Großer Abgang

Während Karim Benyamina heute noch einmal ernsthaft Fußball spielt, hat Union gestern den Termin für das Abschiedsspiel für ihn und Torsten Mattuschka bekannt gegeben: den 2. September, um 17:22 (get it?). Das ist das Wochenende mit Länderspielpause, an dem auch der Drachenbootcup stattfinden wird. Die Tusche/Karim Allstars treffen auf die Profimannschaft von Union.

Weiterlesen

Im Urlaub

Der Urlaub hat angefangen bei Union, entsprechend wenig Neuigkeiten gibt es heute. Und weil die Spieler noch nicht richtig in ihren Erholungsdomizilen angekommen zu sein scheinen, fehlen auch noch die obligatorischen Pool-und-Strand-Bilder.

Nochmal Kugelköppe #fcunion #altefoersterei #360

A post shared by Ludi (@der_ludi) on

Weiterlesen

“Wir sollten damit anfangen, wer spielen kann, das wäre schneller”

“Wir sollten damit anfangen, wer spielen kann, das wäre schneller”, sagte Trainer Jens Keller gestern in der Pressekonferenz vor dem letzten Saisonspiel in Fürth (gibt es hier auf AFTV). Dann zählte er aber doch auf, wer alles definitiv ausfallen wird:

  • Jakob Busk (Nasen-OP)
  • Fabian Schönheim (muskuläre Probleme)
  • Roberto Puncec (Magen-Darm)
  • Dennis Daube (Knieprellung)
  • Felix Kroos (Innenbandverletzung)
  • Steven Skrzybski (Muskelverletzung)
  • Toni Leistner (Adduktoren)

Screenshot: AFTV

Weiterlesen

Eroll Zejnullahu muss sich entscheiden

Heute mal viel Kleinklein. Laut BZ/Bild stehen die Zeichen bei Eroll Zejnullahu auf Abschied. Belege dafür gibt es nicht. Aber dafür Indizien, die hier auch schon ein paar Mal genannt wurden: die sportliche Situation, die sich durch die Kaderplanung jetzt für ihn nicht verbessert. Dazu seine Vertragssituation, die ihn nur noch ein Jahr an Union bindet. Die Frage, die er für sich beantworten muss: Traue ich mir den Sprung bei Union zu oder muss ich woanders hin? Helfen könnte ihm im Zweifelsfall auch Jens Keller, wenn er neben dem Fokus auf Gegenpressing auch eine andere spielerische Strategie implementieren will, die mehr seine Spielweise anspricht. Aber selbst dann muss sich Eroll Zejnullahu die erste Frage beantworten. Und natürlich ist diese Entscheidung nicht so einfach und rational zu treffen, wie ich das darstelle. Eroll Zejnullahu wird sicher mindestens schon die ganze Rückrunde darauf herumkauen.

Foto: Stefanie Fiebrig

Weiterlesen

Toni Kroos beantwortet Fragen zu Felix Kroos. Und zwar gerne.

Torsten Mattuschka hat gestern mit Altglienicke 0:4 gegen BFC Viktoria verloren. Zwei Tore erzielte dabei auch Karim Benyamina (kurzer Bericht beim Kurier).

Weiterlesen

Ein vorgezogenes Abschiedsspiel von Karim und Tusche

Heute um 13.35 Uhr spielt Torsten Mattuschka im Halbfinale des Berliner Pokals mit der VSG Altglienicke gegen Karim Benyamina mit dem BFC Viktoria (live auch im RBB Fernsehen, im Einzelstream auf rbb-online.de). Das ist ein bisschen wie das vorgezogene Abschiedsspiel von Karim und Tusche. Aber das findet ja nach Saisonende bei Union statt. Hier ein Vorbericht der Morgenpost und hier könnt ihr Tusche sehen, wie er heiß wie Frittenfett ist:

Weiterlesen

Wie aus Tusches und Karims Abschiedsspiel vielleicht das Abschiedsspiel der Generation Aufstieg wird

Jens Keller und die Mannschaft waren gestern im Theater, um sich “Eisern Union – Das Stück zum Spiel” anzusehen. Und wer auch immer dieses Foto gemacht hat: Gratulation. Eroll zwischen Regisseur Jörg Steinberg und Trainer Jens Keller zu sehen, wie er fast sehnsüchtig nach oben zum fußballspielenden Union-Bär schaut, hat etwas.

Weiterlesen

Union ist in Braunschweig leider nur im Auswärtsblock vollzählig

Leider meinte der Verein mit diesem Tweet nicht die Mannschaft, sondern die Fanbegleitung nach Braunschweig. Ich würde gerne schreiben, dass Sascha Lewandowski aus dem Vollen schöpfen kann. Aber das stimmt einfach nicht.

Weiterlesen

Wenn sich Benyamina und Neuhaus in Finsterwalde treffen

Heute machen wir mal eine Reise. Und zwar ganz weit weg. Nach London zu Sebastian Polter. Der ehemalige Unionstürmer steht mit den Queens Park Rangers vor dem Saisonstart in der zweiten englischen Liga. Bild/BZ hat mit ihm gesprochen und ich muss gestehen, dass ich noch etwas Trennungsschmerz habe. Ehrlich gesagt bin ich immer noch in der ersten Trauerphase der Verleugnung: “Tore schießen können auch andere.”

Weiterlesen

Karim Benyamina: “Wir gewinnen gegen Paderborn. Wie immer.”

Montagmorgen. Es ist zehn Uhr in Köpenick. Der Himmel ist wolkenverhangen über dem Stadion an der Alten Försterei. Über den fast leeren Parkplatz vor der Haupttribüne weht ein unangenehm scharfer Wind. In der Tankstelle neben dem Stadion wird Paderborner Bier angeboten. Für 49 Cent je Flasche. Die Profis von Union, die in Fürth 1:1 gespielt haben, sind beim Auslaufen. Der Rest macht eine komplette Trainingseinheit.

2014-03-17 10.30.44Foto: Fiebrig

Ein Trio kommt aus dem Wald. Torsten Mattuschka, Benjamin Köhler und mittendrin Karim Benyamina. Unions Rekordtorschütze. Plötzlich fühlt sich alles so an wie vor fünf Jahren. Kurz nach dem Aufstieg in die Zweite Liga. Die drei gehen ruhig in Richtung Kabine, im Hintergrund stehen noch die alten Mannschaftscontainer, in denen das Team noch bis vergangenen Sommer hauste.

Und noch etwas ist gleich geblieben. Der Fotograf Matze Koch zückt den Apparat, um den zurückgekehrten Angreifer in rot-weißen Trainingssachen von Union zu fotografieren. Benyamina zieht seine Jacke hoch über den Kopf, versteckt sich wie ein kleines Kind, das nicht gefunden werden will. Die Begrüßung ist herzlich. Koch bekommt sein Bild. Ebenso wie Mathias Bunkus vom Kurier den freudigen Handschlag. Beide Journalisten haben Union auch in der Oberliga begleitet. Und damit auch Benyamina. Das wird nicht so leicht vergessen.

Doch der zweimalige algerische Nationalspieler macht keinen reinen Freundschaftsbesuch bei seinem alten Kumpel Benjamin Köhler. Er ist verletzt. Seinen Muskelfaserriss lässt er hier in Berlin von den Union-Physios behandeln. Und er hält sich noch bis zum 30. März vor Ort fit. Trotzdem wird er nur zwei Spiele seines Klubs MC El Eulma verpassen. “In Algerien wird wegen der Präsidentschaftswahl drei Wochen kein Fußball gespielt”, sagt er.

Nichts wird mehr so sein wie früher

Er hat sich daran gewöhnt, im Heimatland seines Vaters zu spielen. “Algerien ist ein bisschen anders. Viel ruhiger als hier. Da gehen abends um acht die Lichter aus.” – “Das ist ja wie zu Deiner Zeit bei Union. Da hast Du auch abends um acht zu Hause in Ruhe ein Buch gelesen.” Lachen. Es ist nicht ganz klar, wer wen vermisst. Der Spieler das Gefragtsein durch die Reporter oder die Journalisten das ungezwungene Gespräch mit dem Fußballer. Vermutlich schwelgen alle einfach gern in der Vergangenheit. Denn sie wissen, dass es so nie mehr werden wird.

So, wie bei den legendären Spielen gegen Paderborn. Beim 3:2 nach 0:2 Rückstand im Oktober 2008 schoss Benyamina in Unterzahl zwei Tore. Beim wahnwitzigen 5:4 ein Jahr später traf er auch zweimal. Den gerade etwas abschlussschwachen Offensivspielern muss er trotzdem nichts extra sagen. “Die brauchen keine Tipps von mir. Wir gewinnen gegen Paderborn. Wie immer.” Karim Benyamina sagt immer noch “wir”.

2014-03-17 10.31.46
Foto: Fiebrig