Tag Archive for 'MSV Duisburg'

Wir klopfen auf Holz.

Wohin soll das noch führen? John-Jairo “Mossi” Mosquera trifft schon wieder. Dieses Mal artistisch nach Vorlage von “Volley-Tusche”. Gereicht hat es am Ende zum 1:1 in Duisburg. Auch, weil Simon Terodde nicht getroffen hat. Aber Kopf hoch, Simon! Von nun an geht’s bergauf.

Zu Gast ist Robert. Wir wollten nicht nur über das Spiel reden und haben deshalb bei Facebook und Twitter nach Themen gefragt. Danke für das Feedback. Ihr könnt Eure Meinung und Themenvorschläge zur nächsten Sendung auch einfach hier abgeben.

Themen

Wir verschieben die Themen EisernLab und auch das gewünschte Zwischenfazit zur Arbeit von Nico Schäfer auf später; Union ist Gottseidank kein Aufbaugegner für kriselnde Klubs mehr; Die Mannschaft schneller: Liegt es am schnellsten Tusche aller Zeiten?; Soares tritt Silvio und bekommt nicht einmal Gelb; Uwe Neuhaus startet in Duisburg mit der Heimtaktik; Michael Parensen ist sauer (O-Ton bei 13:04 Min); Elfmeter für Duisburg: Wo war Marc Pfertzel?; Spielfazit: Zufrieden/Unzufrieden; Simon Terodde vergibt große Chance; Menz wird für Mosquera eingewechselt: Alles Taktik?; Die Duisburger Schau-ins-Land-ReisenNüschtwieweg-Arena ist alles, was wir nicht wollen; Saisonziel Platz neun – Ist nicht sogar mehr möglich?; Bodycount: Unions Verletzte (O-Ton Silvio bei 33:29 Min)(wir klopfen auf Holz); Angst vor Friedhelm Funkel; Unersetzliche Spieler; Die Reservebank – Sebastian kopiert Louis de Funès; Mehr Fernsehgelder; Sponsorenakquise in einer strukturschwachen Region; Neue Hauptribüne – was geht mit DKB und Edgar Most?; Sebastian hat Zahnschmerzen bei Banken; Finanzierung für Worst-Case-Scenario (wir klopfen auf Holz); Powerpointfolien abfotografieren (Beispiel: Anteile Stadionbetriebsgesellschaft); Läuft Union zuoft ins Abseits? Wir prüfen anhand rudimentärer Daten von Impire.

Für die Verwendung der O-Töne von Silvio und Michael Parensen geht ein großes Dankeschön an AFTV.

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(Länge: 68:46 Min; Dateigröße: 59,5 MB)

Nananananananana – now Chinedu Ede!

Nach dem 0:1 Sieg in Duisburg unterhalten wir uns mit Hans-Martin über eine starke mannschaftliche Leistung.

Themenliste:

  • Spielanalyse (mit O-Tönen der Trainer Uwe Neuhaus und Milan Sasic)
  • Einzelkritik zu Chinedu Ede, Ahmed Madouni, Christian Stuff, Marcel Höttecke
  • Ab wann zahlt Union wieder Ablösesummen für Spieler?

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Die im Podcast verwendeten O-Töne von Neuhaus, Sasic und Ede stammen von AFTV.

Große Erwartungen.

Manchmal liest man vor dem Spiel die Mannschaftsaufstellung und staunt. Dann diskutiert man mit dem Nebenmann, wie das wohl gemeint sein könnte. Am liebsten möchte man es sofort in Lego bauen – einfach, um es sich besser vorstellen zu können. Wir besprechen das Spiel gegen den MSV Duisburg mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Hannes Teubner (AF.TV) und Robert und fassen uns dabei nicht ganz so kurz wie Milan Å aÅ¡iç (“Die wo arbeiten mehr, da geht der Ball auch im Tor.”). Weil wir uns im Gegenteil ziemlich viel zu sagen hatten, erscheint dieser Podcast in zwei Teilen. Und mit Lego gebaut haben wir außerdem.

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Der Peitz´sche Flügellauf.

(Die sechs unbeteiligten Duisburger Spieler haben wir aus Gründen der Übersicht weggelassen.)

Teuer erkauft.

Vom kuscheligen Platz auf der Couch, am Tresen oder auch von den Zuschauerrängen sagen sich solche Sätze ganz leicht, wenn die Ergebnisse mal nicht stimmen. Die Spieler müssten Gras fressen. Und jetzt müsse dorthin gegangen werden, wo es weh tue.

Beim 2:0 des 1. FC Union Berlin über den MSV Duisburg musste der medial schon mit dem perfekten Moment seiner Entlassung konfrontierte Trainer Uwe Neuhaus drei Mal gezwungenermaßen auswechseln. Und die Zuschauer bekamen plastisch illustriert, was sich auch hinter der Phrase “Gras fressen” verbergen kann.

Ahmed Madouni

Der neue Abwehrchef blieb kurz vor Ende der ersten Hälfte nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Torhüter liegen. Neben dem Tor von Jan Glinker wurde er behandelt. Duisburgs Angriffe ließen in der Zeit Erinnerungen an das Spiel in Osnabrück wach werden. Dort kassierte Union ein Gegentor, als der Innenverteidiger Göhlert außerhalb des Platzes behandelt wurde. Dann das Zeichen zur Bank. Wechsel. Wie im Heimspiel gegen Hertha, als Rauw verletzt vom Platz musste, kam Göhlert kalt ins Team. Madouni ging mit schmerzverzerrtem Blick und Eisbeutel auf der Schulter zur Kabine.

Nach der Pressekonferenz verblüffte Trainer Neuhaus die Journalisten mit einer kleinen Ausführung über die verschiedenen Grade einer Schultereckgelenksprengung. Niemand wusste etwas mit seinen Begriffen Tossy 1, Tossy 2 und Tossy 3 anzufangen. Aber ganz sicher wird diese Woche bei den Nachfragen nach der Diagnose von Madouni von Seiten der Journalisten mit der Rockwood-Einteilung gekontert.

Michael Parensen

Frisch von einer mehr als langwierigen Verletzung im linken Knie genesen, zeigte Parensen im Spiel gegen Hertha und Osnabrück wie wichtig er für das Aufbauspiel von Union ist. Er ging auch gegen Duisburg keinem Zweikampf aus dem Weg. Bei einem Zusammenprall in der zweiten Halbzeit mit Duisburgs Julian Koch, der erst gar nicht so schlimm aussah, blieb Parensen liegen. Koch fiel beim Zusammenprall auf das lädierte linke Knie des Unioners.

Wieder das Handzeichen für eine Auswechslung. Von den Rängen kamen Anfeuerungsrufe und es berührte wohl alle im Stadion als der weinende Michael Parensen auf einer Trage aus dem Stadion getragen wurde. Fast alle Mitspieler versuchten ihn auf dem Weg aus dem Stadion zu trösten und gute Besserung zu wünschen. Aber auch dieser Bruch wurde von der Mannschaft bewältigt.

Der Moment der Auswechslung von Michael Parensen im Stadion

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Halil Savran

Erst im Nachhinein erklärte Uwe Neuhaus, dass auch seine dritte Auswechslung nicht freiwillig erfolgte. Savran wurde von Wadenkrämpfen geplagt und musste in der 71. Minute durch Mosquera ersetzt werden. Für Uwe Neuhaus war das Spiel gegen Duisburg damit eine Partie, in der er nicht durch Einwechslungen eigene Impulse setzen konnte.

Santi Kolk

Der Abgang des Holländers passt nicht ganz in diese Kategorie, da er selbst verschuldet war. Allerdings passt er doch wieder hinein, denn er schwächt Union im nächsten Auswärtsspiel bei 1860 und zwingt Uwe Neuhaus neben den beiden Umstellungen für die verletzten Parensen und Madouni zu einem dritten Personalwechsel.

Kolk erhielt zwei Minuten vor Schluss nach einem kurzen Gefecht mit einem Duisburger Spieler vom Schiedsrichter die gelbe Karte. Noch während der Referee ihm die Karte zeigte applaudierte der Holländer und machte eine Handbewegung, die wohl dem Duisburger Spieler signalisieren sollte, dieser hätte sich vorher fallengelassen. Ob die Gesten dem Schiedsrichter oder dem Gegenspieler galten, war unwichtig, denn Kolk erhielt prompt die gelb-rote Karte.

Der Holländer gab sich danach zerknirscht, erkärte allerdings, er hätte nicht gewusst, dass man in Deutschland für Händeklatschen eine gelbe Karte erhalten würde. Kapitän Mattuschka, der beim Schiedsrichter nach eigenen Angaben noch “Fingerspitzengefühl” gefordert hatte, stellte Kolk allerdings auf Nachfrage keinen Rabatt für die Strafe für die Mannschaftskasse in Aussicht, denn das wüsste dieser bestimmt, dass es für solche Aktionen Gelb gibt.

Bilder: Stefanie Lamm

Kämpfen und siegen.

1. FC Union Berlin – MSV Duisburg 2:0 (0:0)

Bilder: Stefanie Lamm

Don’t Panic!

For a long period of my life I believed that the Zebra was closer to a dog than a horse and that they communicated with a complicated clicking language. This was proved to me as being utter nonsense whilst watching “Stripes”, a crappy film about a racing zebra that later comes on to a hot female horse. I don’t think that Disney would have sanctioned an ending to a film with inter species relationships, it would be a step too far, so I changed my scientific opinion. Anyway, all of this useless information is helpful to illustrate why a lifetime spent on the high Veldt working with the fauna wouldnt have worked. But thats the wonder of this game we love. I would never be allowed to write for well regarded zoology publications due to my glaringly obvious lack of any knowledge about the subject, whereas one quote from the Tagesspiegel describing me as a football writer, and bobs your uncle, I’m fully qualified to tell Uwe Neuhaus, a man who has managed and played professional football for his whole working life, how to set up a team to beat Duisburg. The zebras.

English tactical brain

So, with that in mind, this is what I would do for Sundays game, and it is unremittingly English. Apologies Herr Neuhaus in advance, but I think its time for 4-4-2. Simple tactics for a simple game.  In the Bundesliga both Stuttgart and Monchengladbach are playing what you would call a classic 4-4-2, and no-one would have the sheer balls to suggest that it’s working out particularly well for either, but it’s worked out okay so far for Kaiserslautern, who are playing the same fast and defined systen that made them look so much better than everybody else last year in the zweiteliga. It can work in this league, the key is a bit of pace and a bit of ball retention and movement. Union have the players for it, and it could be a cathartic process to say, “hey fuck it if they score a couple of goals, but we’ll just have to score more”, Helenio Herrera would go mental but why not try a reversal in the mindset of a team that is losing belief in the simple things that they were doing so well at the start of last season.

We’ll start at the back. All four goals Osnabruck scored on Wednesday came from defensive errors. There’s little that Herr Neuhaus can do about it, if you train all week on something and then Göhlert or Madouni simply let their marker go free in the box. So take the pressure off a bit, and try and make the opposition defenders deal with the tricky balls, both through the middle and from the wings. Dominic Peitz, while  making Terry Butcher look undermotivated, needs more time to pick a pass out than most. It’s not his job. He’s a destroyer- my friend Dave loves Peitz and has nicknamed him “the Tree”, it’s quite apt- but his inclusion already makes the back four infer that they are not up to the job and need a babysitter. Think of it as a proto-Marxist manouevre, an arm around the shoulder, “Madouni (mate), you have nothing to lose but your chains”. I like Madouni. I like the way he shouts at his colleagues, there is something very English about him as an old fashioned centre half (he would certainly fit into the stereotypes of what is required from one in the home of football), but he can pass the ball quickly and succinctly.

Michael Parensen and Torsten Mattuschka, equally, can then have the space in which to move the ball. Either forward to Benyamina’s feet, or out wide to try and get Mosquera into the box where he is at his most dangerous. For this you need Brunneman on the left and (heres the gamble) Quiring on the right. With his pace Quiring could get behind most defenses in this league, and if he can start getting the crosses in could become a real secret weapon in Köpenick. His presense would mean that behind him Christoph Menz would have to stay disciplined, but he repaid the trust Neuhaus put in him in spades against Hertha, so why not let him rise to the occasion again? Brunnemann and Kohlmann have built up a good understanding on the left, and that side should be one of Unions strongest outlets.

So, and lets be honest, that just leaves the question of the strikers and I would give a final throw of the dice to Mosquera and Benyamina. Mosquera’s first touch always was a a bit clumsy to say the least, so get him into the box where he can be a real handful. Again with Benyamina, he doesn’t like to drop back or out wide chasing the ball around. Get it to his feet where he can use his pace to run at the Duisburg defenders while Mosquera pulls them around with his gangling movement.

It’s only the 6th game of the season and, in the immortal words of the Hitchikers guide to the galaxy, Don’t panic. It needn’t be written in large friendly letters, even though they do help. After the same amount of games last year Frankfurt had just a single point too and they stayed up. Unfortunately it is the default position of the football fan. We all know what is wrong, and we all know how to win every game. Down the pub I have reconciled the bipolarities of Menotti and Billardo whilst equally being able to be pragmatic and build ateam around Roberto Baggio at the same time. The armchair is a very easy place to coach from indeed. So Uwe, if you’re reading this feel free to ignore it. Don’t panic and stick to your job mate, chances are you’re better at it than most of us.

Aufwand betrieben

5 Stürmer. Null Tore. 5Ziegen. 4Männer.

Im Podcast wird natürlich darüber diskutiert, wie man Stürmern das Toreschießen beibringen kann. Gesellschaft leistet uns dabei wieder der Starreporter vom Berliner Kurier, Mathias Bunkus, der die These aufstellt, dass Union noch kein Ausbildungsverein sei, weil man sich noch nicht in der 2. Liga etabliert habe und dass man den Durchbruch zum Profi eher nicht im Heimatverein schaffen wird.

Falls Ihr herausbekommt, wer von den verbissenen GO-Spielern im Hintergrund gewonnen hat, gebt Bescheid. Der nächste Podcast dann wieder aus einer Berliner Küche.

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Nüchtern betrachtet: Der 8. Spieltag

Ist schon lange her. Der 1. FC Wundervoll in Duisburg. Am Vorabend des 3. Oktober. Warum darauf herumreiten? Weil es in Deutschland üblich ist, dass die Journalisten (theoretisch) am Vortag eines Feiertages frei haben, da am Feiertag selbst keine Zeitung erscheint. Die Kollegen Sportjournalisten arbeiteten trotzdem am Freitag. Am Sonnabend erschien allerdings keine Zeitung, obwohl genug Zeitungsläden in Berlin geöffnet hatten. Am Sonntag hatte der Berliner Kurier seine Noten in der Ausgabe. Für die BILD am Sonntag ist Union nicht wichtig genug und die BZ erschien erst am Montag wieder. Dann mangels Aktualität aber ohne Noten. Anders absurd: In Russland zum Beispiel erscheinen am Feiertag Zeitungen, aber am darauffolgenden Tag nicht. Wegen Feiertag.

Zum Spiel:

MSV Duisburg – 1. FC Union Berlin 3:1 (1:0)

1:0 Larsen (28.)
2:0 Larsen (48.)
2:1 Biran (82.)
3:1 Larsen (84.)

Gelbe Karten: Tiffert – Göhlert (1), Benyamina (1), Dogan (3)

Zuschauer: 12.017

Der einzige Wechsel bei Union war Dogan, der nach seiner Verletzung wieder in der ersten Elf stand. Parensen dafür auf der Bank. Bemben leitete mit einem katastrophalen Rückpass das 1:0 ein. Das und ein dreifacher Larsen bleiben vom Spiel in Erinnerung. Und eine Überschrift, die Mathias Bunkus vom Berliner Kurier dichtete: “Leben und leben larsen …”

Noten_08

Ein Dank geht an Michael Kranz von der BZ, der die unveröffentlichten Noten per E-Mail schickte, und an Klaus-Dieter Vollrath von der Bild, der zwar keine Noten vergeben hatte, aber ebenso schnell antwortete.

Texttonvergehen: Famous Last Words

Alles war perfekt angerichtet. Der Hund von Herrn Mööp unterm Küchentisch, die Quiche von Steffi darauf. Daran saßen als Gäste der Starreporter und aus Hamburg angereist zum Auswärtsspiel bei der Hertha Nedfuller. Was dann kam, hat definitiv das Zeug als die berühmten letzten Worte des Aufnahmetechnikers in Geschichte einzugehen.

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Schade. Wir sprachen über das Spiel in Duisburg. Eine verdiente Niederlage nach Meinung der Anwesenden. Und vor allem ging es noch zusätzlich um das Verhältnis von zwei Vereinen in einer Stadt. Da hatte Nedfuller als HSVer einiges dazu zu sagen. Nun ja, vielleicht ergibt es sich ja, nach oder vor dem Spiel bei St. Pauli, das noch einmal zu wiederholen.