Guten Tag, mein Name ist Sebastian Polter, und ich bin hier, um Ihren Strafraum anzuzünden!

Heute gibt´s mehr Bilder als sonst. Nicht nur, weil mehr einfach mehr ist – sondern vor allem deshalb, weil Sebastian und Daniel sich Verteidigerfotos gewünscht haben. So´ne schöne Defensive, und nie gibt´s Bilder davon. Das kann natürlich nicht so bleiben. Jetzt haben sie genug Material für einen Christopher-Lenz-Dia-Vortrag. Weil am Ende aber Grischa Prömel und Sebastian Polter kurz mal alles abgefackelt haben, was rumstand, ufert es in eine Bilderflut aus. Zu Recht, wie ich finde.

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Toni Leistner wählt harte und klare Worte zu Unions Situation im Abstiegskampf

Das 1:3 in Darmstadt liegt uns allen sicher noch schwer im Magen. Umso mehr bin ich froh, dass Toni Leistner sein selbst verordnetes Schweigen bricht und auch medial sagt, was wir alle gesehen haben: “Man hat klar gesehen, dass wir die Mentalität gerade in den ersten 35 Minuten haben vermissen lassen, die in solchen Spielen nötig ist. Es war fast nicht zweitligatauglich.” Vielleicht schaffen es diese deutlichen Worte, nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Umfeld etwas aufzuwecken, das mir ein bisschen zu sehr nach dem Motto des aus dem Hochhaus stürzenden Mannes verfährt, der bei jeder Etage denkt: “Bis hierher ging es noch gut.” Ja, ich weiß, dass der Abstieg nicht wahrscheinlich ist. Aber er ist möglich. Und deswegen muss alles dafür getan werden, damit der Klassenerhalt aus eigener Kraft gelingt und man nicht von anderen Teams abhängig ist.

Foto: Stefanie Fiebrig

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Simon Hedlunds Generalprobe in Kiel

Union hat viele Baustellen zur Zeit. Vieles ist unklar. Die Zukunft des Trainers beispielsweise. Die Liga ebenso, in der Union in der nächsten Saison spielen wird. Und der Zustand, in dem sich die Mannschaft befindet, ist für uns von außen betrachtet auch unklar. Manche Fragen gehen im Alltag unter, wenn es vor allem um das jeweils letzte Punktspiel oder die nächste Partie geht. Die Länderspielpause gibt den Berliner Medien die Chance, sonst eher nachrangige Themen zu behandeln. So hatte sich die BZ am Sonntag mit Dennis Daube beschäftigt, der von André Hofschneider etwas überraschend im Regensburg-Spiel als bester Spieler auf dem Platz hervorgehoben wurde. Im Artikel geht es darum, dass er sich noch Hoffnung auf mehr Spiele macht. Verständlich mit Blick auf seinen im Sommer auslaufenden Vertrag. Ich habe mich vor allem über diese Stelle gewundert:

Im Dezember sortierte Union ihn quasi aus, jetzt ist er überraschend nah an der Startelf. Daube: “Mir wurde gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit auf Einsatzminuten nicht so groß sein wird. Für mich war es schwierig, damit umzugehen.”

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Relegation ist kein Thema für Union

Bis zum nächsten Spiel am Ostersonntag in Fürth ist noch viel Zeit. Die Profis trainieren (leider diesen Sonntag nichtöffentlich, weil heute und morgen die brasilianische Nationalmannschaft an der Alten Försterei trainiert. Deshalb ist auch der Fanshop am Stadion geschlossen.) und spielen am Montag in Kiel. Dort wird im Gegenzug zur Partie gegen Wolfsburg sicher eher die erste Garde zum Zug kommen, die am Anfang der Woche so etwas wie einen Kurzurlaub vor dem Saisonfinale bekommen hat. So etwas wie Kurzurlaub hat Marcel Hartel auch bei der U21. Über seinen Einsatz schreiben Bild/BZ (noch nicht online). Zitiert wird dort Stefan Kuntz, der sich eine Woche vor dem Länderspiel mit Unions Mittelfeldspieler in Berlin getroffen hat, um dessen Situation zu besprechen. Der U21-Coach sagte: “Es hilft natürlich, wenn er hier mal in einer anderen Umgebung mit einer neuen Motivation ein bisschen zu alter Stärke zurückfindet.” Ich hoffe für Hartel, dass er gegen Kosovo am Dienstag von Beginn an spielen kann und nicht nur mit neuer Spielfreude zurück zu Union kommt, sondern dass er auch weiter hier gefördert wird. Ein Hartel, der als Chaos-Element die gegnerischen Reihen durcheinander bringt, wäre für die Schluss-Phase der Saison ein Gewinn.

Marcel Hartel beim U21-Spiel gegen Israel, Foto: Michael Hundt/Matze Koch

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Die Woche der Wahrheit beginnt

Heute startet Union in die Woche der Wahrheit. Ich halte normalerweise nicht viel von solch großen Worten, aber dieses Mal treffen sie besonders gut. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen entscheidet sich nach den Spielen am Dienstag gegen Kiel (20.30 Uhr, auswärts) und am Freitag (zu Hause gegen Nürnberg (18.30 Uhr, heim), wohin die sportliche Reise in den nächsten Wochen geht. Denn Union hat sowohl zum oberen Relegationsplatz (3. Rang) als auch zum unteren Relegationsplatz (16. Rang) den gleichen Punktabstand von 7 Zählern. Und je nach Ausgang der Spiele ist dann vielleicht zusätzlich klar, ob man bei Union noch einmal Geld in die Hand nehmen will (jedenfalls, wenn es der finanzielle Spielraum hergibt), um die Innenverteidigung zusätzlich zu stärken, oder ob man der Meinung ist, dass die Personaldecke auf dieser Position für die sportlichen Ziele ausreicht. Transfers sind jedenfalls theoretisch noch bis nächste Woche Mittwoch, den 31. Januar möglich.

So oder so: Der Druck ist da. Und von Trainer André Hofschneider erwarte ich heute in der Pressekonferenz (13 Uhr, live auf AFTV), dass er erzählt, sie würden alle nur von Spiel zu Spiel denken und sich keinen Druck machen.

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