Warum eigentlich pfeifen?

Morgen wird Marvin Friedrich sein erstes Pflichtspiel für Union machen. Was mich dabei irritiert ist die Bezeichnung “Friedrich der Große”, die in den Berliner Medien auftaucht (wie heute in der Morgenpost und gestern im Kurier). Denn ob der Verteidiger neben diesem einen Spiel noch weitere machen wird, wissen wir überhaupt noch nicht. Und dann ist “Friedrich der Große” für meinen Geschmack vielleicht auch die falsche Bezeichnung. Bei uns zu Hause fällt der Name nur, wenn der Jungunioner sich in den Kopf setzt, mal wieder nach Potsdam fahren zu wollen, um Kartoffeln auf das Grab des alten Fritz zu legen. Ich wünsche Marvin Friedrich für morgen also ein gutes Debüt mit einem Sieg für Union und dass er bei seinem richtigen Namen genannt wird, so wie das die BZ heute macht.

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Anpfiff

Für Aufregung sorgt ein Satz aus dem Bericht der Bild zum Spiel gegen Fürth:

Die schwächste Union-Halbzeit in der Alten Försterei in dieser Saison wird von den Fans mit Pfiffen quittiert.

Mal davon abgesehen, dass die Pfiffe dem Gegner und dem Nichtheimschiedsrichter Drees galten, kommt einem aus zweierlei Gründen die Galle hoch. Es ist ungeschriebenes Gesetz in der Alten Försterei, dass die eigene Mannschaft nicht ausgepfiffen werden soll. Viel schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass diese LügeFehlinterpretation aus der Feder desjenigen stammt, der Union seit geraumer Zeit das “Projekt Durchmarsch” andichten möchte.