Reisen – Zum Angriff bereit!) Der Eindruck, dass sich hier das hässliche Gesicht der deutschen Fanszene der 80er und 90er Jahre zu Gast ist, bleibt. Zumal der glücklose John-Jairo Mosquera noch mit Affenrufen verunglimpft wird.

Als Markus Karl nach einer hübschen Freistoßvariante von Mattuschka das 1:0 köpft, gibt es kein Halten mehr. Allerdings wieder im polnischen Block. Neben den üblichen bengalischen Feuern, werden mehrere starke Böller auf das Spielfeld geworfen. Die Ordner bringen sich in Sicherheit. Bundesligaschiedsrichter Felix Zwayer unterbricht die Partie. Unverständlich, dass die Ultras von Union in dem Moment rufen: “Pyrotechnik ist kein Verbrechen!” Der Initiative “Pyrotechnik legalisieren” erweist sie damit keinen Dienst. Denn diese ächtet aufgrund der Verletzungsgefahr Böllerwürfe im Stadion und setzt sich bei DFB und DFL für kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ein.

Während in deutschen Stadien in solchen Momenten Spieler und Verantwortliche auf die Fans zugehen, um sie zu beruhigen, ist hier der Schiedsrichter das Ziel der Spieler. Alles sei nicht so schlimm. Zwayer ist allerdings nicht gewillt, sich in Verhandlungen zu begeben. Als Szczecins Trainer Marun Sasal seinen Spieler Blazej Radler nach der Auswechslung zur Halbzeit in der Mitte der zweite Hälfte wieder einwechseln will, bricht es aus ihm heraus. Er schreit den Trainer an: “Do you understand, what I say? If you don’t accept my decisions, you won’t play here anymore!”

Lust auf die Europameisterschaft im nächsten Jahr kommt nicht auf. Die Fans in Polen sehen sich massiven Repressionen ausgesetzt. Ob das die jeweils richtigen Antworten auf die Probleme in den Stadien in Polen sind, sei dahingestellt. Argumente für eine Lockerung der Maßnahmen lieferten die Fans aus Szczecin jedenfalls nicht. Uwe Neuhaus gab sich im Gespräch nach dem Spiel sehr unaufgeregt: “Ich finde es nicht so schlimm. Wenn man sich in Europa umguckt, ist das fast Gang und Gebe. Die Fans haben in jedem Spiel eine solche Phase, in denen zwei Minuten auf sie geachtet wird. Und diese Zeit sollen sie bekommen.” So kann man das sicher sehen. Allerdings grenzen solche Vorfälle diejenigen aus, die Fußball in einer Atmosphäre sehen wollen, die sich nicht in den Extremen Hooliganismus oder Langnese-Familienblock bewegt.

Update: Ein Video, dass die polnische Sicht zeigt. Ohne die ganzen negativen Erscheinungen, die im Text beschrieben wurden. Dafür ist sichtbar, wie die Böllerwürfe auf die Person wirkten, die die Kamera hielt. (Danke für den Hinweis an @mycrsoft)