Wenig überraschende Transferspekulationen

Die Berliner Medien beschäftigen sich mit den Folgen der Saison: Die Berliner Zeitung beschreibt die gelöste Stimmung nach dem erfolgreich vermiedenen Spielklassenwechsel. Der Kurier rechnet aus, bei welcher Tabellenkonstellation Union wie viel Geld aus den Fernseheinnahmen bekommt.

Und Bild/BZ gehen den Kader nach möglichen Abgängen durch. Dabei schreiben sie, dass der Abschied von Daniel Mesenhöler schon fest stehen würde, und der englische Zweitligist Leeds United (wo Pierre-Michel Lasogga spielt) an Kristian Pedersen interessiert sei.

Nichts davon kommt sehr überraschend. Wie problematisch ein Weggang von Kristian Pedersen wäre, kommt auch darauf an, ob Christopher Lenz von seiner Leihe nach Kiel zurückgeholt wird.

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Christopher Lenz und Kristian Pedersen gehen sich bei Union vielleicht weiterhin aus dem Weg, Photo: Matze Koch

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Noch konzentrierter?

Es kann kaum überraschen, dass in der aktuellen Situation Unions auch bei den Pressekonferenzen mit Trainer André Hofschneider der Ton etwas angespannter wird. Bei der Runde vor dem Spiel in St. Pauli kam das zum einen in einer Frage (von Matze Koch) nach Hofschneiders ‘niederschmetternder’ Saisonbilanz mit den A-Jugend und Profimannschaften (27 Spiele, 4 Siege, 6 Unentschieden, 17 Niederlagen) zum Ausdruck. Und zum anderen in nachvollziehbar etwas gereizten Fragen der Reporter zu Unions Entschluss, in dieser Woche viermal nicht-öffentlich zu trainieren, sowie dem der Mannschaft, vorerst keine Interviews zu geben. Hofschneiders Erklärung dazu lautete: “Wir wollen uns ein bisschen abschotten, um noch konzentrierter zu sein.”

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Zumindest Toni Leistners neue (nicht-)Frisur konnte Union nicht geheim halten, Photo: Matze Koch

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Reicht es, Sebastian Polter aus dem Spiel zu nehmen, um Unions Spiel auszubremsen?

Am Samstag geht es im Stadion an der Alten Försterei gegen den FC St. Pauli und medial konzentriert sich schon einiges auf das Spiel. So nimmt der Kurier den Ball der Bild von gestern auf, in der Lasse Sobiech bekanntlich sagte, es würde das Unionspiel schon drosseln, wenn Sebastian Polter aus dem Spiel genommen werde. Polter spricht im Kurier über seine kuriosen Tore gegen St. Pauli. Was mich ehrlich gesagt mehr interessiert, ist die These, die Sobiech da anbringt. Reicht es, Polter aus dem Spiel zu nehmen, um Unions Spiel auszubremsen? Mit dem Eindruck vom vergangenen Spiel in Duisburg würde ich sagen: Ja, das stimmt. Denn damit wird die Option eines Zielspielers genommen, der mit dem Rücken zum Tor den Ball annehmen und weiterleiten kann. Und außerdem dem Rest des Teams die Möglichkeit gibt nachzurücken.

Lasse Sobiech im Zweikampf mit Sebastian Polter, Foto: Matze Koch

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