“Natürlich will ich Meister werden. Aber doch nicht zehn Mal hintereinander!”

Ich bin gestern extra zeitig in die Freiheit 15 nach Köpenick gefahren, um mir vor Vorstellungsbeginn des Theaterstücks “Wir werden ewig leben” noch die Partie in Heidenheim anzusehen. Wahrscheinlich sollte ich eher schreiben “von Heidenheim”, denn Union war beim 0:3 nicht in der Partie. Hatten die Spieler am Montag Braunschweig noch klar gemacht, dass es an ihnen kein Vorbeikommen geben würde, waren sie in Heidenheim häufig einen Schritt zu spät und ließen dem Gegner Platz.

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Wir werden siegen oder verlieren.

Beim letzten Heimspiel wurde ein neues Lied im Stadion an der Alten Försterei gespielt. Eine gemeinsame Produktion von InExtremo und Lopez.

InExtremo und Lopez – Wir werden siegen oder verlieren

Lopez heißt eigentlich Chris Lopatta. Und er ist Schauspieler. Unioner kennen ihn aus dem Theaterstück zum Spiel. Wenn Lopez erzählen soll, wie es zu der Zusammenarbeit mit Inextremo kam, wird klar, dass nicht immer alles so glatt läuft, wie es im Nachinein aussieht. Wie er zum Beispiel Kay Lutter, dem Bassisten von InExtremo über den Weg gelaufen ist: “Kay habe ich kennengerlernt, da war ich halbtags Pförtner an der Musikhochschule. Er hat dort Bass studiert. Ich habe gewartet, dass ich Schauspiel lernen kann.” Die Bindung zwischen den beiden hält bis jetzt.

Gemeinsam haben sie ein Lied aufgenommen. Nach der Melodie des erfolgreichen Liedes “Vollmond” von InExtremo. Lopez erklärt, wie es dazu kam: “Beim Konzert fiel mir das Lied als Ohrwurm auf. Zuerst hatte ich nur den Refrain gedichtet. Den fand Kay gut. Er hat mir dann gesagt, dass wir das auch richtig aufnehmen könnten.” Kay ist selbst auch Unioner. Eine Grundhaltung wie er findet: “Ich bin nicht Unioner, weil die Mannschaft erfolgreich ist. Ich bin es geworden, weil ich auf der richtigen Seite stehen wollte. Wir sind eben die Guten.”

Unterstützt wurden Kay und Lopez vom Gitarristen Sebastian Lange. Der saß im März im Tonstudio in der Greifswalder Straße hinter der Glasscheibe und dirigierte die Aufnahmen. Herausgekommen ist ein Lied, das eine Grundhaltung von Union transportiert. Auf Neudeutsch müsste es wohl Philosophie heißen. Es geht nicht um Spieler oder Fans. Es geht um den Verein. Nicht nur eine hohle Phrase. Darum müsste das Lied aus Trotz vor allem nach Niederlagen gespielt werden, findet Lopez.

Bilder: Stefanie Lamm