Rafal Gikiewicz über Frust: “Wir müssen das aushalten.”

Ich kann mir förmlich vorstellen, wie Rafal Gikiewicz vor den Reportern stand und sich über die Niederlage in Leverkusen und auch die zuvor gegen Bremen echauffiert hat (Berliner Zeitung/Kurier). Vielleicht mit den Armen gestikulierend, wie wir das häufig nach Spielen sehen, wenn Torwarttrainer Michael Gspurning zum Keeper geht und sich nach Niederlagen erst einmal durch einen Schwall Wörter durchschwimmen muss, bis er beim Torhüter ankommt. Gikiewicz nervt das Hinterherlaufen, das Nicht-in-die-Zweikämpfe-kommen. Vor allem das hat uns ja beim Zuschauen in den ersten 20 bis 30 Minuten so sehr das Gefühl gegeben, Union hätte gar keine Chance. Bei allem Frust, der raus muss, finde ich vor allem den Punkt zur Frustrationstoleranz wichtig, über den Rafal Gikiewicz sagt: “Das ist das Lieblingswort von Freiburg-Trainer Christian Streich. Wir müssen das aushalten und weiter arbeiten, uns nicht runterziehen lassen.” Das gilt nicht nur für die Mannschaft. Das gilt für uns alle.

Torwart Rafal Gikiewicz redet nach dem Spiel auf Torwarttrainer Michael Gspurning ein, Foto: Matze Koch

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