Rafał Gikiewicz wünscht sich Stimmung die ganze Zeit über

Eine Debatte darüber, ob es richtig ist beim ersten des 1. FC Union in der Bundesliga einen Stimmungsboykott zu organisieren, gibt es, seit die Ansetzung von Leipzig als Gegner in diesem Spiel erschienen ist, und spätestens, seit die Fanszene diesen Boykott angekündigt hat. Mit Rafał Gikiewiczs Instagram Post gestern, in dem der Torwart sich wünscht, dass es keinen stillen Protest sondern das ganze Spiel über frenetische Anfeuerung gibt, hat diese Debatte aber gestern noch einmal mehr Dynamik bekommen.

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Liebe Fans, am Sonntag werden wir alle einen historischen Moment erleben! Wir haben in der letzten Saison sehr hart für diesen Moment gearbeitet! Wir alle, auch Ihr! Für alle Unioner ist das ein besonderer Moment! Euer geplanter Boykott in den ersten 15 Minuten ist nicht gut für uns Spieler. Ihr könnt gerne eine Choreo oder sonst etwas machen. Wir Spieler, zusammen mit Euch Fans, müssen unseren Gegnern zeigen, dass das UNSER Platz ist, UNSER Haus! Sie müssen spüren „Wellcome to Hell“, dass es NIE einfach ist gegen uns zu spielen. Fans, das ist meine persönliche Meinung! Ich bin Ausländer und es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist! Ich will einfach nur MIT EURER HILFE gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen. Wir brauchen Eure Euphorie, Eure Gesänge, Eure Anfeuerungen!!! Alles Liebe Euer Giki

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#378 – Spieltagsansetzungsautomat

Eigentlich wollten wir einen kurzen Saisonvorschau-Podcast machen vor Unions erster Spielzeit in der Bundesliga. Aber die Diskussion um den Boykott der ersten 15 Minuten gegen Raba Leipzig kam uns erstmal dazwischen.

DFB-Pokal (1. Runde), VfB Germania Halberstadt – 1. FC Union Berlin (0:6), Fans von Union, Foto: Matze Koch

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Crunchtime für die neue Mannschaft

“Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.” Diese sehr treffenden Worte von Seneca sollten unter dem Union-Logo angebracht werden, wenn das Logo nicht unantastbar wäre. Denn all das, was wir beim Wechsel auf der Position des Torwarttrainers in nur wenigen Tagen erleben, steht unter diesem Motto. Nicht das schlechteste, wenn man sich nicht von Ereignissen treiben lässt, sondern selbst das Handeln bestimmen kann.


Foto: Matze Koch

Gestern wurde Dennis Rudel einen Tag nach Holger Bahras Freistellung als neuer Trainer der Unionkeeper vorgestellt. Der 38-Jährige war bei ein paar Zweitligisten in der Verlosung. Eine kurze Einschätzung von einem Freund der Familie Rudel:

Der Name gibt Anlass zu Wortspielen. Bild und Kurier können in der Hinsicht schon am ersten Tag das Wasser nicht halten ;) Der Kurier wispert etwas von einer möglichen Weiterbeschäftigung von Bahra im Union-Nachwuchs. Was da möglich ist, wenn die Kommunikation zwischen ihm und anderen Angestellten laut Kurier in den letzten Monaten so schwierig war, mag ich nicht einzuschätzen. Rein aus sozialer Verantwortung für einen langjährigen Beschäftigten fände ich das gut. Aus Sicht der Torwartausbildung und der angebrachten Kritikpunkte gegen Bahra würde ich allerdings nicht verstehen, wie er junge Keeper ausbilden soll.

Der 1. FC Umbruch

Mir gefällt der Ansatz der Morgenpost, die den Wechsel des Torwart-Trainers in einem größeren Zusammenhang eingebettet sieht. Dazu passt das Wort Umbruchsaison, das auch in der Mannschaft nicht fremd ist. Für diese Saison dürfte gelten: Klassenerhalt klarmachen und dann schauen, wie viele Spieltage noch übrig sind. Die Morgenpost schaut außerdem auf die auslaufenden Spielerverträge:

  • Christopher Quiring
  • Björn Kopplin
  • Mario Eggimann
  • Björn Jopek
  • Michael Parensen
  • Steven Skrzybski
  • Maximilian Thiel (Leihe mit Option)
  • Martin Kobylanski (Leihe mit Option)
  • Sebastian Polter (Leihe)

Meinem Gefühl nach dürfte es für Kopplin und Eggiman schwer werden, weiter bei Union beschäftigt zu werden. Bei Parensen bin ich mir nicht sicher und bei Polter hat Mainz die Hand drauf, da er dort unter Vertrag steht. Bei den anderen gehe ich von Verträgen über die Saison hinaus aus. Die Entscheidung darüber dürfte in den nächsten Wochen fallen. Das ist die Crunch Time, die Norbert Düwel vor einer Woche mit Bewährungszeit für Spieler bezeichnet hat. Einen größeren Umbruch sehe ich persönlich aber nicht auf Union zukommen. Es geht darum, ob Spieler das Potential haben, einen offenen Zweikampf um Positionen zu führen. Das ist in dieser Zeit der Saison normal. Und so lange nicht mehr als vier bis sechs Spieler ausgetauscht werden, dürfte das im Rahmen normaler Transferaktivitäten im Sommer liegen.

Systemwechsel gegen Darmstadt

Norbert Düwel wird gegen Darmstadt am Freitag vielleicht auf eine Doppelsechs mit Jopek als Umschaltspieler setzen. Das vermutet die BZ nach der Pressekonferenz vor dem Spiel. Klingt plausibel, riecht aber auch so, als ob der Präsident persönlich mit dem Betonmischer nach Südhessen fährt.