Das alljährliche Mannschaftsfoto. Für die Spieler ist es wahrscheinlich ein noch anstrengenderer Termin als der berüchtigte Laktattest. Auf dem Platz steht die Mannschaft “Fußballspieler” der Mannschaft “Fotografen” gegenüber. Das Team in rot findet seine Ordnung recht schnell, was man über die Fotografen nicht sagen kann. Fotografen sind generell keine Teamplayer und stehen sich meist gegenseitig im Bild. Typische Sätze sind “Kopp runter!”, “Weg da!” und “Rück doch mal zur Seite!” Allerdings verlieren die Köpenicker Fußballspieler bei der Seitenwahl und müssen zur Strafe nun in die Sonne blinzeln. Kein Wunder, dass das zunächst freundliche Lächeln alsbald in angestrengtes Gesichtstillhalten übergeht. Die Presseabteilung assistiert an den Linien und achtet darauf, dass nonverbale Meinungsäußerungen wie das beliebte Blankziehen unterbleiben. Anschließend geht es eins gegen eins, Porträtaufnahmen. Die Fotografen schreiten unter Verrenkungen die Reihe ab. Strafrunden gibt es für die neuen Spieler. Die müssen für ein Extra-Foto auf eher unnatürliche Weise zu sechst einen Ball festhalten. Wer das überstanden hat, darf duschen und hat für die kommendenden 364 Tage fotofrei. Allerdings nur, wenn er über den Rest der Saison in keiner Weise auffällt.















