Es kommt nicht darauf an, wo du herkommst, sondern wo du bist

Simon Hedlund lächelt, streckt seinen Arm nach hinten über das Sofa aus und schlägt die Beine übereinander. Er sinkt in die Kissen als wären sie Treibsand. Neben ihm sitzt Sebastian Andersson, den Rücken deutlich gerader haltend, etwas nach vorn gelehnt und mit seinen Knien eng aneinander. Es ist ein kleines Sofa. Ihre Beine berühren sich nicht, aber fast. Andersson trägt Straßenklamotten, Hedlund einen Trainingsanzug. Beide lächeln weiter. Ob sie es wirklich sind oder nicht: Aber immerhin erscheinen Unions Schweden entspannt, zufrieden und so, als hätten sie Spaß. “Wetter wie in England”, sagt Hedlund. Und er hat recht damit. Es liegt eine Feuchtigkeit in der Luft, die die Trainingseinheit gerade eben sehr viel angenehmer gemacht hat.

Simon Hedlund nach seiner Verpflichtung durch Union 2016, Foto: Matze Koch

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Die Einwechslung gegen Zürich war ein großer Schritt für Fabian Schönheim

Während ich gestern Abend in einem viel zu kleinen Klassenraum beim Elternabend saß, spielte Union gegen Grashoppers Zürich 3:3 (Spielbericht auf der Union-Website). Und das klingt nicht nur spannender als meine Abendbeschäftigung, sondern war es auch. Mit vielen kleinen Geschichten. Christoph Schösswendter kam in der Innenverteidigung zum Einsatz. Robert Zulj kam zur zweiten Halbzeit und musste mit Magenkrämpfen runter. Beko Taz schoss ein bemerkenswertes Freistoßtor. Union führte 2:0, lag dann 2:3 zurück und kam noch zum Ausgleich.

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Beim Verkehr in Köpenick macht Union das, was Bezirk und andere schon längst hätten machen sollen

Ich bin ehrlich gespannt auf die Partie heute Abend gegen Darmstadt. Denn die Lilien werden nicht nur auf Wiedergutmachung aus sein nach ihrer schwachen Leistung gegen Sandhausen, sondern müssen auch auf viele Spieler verzichten: Sowohl Artur Sobiech als auch Kevin Großkreutz fallen aus, dazu kommen weitere Langzeitverletzte (Kicker). Ob Tobias Kempe nach einem überstandenen Zehenbruch zum Einsatz kommt, ist auch fraglich. Für Trainer Thorsten Frings könnte das je nach Spielverlauf und Ergebnis auch die letzte Partie als Coach in Darmstadt sein. Zu sehr hinken die Lilien den eigenen Ansprüchen hinterher.

Aus meiner Fernsicht würde ich sagen, das dass alles schon arg nach Durchhalteparolen und Mutmachen klingt (was bleibt einem Trainer auch schon übrig in solch einer Situation):

Twitter: @sv98

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Manchmal muss es der Sportplatz sein.

Wiese, Tore, Eckfahnen, Trainerbänke und Geländer zum Festhalten. Mehr ist gar nicht nötig. Der Friedrichhagener SV hat mich gestern daran erinnert, wie der Fußball bei Union war, bevor wir drüben in der Alten Försterei zu bauen anfingen. Nein, ich möchte nicht zurück in die Oberliga, aber trotzdem mag ich solche Sportplätze wie den in Friedrichshagen, wo alles ist, wie es soll, und ich mich mühelos zurechtfinde. Jungs und Mädels – es war toll bei euch. Danke!

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Eine gute Nachricht und ein gesprächiger Anwalt

Es gibt sie noch die guten Nachrichten: Die Deutsche Bahn hat (aus welchen Gründen auch immer) ihren Widerstand gegen den Regionalbahnhof in Köpenick aufgegeben. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung dem Abgeordnetenhaus mit. Aber bevor jetzt übermäßiger Jubel ausbricht: Es beginnt jetzt erst einmal ein neues Planfeststellungsverfahren. Es dauert also noch ein paar Jahre, bis wir vom Alex oder Ostkreuz mit der Regionalbahn zu Union fahren können. Ursprünglich sollte der Bahnhof bereits 2007 fertig sein, doch dann hatte die Deutsche Bahn plötzlich kein Interesse mehr. Was für den Sinneswandel gesorgt hat, ist nicht klar.

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Sich positionieren

Die Diskussionen im vergangenen Jahr scheinen eine Sensibilisierung gebracht zu haben.

Die Krisenstimmung und der ebenfalls am Tag der Arbeit geplante Neonazimarsch machten Krawalle wahrscheinlich. Als Aufmarschort gilt derzeit Köpenick, wo sich auch die Bundeszentrale der rechtsextremen NPD befindet. Autonome, Gewerkschaften und Parteien wollen einen Neonazimarsch durch Blockaden verhindern. Einen Aufruf dazu unterzeichneten unter anderem Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), Linke-Chef Oskar Lafontaine, Grünen-Vorsitzende Claudia Roth, Verdi-Chef Frank Bsirske – und der Köpenicker Fußballverein 1. FC Union.

Tagesspiegel