Kein Ponyhof.

Ich lebe mit den Dingen, die ich nicht ändern kann. Ich suche keinen Trainer, ich nehme den, der da ist. Weder kaufe noch verkaufe ich Spieler. Ich trage keinerlei Verantwortung für das, was bei Union passiert. Und exakt deshalb möchte ich von Zeit zu Zeit in die Bande beißen: Weil ich nicht, gar nicht, nullkommakeinbißchen Unterschied mache. Nur falls jemand fragt, warum ich so angespannt kucke.

Teve326 – Der Reigen der Enttäuschten

Union spielt 0:0 gegen Duisburg. Wir führen eine Trainer-Diskussion. Aber mit welchem Sinn?

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“Ich geh mir selbst schon auf den Sack. Ich kann mich selbst nicht mehr reden hören, weil ich jede Woche das Gleiche sage.”

Auf dem Rückweg durch den Wald. Wir hatten uns alles schon gesagt, was es zu sagen gibt zum 0:0 gegen Duisburg. Dass es hätte schlimmer kommen können. Dass Jakob Busk endlich mal die Null gehalten hat. Wobei, die Duisburger taten ihm ja den Gefallen kaum mal gefährlich auf das Tor zu schießen. Und Philipp Hosiner! So ein Ding wie gegen Fürth daneben gesetzt. Der Arme. Haste Scheiße am Fuß. Und warum so viele hohe Bälle. Die lassen sich doch so einfach verteidigen. Und auf wen sollten eigentlich Christopher Trimmel und Kristian Pedersen spielen? Auf sich selber? Wir haderten. Und dann fiel der Satz: “Aber gekämpft haben sie.” Ja, das kann man Union nicht vorwerfen.

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“Geredet wurde in letzter Zeit viel und lange”

Ich könnte jetzt viele Worte schreiben. Darüber wie wichtig diese Partie nachher um 13 Uhr gegen Duisburg ist. Darüber, dass die Mannschaft nur sich selbst helfen kann. Aus meiner Sicht hilft jetzt kein Trainer. Und es hilft auch kein Impuls von außen. Nur das Team selbst kann sich befreien. Auch aus der Situation mit Worte für Spiele zu finden, die nicht zu erklären sind. Was sie machen sollen?`Sich reinhauen. Nicht nachdenken. Und den Mitspielern vertrauen. Kein Spieler kann oder muss Union alleine retten. Auch nicht Steven Skrzybski. All das könnte ich in vielen Absätzen schreiben. Mache ich aber nicht. Ich gehe gleich ins Stadion. Dorthin, wo es wichtig ist. Ich möchte singen, hüpfen, schreien.

Oder um es mit Steven Skrzybskis Worten zu sagen: “Geredet wurde in letzter Zeit viel und lange, jetzt heißt es das auch ZUSAMMEN umzusetzen !🔴⚪💪🏼”

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Man muss ja keine Flaschen werfen

Die internationale Fußballwelt diskutiert seit Mittwochabend, ob die Atmosphäre in einem Fußballstadion vielleicht doch hin und wieder Einfluss darauf hat, was auf dem Platz geschieht. Erinnert daran wurden alle von Liverpools Sieg in der Champions League, der auch bei mir einen Ohrwurm hinterlassen hat. Es ist nicht unbedingt wahrscheinlich, dass Unions Spiel morgen gegen den Meidericher Sportverein ähnlich hohe mediale Wellen schlägt, aber das heißt ja nicht, dass der Effekt auf das Spiel nicht ähnlich groß sein könnte. (Und nein, das ist keine Aufforderung, Flaschen auf Duisburgs Bus zu werfen wie das in Liverpool passiert ist – ganz im Gegenteil.)

Photo: unveu.de

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Überraschender Trost für Andy Gogia

Für uns Berliner ist das ein komisches Gefühl heute: Feiertag zu Halloween. 🎃 Union selbst hat auch die Pforten dicht gemacht. Ein Spaziergang um das Stadion lohnt sich, aber rein geht es nicht: Der Fanshop ist geschlossen und die Profis haben trainingsfrei.

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Teve309 – Ein Spiel für Toni Leistner, nur das Ergebnis stimmte nicht

Toni Leistner erzielte in Duisburg ein Tor und bekam kurze Zeit später keinen Elfer gegen sich gepfiffen. Es hätte sein Spiel werden können. Doch kurz vor Schluss kassierte Union das 1:1. Außerdem: Wir reden über die Union-Theaterstücke und eine neue Union-Foto-Ausstellung.

Toni Leistners Kopfballtor in Duisburg; Foto: Hupe/union-foto.de

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“Wir haben Sieg nicht verdient mit der Leistung, die wir gebracht haben”

Ehrlich gesagt beschäftigte uns gestern hier im Harz der Sturm zunächst mehr als das Spiel von Union in Duisburg. Irgendwann sorgte ein Stromausfall im gesamten Ort dafür, dass hier gar nichts mehr ging. Doch gegen 12 Uhr kamen der Strom und kurze Zeit später auch der Mobilfunk wieder zurück.

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Rolle rückwärts

Während ich mich angesichts des Windes draußen frage, ob das Fußballspiel, das für mich eigentlich heute nachmittag ansteht, wirklich stattfinden kann, bedroht der neuerliche Sturm auch die Verkehrswege. Es steht zu hoffen, dass weder viele Reisepläne nach Duisburg durcheinander geraten, noch schwerwiegenderes passiert.

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Jens Keller beobachtet mit Lutz Munack das Training und plant wohl, die Mannschaft fast komplett zurück zu rotieren; Photo: Matthias Koch.


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“Wenn wir richtig toll gespielt hätten, wären wir weitergekommen”

Wow, wer mal einen komplett griesgrämigen, schmallippigen Jens Keller sehen möchte, sollte sich die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Duisburg mal zu Gemüte führen (AFTV). Der Trainer würgte jede Frage, die noch irgendwie mit dem Pokalspiel in Leverkusen zu tun hatte, ab. Weil er natürlich will, dass Duisburg, der nächste Gegner, in die Köpfe kommt. Für das Pokalspiel kann sich Union aus Kellers Sicht nichts kaufen: “Wenn wir richtig toll gespielt hätten, wären wir weitergekommen.” Es gibt also mit dem Trainer jemanden, der noch rationaler Sachen betrachtet, als ich das mache. Das macht mich auch ein bisschen froh.

Screenshot: AFTV

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