Nicht meckern, sondern machen: Michael Parensen und ein Stiftungsprojekt in einer Neuköllner Brennpunktschule

Steffi war gestern in der Neuköllner Otto Hahn Schule, an der Michael Parensen ein Projekt der Union-Stiftung durchführt. Was es damit auf sich hat, erzählt sie euch hier:

Michael Parensen und die Otto Hahn Schule sind auf einem eher formlosen Weg zueinander gekommen. Manchmal trifft man einen engagierten Sportlehrer und führt mit ihm ein Kneipengespräch. Bei Kneipengesprächen fallen einem sowieso auf die besten Sachen ein. Roland Hoffer heißt der Sportlehrer, und seine Schule macht ein paar Sachen anders. Auf richtige Weise anders. Die Schule steht in Neukölln. Und Sprachförderung ist ein Thema.  Wenn es die nicht gibt, sagt Roland Hoffer, bleibt den Jugendlichen ab irgendwann eben nur die Neuköllner Selbstständigkeit: Beim Onkel im Späti arbeiten. In den Familien wird zu Hause häufig kein Deutsch gesprochen.

Michael Parensen an der Otto Hahn Schule in Berlin-Neukölln, Foto: Stefanie Fiebrig

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“Von Statistik halte ich nicht viel. Wenn du glaubst, es geht von alleine, verlierst du“

Dadurch, dass die Hinrunde zwar zu Ende ist, aber Union noch ein Spiel in Aue zu spielen hat, fühlen sich die Rückblicke in den Medien etwas merkwürdig an. Aber andererseits gibt diese Hinrunde so viel Anlass zur Freude, dass sie nicht genug gelobt und gefeiert werden kann. Ungeschlagen. Eine ganze Halbserie lang. Wann hat es das zuletzt gegeben? Und so wird diagnostiziert, dass Union sich Selbstvertrauen und auch Spielglück erarbeitet habe (Berliner Zeitung). Und der Kurier lässt Sebastian Polter davon erzählen, wie der Trainer ihn immer integriert habe, selbst zu einer Zeit, als er noch nicht mit dem Team trainieren konnte. Der Himmel hängt wirklich voll rosa Wolken gerade bei Union.

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Das Knie: Michael Parensen verletzt sich im Training

Michael Parensen hat sich gestern beim Training am Knie verletzt. Das ist DAS Thema der Berliner Medien und ich würde lügen, wenn mir diese Geschichte nicht auch nahe ginge. Denn der Abwehrspieler ist mehr als nur ein Fußballspieler. Er symbolisiert all das, was Union in den vergangenen zehn Jahren erreicht hat. Als er kam, war der Stadionbau noch nicht fertig. Damals ging es mit dem Neubau der Stehplatztraversen darum, den Fußball-Standort Alte Försterei überhaupt zu erhalten. Jetzt geht es beim Stadionausbau darum, die Kapazität nahezu zu verdoppeln. Damals ging es um den Aufstieg in die Zweite Liga. Heute klopft Union an die Tür zur Bundesliga. Michael Parensen war immer dabei. Und zwar nie mit weniger als hundert Prozent. Ich wünsche ihm, dass die Knieverletzung nicht so langwierig ist, wie befürchtet wird.

Michael Parensen verletzte sich beim Training am Knie, Foto: Matze Koch

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Die Geschichte vom ewigen Micha

Wenn das 1:0 gegen Aue anhand von Spielern erzählt werden soll, dann gibt es eigentlich nur zwei Varianten. Die naheliegende ist, es über den Siegtorschützen Felix Kroos machen. Und die Geschichte bietet durchaus Potential: Wie schätzt der Vizekapitän seine Rolle in der Mannschaft ein? Und zwar nicht nur sportlich, wo er eigentlich auf der Achterposition vor Schmiedebach eingeplant war, aber gegen Aue zum Schluss wieder als Sechser zum Einsatz kam. Sondern auch was die Hierarchie in der Mannschaft betrifft.

Felix Kroos beim Aufwärmen vor dem Spiel gegen Aue, Foto: Stefanie Fiebrig

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Nein, Michael Parensen hat kein Instagram-Profil. Das ist fake

Union gewann das letzte Spiel der Tingeltour zum Saisonabschluss mit 9:1 gegen Türkiyemspor (Spielbericht und Fotos auf der Union-Website).

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Teve330 – Manchmal reicht es auch, etwas ganz doll zu wollen

Union gewinnt 3:1 gegen den VfL Bochum in einer wahnsinnig intensiven Partie und macht endlich den Klassenerhalt sicher. Wir reden viel über Mentalität, sind aber vor allem endlich mal gut gelaunt und erleichtert.

Kenny Prince Redondo jubelt nach seinem Treffer zum 1:0, Foto: Stefanie Fiebrig

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Michael Parensen kann und muss Union alleine nicht retten

Lasst uns mal mental langsam in Richtung Spiel gegen Bochum am Sonntag gehen. Eine Partie, bei der wir wohl erstmals seit vielen Jahren auf die liebgewonnene Tradition der Spielerabschiede vor dem Anpfiff verzichten müssen. Denn es geht darum, endlich den Klassenerhalt sicher zu machen. Da dürften Blumen, Bilder und warmer Applaus vor Anpfiff wie ein Abschenken wirken und nicht dazu beitragen, sich auf Bochum zu fokussieren. Aber vielleicht gibt es bei passenden Ausgang den Abschied zumindest nach dem Spiel. Die Autogrammstunde danach und die Präsentation der neuen Trikots kann sich Union aus meiner Sicht aber gerne schenken. Mit aller Gewalt Klassenerhalt.

Michael Parensen jubelt beim Heimsieg gegen Sandhausen im Februar, Foto: Matze Koch

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Simon Hedlund kocht auch nur mit Wasser

Die Pressekonferenz von André Hofschneider war eine dieser Situationen, in denen zwei für so eine Veranstaltung recht wichtige Dinge durchaus auseinandergingen. Nämlich was einerseits die meisten Journalisten interessierte, und andererseits worüber Trainer Hofschneider reden konnte oder wollte. Denn im Raum stand groß – wenn auch nur metaphorisch – Dirk Zingler und sein Interview zwei Tage zuvor. Aus diesem leiteten sich sowohl für die aktuelle Situation als auch die Bewertung von Hofschneiders Arbeit insgesamt viele Fragen ab, die der Trainer höchstens ausweichend beantwortete.

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2 Verletzungen, 1 Freakspiel und 2 offene Fragen

“Unsere Aufgabe haben wir fußballerisch gut gelöst, ergebnistechnisch aber schlecht”, sagte Trainer André Hofschneider gestern nach der 3:4-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern. Die Umstände waren wirklich alles andere als gut: Schneefall, dazu der Achillessehnenriss von Sebastian Polter beim Aufwärmen (und damit das Saison-Aus), dann der Sonntagsschuss zum 0:1, die Verletzung von Michael Parensen, der was knacksen gehört haben soll und zum Schluss Daniel Mesenhöler, der kurz vor Schluss beim Stand von 3:3 mit einem Kurzpass zum Innenverteidiger den Spielaufbau starten möchte, statt den Ball bei den Witterungsbedingungen einfach rauszuschlagen. Mir fällt nicht viel zum Spiel ein, außer dass sich die Mannschaft nicht clever verhalten hat. Fehlenden Einsatz und Willen kann man ihr sicher nicht vorwerfen. Und Steven Skrzybski löste seine Situationen wieder einmal hervorragend, obwohl das Spiel eigentlich wie gemalt für lange Bälle auf Sebastian Polter war.

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Felix Kroos will vom Ballbesitzspiel profitieren

Felix Kroos hat im Trainingslager mit der BZ über die Hinrunde gesprochen und ich bin froh, dass er ein paar Dinge anspricht, die dort nicht so gelaufen sind, wie man sich das erhofft hat. Dass Union mit Ballbesitz nichts anfangen konnte, dass er selbst zu torungefährlich war (was aber auch an seiner defensiven Mittelfeldposition lag, muss man anfügen). Wir hatten in der Vergangenheit bereits öfter darüber gesprochen, dass für es für die Mittelfeldspieler merkwürdig war, weil häufig der lange Ball gesucht wurde. Nicht nur von Union, sondern auch vom Gegner und die Kugel damit häufig über sie hinwegflog. Felix Kroos sagt dazu in der BZ:

Ja, weil ich gern den Ball habe. Ich laufe nicht gern hinterher. Allgemein mussten die Mittelfeldspieler einen zu hohen Aufwand betreiben, um überhaupt an den Ball zu kommen.

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