Ein Mannschaftsfoto entsteht

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Der schönschrecklichste Fototermin einer jeden Saison ist der, an dem das neue Mannschaftsfoto und die Einzelporträts der Spieler entstehen. Schön daran ist, dass für einen Moment etwas sichtbar wird, das sonst nie zu sehen ist: Die gesamte Mannschaft.

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Heute gibt es neue Spielerfotos

Heute ist Media-Day bei Union. Das klingt wahnsinnig dynamisch. Dahinter verbirgt sich allerdings nur, dass ab 9 Uhr Fotos gemacht werden. Porträts der Spieler und Betreuer und natürlich das Mannschaftsfoto. In unserer schönen regulierten DFL-Welt gehe ich nicht davon aus, dass noch irgendjemand das Team von hinten wird fotografieren dürfen, wie vor 6 Jahren, als Torsten Mattuschka blank zog.

Spielerporträts der Saison 2015/16, Foto: Stefanie Fiebrig

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Die Spieler.

Ich hatte Spielerporträts versprochen. Bitteschön!

Standardsituationen der Sportfotografie.

Ein Hamburger Fotografenkollege, dessen Arbeit ich sehr schätze, ist Stefan Groenveld. Vor ein paar Tagen hat er “Die Mannschaft” fotografiert, seine Mannschaft, die des FC St.Pauli. Dabei sind nicht nur Spielerporträts entstanden, die von den üblichen Briefmarken abweichen. Zu jedem Bild gehört ein Tondokument, in dem der jeweilige Spieler seinen Namen, die Rückennummer und Position nennt. Ungefähr so stelle ich mir Barrierefreiheit vor. Ich mag die Idee, aus einer Standardsituation etwas Besonderes zu machen. Mir gefällt, wenn aus einem fest abgesteckten Rahmen etwas Unerwartetes entsteht. Ich wünsche mir mehr solcher Ideen, denn im Internet ist genug Platz dafür. Deshalb glaube ich, spricht nichts dagegen, wenn mehr Fotografinnen und Fotografen einen Schritt in diese Richtung unternehmen. Mal das Teleobjektiv einpacken. Mal den Blitz gar nicht erst suchen. Kleine, lichtstarke Festbrennweite, und einen Schritt dichter ran als üblich. Eine Normaloptik, die nicht überhöht, sondern dem entspricht, was Menschenaugen sehen. Ja, gerne auch schwarzweiß. Das reduziert auf das Wesentliche. Auf den Bildern dann zuerst die, die unter der Bezeichnung “Funktionsteam” zusammengefasst werden. Weil ohne sie nichts funktioniert.

Adrian Nikci macht im Test gegen Hapoel Tel Aviv auf sich aufmerksam

Union besiegt Hapoel Tel Aviv mit 2:0 und lässt keine Chance zu. Die Tore erzielten Collin Quaner (25. Min) und Skrzybski (53. Min). Besonders hervorzuheben sind die beiden Vorlagen von Adrian Nikci, wobei ich dem Schweizer nach seiner schwierigen Zeit mit diversen Verletzungen doch Zeit geben würde. Sieht auch Düwel so, der von ihm mehr Konstanz fordert (letzter Absatz in Bild/BZ).

Das Wort Polter-Ersatz ist unterdessen von Bobby Wood hinüber zu Collin Quaner gewechselt (Kurier). Kein Wunder, trifft der Zugang aus Aalen doch gerade. Wood hingegen hat weiter mit seinem Trainingsrückstand zu kämpfen und durfte gestern wegen eines Schlags auf das Knie nicht mitspielen.

Weitere Spielberichte gibt es hier:

  • 1. FC Union bezwingt Hapoel Tel Aviv mit 2:0 (Morgenpost)
  • 1. FC Union Berlin siegt im Heimdebüt gegen Tel Aviv (Kurier)

Testspieler werden nicht verpflichtet

Laut Bild werden die beiden Testspieler Markus Redl (Tor) und Pascal Itter (Rechtsverteidiger) nicht verpflichtet. Für mich wäre es beruhigend, wenn sich Union durchringen könnte und noch einen Linksverteidiger holt. Aber so richtig glaube ich nicht mehr daran. Das dürfte eher dann passieren, wenn sich in der Bundesliga alles sortiert hat und plötzlich jemand kurz vor Schließung des Transferfensters noch auf den Markt kommt. Oder Norbert Düwel reichen Michael Parensen und Fabian Schönheim.

Gestern wurde noch das Mannschaftsbild gemacht. Das sieht so aus:

Und so sieht es aus, wenn die Spieler für die Einzelporträts fotografiert werden:

 

Und so Sören Brandy:

Wie ein Mannschaftsfoto entsteht.

Das alljährliche Mannschaftsfoto. Für die Spieler ist es wahrscheinlich ein noch anstrengenderer Termin als der berüchtigte Laktattest. Auf dem Platz steht die Mannschaft “Fußballspieler” der Mannschaft “Fotografen” gegenüber. Das Team in rot findet seine Ordnung recht schnell, was man über die Fotografen nicht sagen kann. Fotografen sind generell keine Teamplayer und stehen sich meist gegenseitig im Bild. Typische Sätze sind “Kopp runter!”, “Weg da!” und “Rück doch mal zur Seite!” Allerdings verlieren die Köpenicker Fußballspieler bei der Seitenwahl und müssen zur Strafe nun in die Sonne blinzeln. Kein Wunder, dass das zunächst freundliche Lächeln alsbald in angestrengtes Gesichtstillhalten übergeht. Die Presseabteilung assistiert an den Linien und achtet darauf, dass nonverbale Meinungsäußerungen wie das beliebte Blankziehen unterbleiben. Anschließend geht es eins gegen eins, Porträtaufnahmen. Die Fotografen schreiten unter Verrenkungen die Reihe ab. Strafrunden gibt es für die neuen Spieler. Die müssen für ein Extra-Foto auf eher unnatürliche Weise zu sechst einen Ball festhalten. Wer das überstanden hat, darf duschen und hat für die kommendenden 364 Tage fotofrei. Allerdings nur, wenn er über den Rest der Saison in keiner Weise auffällt.