Der Transfer von Suleiman Abdullahi zu Union ist aus verschiedenen Perspektiven bemerkenswert

Wir wussten ja, dass Union Stürmer X sucht, der als Backup oder neben Sebastian Andersson stürmen kann, so lange Sebastian Polter wegen seines Achillessehnenriss keine Option ist. Dieser Stürmer X ist Suleiman Abdullahi (21 Jahre, der gestern von Eintracht Braunschweig ausgeliehen wurde und und dessen Vertrag sich bei Ziehen der Kaufoption bis 2022 verlängern würde, Vereinsmitteilung). Das ist in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswerter Transfer. Denn einerseits kann ich mich nicht erinnern, wann Union zuletzt einen verletzten Spieler (Abdullahi laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung) unter Vertrag genommen hat. Und gleichzeitig ist er ganz klar mehr als nur ein Backup oder Stürmer Nummer 3 hinter den beiden Sebastians. Er ist ein Spieler, von dem sich Union verspricht, ihn weiterzuentwickeln und davon in Form einer Ablöse zu profitieren. Das sagt die vereinbarte Vertragslaufzeit bis 2022 aus, wenn die Kaufoption gezogen wird. Und diese Kaufoption ist gleichzeitig die Minimierung des Risikos für Union in diesem Fall. Ein wirklich erstaunlicher Transfer.

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Unions Kader ist kurz vor Saisonstart noch nicht fertig

Julian Ryerson wurde von Union immer noch nicht als Zugang verkündet. Auch wenn Viking den Wechsel bereits gestern auf der Klub-Website bekannt gemacht hat, müssen wir warten, bis der Vertrag mit dem Spieler tatsächlich unterzeichnet ist. In den Berliner Medien können wir lesen, wie Manager Oliver Ruhnert zumindest eine Augenbraue lupft über das Vorgehen des norwegischen Klubs.

Urs Fischer und Manager Oliver Ruhnert nach dem 0:3 bei QPR im Gespräch, Foto: Matze Koch

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#339 – Mehr als “Besser als vergangene Saison” werden wir als Zielsetzung nicht hören

In knapp 2 Wochen startet die Zweite Liga. Wir schauen uns an, wie Union den Kader verstärkt hat und was wir erwarten. Ebenso spannend wie die Entwicklung der Mannschaft wird sein, wie die neue sportliche Leitung zusammen arbeitet.

Trainer Urs Fischer und Manager Oliver Ruhnert bilden die neue sportliche Leitung bei Union; Foto: Stefanie Fiebrig

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Urs Fischer gehen in der Vorbereitung die Innenverteidiger aus

Das Testspiel zum Ende des Trainingslagers hat Union mit 2:1 gegen Norwich City gewonnen (Tore durch Kenny Prince Redondo und Eigentor nach Einwurf; Spielberichte hier: Morgenpost, Kurier, BZ). Was ich daraus mitnehme, ohne das Spiel live gesehen zu haben? Wenig. Vielleicht, dass Christopher Lenz ernsthaft auf rechts das Backup von Christopher Trimmel bilden soll. Denn dort kam der eigentliche Linksverteidiger erneut zum Einsatz, als Trimmel nach 66 Minuten ausgewechselt wurde. Was ein bisschen wie eine Degradierung wirkt, dürfte Lenz in Wirklichkeit aber einen sicheren Kaderplatz einbringen und Peter Kurzweg die Tribüne. Jedenfalls, wenn das so im Ligaalltag bleibt. Denn mit Lenz auf der Bank hat der Trainer eine Alternative um sowohl auf der Linksverteidigerposition als auch auf rechts zu reagieren. Diese fehlende Flexibilität ist Peter Kurzweg schon in der vergangenen Saison manchmal zum Verhängnis geworden, wenn es um die Entscheidung Spieltagskader oder Tribüne ging.

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Im Profiteam ist aktuell alles auf die nächsten 2 Jahre ausgerichtet

Die Berliner Morgenpost hat sich vorgenommen, uns heute Manager Oliver Ruhnert etwas näherzubringen. Das finde ich gut, weil ich mir noch überhaupt keine Meinung zu ihm bilden konnte. Der deutliche Unterschied zu seinem Vorgänger Lutz Munack ist, dass er viel offensiver in der Öffentlichkeit seine Position vertritt. Das fand ich beispielsweise gut, als er sich am Freitag zum Umgang der Polizei Nordrhein-Westfalen mit Testspielen geäußert hat.

Manager Oliver Ruhnert; Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Das ist der Grund, warum wir den Fußball lieben

Der Wechsel von Philipp Hosiner zu Sturm Graz wurde gestern perfekt gemacht (Vereinsmitteilung, Tagesspiegel, Morgenpost, RBB). Das ist tatsächlich ein positives Ergebnis für alle Beteiligten. Denn der Angreifer wird wieder regelmäßig spielen können, Sturm Graz hat einen neuen Angreifer und Union bekommt nicht nur Ablöse, sondern kann sich im Sturm anders aufstellen (also mit möglicherweise durchgängig großen Mittelstürmern).

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Unions Kader für die kommende Saison steht zwar, aber es gibt noch einige Baustellen

Das Spiel gegen den Chemnitzer FC hat Union gestern mit 3:1 gewonnen, wenn auch nicht überzeugend. Aber was ist in dieser Phase der Vorbereitung schon klar. Erfrischend deutlich wurde da Trainer Urs Fischer (Vereinsmitteilung), der sagte: “Die ersten 10-15 Minuten haben mir gefallen, da war alles drin. Danach haben wir aus meiner Sicht aufgehört zu arbeiten und in die Zweikämpfe zu kommen. Man kann keine Spiele gewinnen, wenn man nicht bereit ist Zweikämpfe zu bestreiten.”

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Ken Reichel ist der 4. Neue und Union setzt bei den Transfers ganz offensichtlich auf Erfahrung

Gestern hat Union die Verpflichtung von Rafal Gikiewicz (30) für die Torhüterposition bekanntgegeben (Vereinsmitteilung) und vorhin die von Ken Reichel (31) als Linksverteidiger (Vereinsmitteilung). Schauen wir auf die bisherigen Transfers mit Florian Hübner (26) und Sebastian Andersson (26), dann fallen zwei Dinge auf. Erstens, dass Union vor allem auf Erfahrung setzt. Für mich ist das und die Vertragslaufzeit aller Spieler (alle 4 Zugänge haben Verträge bis 2020 erhalten) ein Zeichen dafür, dass man den wahrscheinlichen Umbruch im nächsten Sommer (13 Verträge laufen 2019 aus) elegant über die Bühne bringen möchte und gleichzeitig hofft, den Weggang dreier Leistungsträger (Steven Skrzybski, Toni Leistner und wahrscheinlich auch Kristian Pedersen) mit sicheren Transfers in dieser Spielzeit zu kompensieren.

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Urs Fischer wird Unions neuer Trainer

Union hat vorhin Urs Fischer als neuen Cheftrainer vorgestellt. Der 52 Jahre alte Schweizer bekommt einen Vertrag bis 2020, zuletzt hat er zwei Jahre lang den FC Basel, zuvor Thun und Zürich trainiert.

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Unions neuer Trainer Urs Fischer nach seiner Vorstellung; Photo: Michael Hundt / Matthias Koch

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Wenn alles glatt geht, hat Union schon in dieser Woche einen neuen Trainer

Während die Unionprofis gestern ihren Urlaub angetreten haben und erst am 25. Juni wieder zur Arbeit erwartet werden, hat der neue Manager Oliver Ruhnert (mir ist Geschäftsführer Profifußball auf Dauer zu lang) ein ganz gutes Programm in der Zwischenzeit abzuspulen. In Bild/BZ wird er zitiert, dass er bis Ende dieser Woche den neuen Trainer vorstellen will.

Oliver Ruhnert (Geschäftsführer Profifußball) auf der Tribüne beim Freundschaftsspiel in Neubrandenburg, Foto: Matze Koch

Das ist ambitioniert, aber sicher nicht unmöglich und ich würde ihm auch zustimmen, dass die Trainerposition bei Union eine sehr reizvolle im deutschen Profifußball ist. Denn aus meiner Sicht gibt es für die nächste Saison “nur” das Ziel, die Mannschaft so neu zu entwickeln, die übernächste Spielzeit wieder angreifen kann. Mit Blick auf die vielen im nächsten Jahr auslaufenden Verträge muss dabei sichergestellt werden, dass nach der nächsten Saison kein großer Umbruch kommt, sondern bestimmte Entwicklungen schon in diesem Sommer stattfinden. Und für fast alle Klubs außer dem HSV und Köln geht es in der sehr gut besetzten Zweiten Liga in der kommenden Spielzeit vor allem darum, nicht unten reinzurutschen.

Beim Lesen des Textes von Bild/BZ stolperte ich über folgenden Satz, der über André Hofschneider geschrieben wurde: “Bei den letzten drei Testspielen machte er nicht mehr die Aufstellung.” Das haben wohl wahlweise die Assistenztrainer Sebastian Bönig oder Michael Gspurning erledigt. Über die Termine, die für Oliver Ruhnert wichtig sind, schreibt auch der Kurier.

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