Angesprochen auf seinen Notenwunsch nach dem 4:0 Sieg gegen den FSV Frankfurt sagte Chinedu Ede: “Das ist mir scheißegal. Hauptsache, wir haben gewonnen.” Das drückt alles aus, was dieses Spiel ausmachte. Keine besonders gute Leistung von Union. Aber für den FSV in der derzeitigen Verfassung war das schon zuviel. An allen vier Toren war Ede beteiligt, doch zu gut erinnert er sich an vergangene Spielzeiten oder den Saisonstart dieses Jahr, als das er übermäßig in Euphorie ausbrechen würde. So wie der gesamte Verein sich zwar wohlig an 31 Punkten wärmt, aber ansonsten die Ruhe bewahrt.
Mannschaftsaufstellung; Einwortzusammenfassungen des Spiels; Das erste Tor: Siehst Du Mosquera, so wird das gemacht!; Was ist eine Notbremse (Schlicke, Menz)?; Offizielles Regelwerk des DFB (PDF); Chinedu Ede setzt Prioritäten (O-Ton; 13:00 Min); Der aktuelle Status von Ede; Christian Stuff stolpert (O-Ton; 22:01 Min); Union wird variabel bei Freistößen; Simon Terodde und die Apfelschorle; FSV Frankfurt: Ein Traditionsverein ohne Fans; Buch “Eisern Union!” von Frank Willmann und Jörn Luther; Karim Benyamina ist traurig (O-Ton, 38:41 Min); FSV will drei bis vier Spieler zum Winter abgeben; Bei Union läuft es anscheinend. Unheimlich.; HSV-Friedhof ist nicht gefragt; Der Abstand zum Relegationsplatz wächst; Fürth: Da sah Union doch immer gut aus; Ein Jahr ohne ordentliche Mitgliederversammlung: Ist das satzungsgemäß?
Als Patrick Kohlmann vom Vereinsfernsehen AFTV nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt (1:1) zum Ausgleichstreffer von Karim Benyamina befragt wurde, antwortete er in bester Phrasendreschmanier: “Die Geschichten, die der Fußball immer schreibt.” Wir hätten gerne auf diese Geschichte verzichten können. Es reicht schon, zu akzeptieren, dass die Nummer 22 jetzt die 9 trägt und nicht an der Alten Försterei sondern am Bornheimer Hang spielt.
Da die DFL es für eine besonders gute Idee hielt, den Zweitligastart in die Ferienzeit zu legen, wird beim Podcast alles etwas anders in den nächsten Wochen. Wir werden weniger und andere Gäste begrüßen. Dieses Mal zu Gast nur Hans-Martin, der kurz vor der Abreise in den Urlaub bei uns in der Küche vorbei schaute. Robert ist auf einem Festival und Mathias Bunkus (Berliner Kurier) hatte zwischen Arbeit (Bornheimer Hang, Frankfurt) und Arbeit (Alexanderplatz, Berlin) mit Schlaf zu tun.
Die Themen:
Silvio kann Elfmeter. Aufreizend lässig.
Der Wechsel Mosquera gegen Silvio. Ein Bruch im Spiel?
Babacar Gueye kann keinen Elfmeter.
Karim Benyamina (Aus Gewohnheit: “Ohohoho.”)
Zwei Halbzeiten, zwei Union-Gesichter. Bleibt das so?
O-Töne:
19:54 min Uwe Neuhaus erzählt, was er bei Benyaminas Tor gedacht hat
Das Spiel gegen Cottbus war gefühlt das letzte Spiel der Saison. Robert und Mathias Bunkus (Berliner Kurier) waren zu Gast in unserer Küche und haben mit uns über Höflichkeit, Professionalität und Fantum geredet. Auch über schnelle junge Flügelflitzer (Chrissy Quiring!). Und über Abschiede (Karim! Peitzinho!).
Karlsruhe? War da was?
O-Töne im Podcast
08:06 Min – Karim Benyamina kaspert
20:22 Min – Stänkerei um Vergangenheitsfußball auf der Pressekonferenz
36:42 Min – Pfiffe bei der Spielerverabschiedung
66:42 Min – Dominic Peitz freut sich über sein Tor
Den versprochenen Podcast vom Spiel gegen Frankfurt vor zwei Wochen reichen wir nun pflichtschuldigst nach. Neben der berechtigten Befeierung von Karim Benyamina fällt uns vor allem eins auf: Alte Meinungen sind der Realitätscheck schlechthin. Im Rundfunk wird ja zurecht davon gesprochen, dass sich Meinungen versendeten, also vergessen werden. Wir äußern jedenfalls die feste Überzeugung, dass Dominic Peitz bei Union bleiben wird (bei 01:12:15 h). Diese Info kann sofort vergessen werden.
Inhaltlich beschäftigten wir uns gemeinsam mit Hans-Martin mit dem Spiel, das, wie wir heute wissen, die nötigen Punkte zum Klassenerhalt lieferte. Außerdem spielen natürch die Benyamina-Festspiele und die Kaderplanung für die nächste Saison eine Rolle. Zu dem Zeitpunkt hieß es allerdings nur: Stürmer gesucht.
O-Töne im Podcast
00:00:20 Mannschaftsaufstellung des FSV Frankfurt
00:01:56 Mannschaftsaufstellung des 1.FC Union Berlin
00:30:33 Patrick Klandt (Keeper Frankfurt)
00:32:00 Torsten Mattuschka
00:41:25 Karim Benyamina
01:20:15 Bonus: Lied für Karim Benyamina
Wenn einer Karim Benyamina sagt, denke ich zuerst an sein Tor gegen den BFC Preussen 2006. Mir fällt die Choreografie nach dem 8:0 ein, Doppelhalter mit den Gesichtern der Spieler. Eure Namen in unseren Herzen. Von der 2. Liga träumten wir zu der Zeit eher heimlich, und Karim Benyamina wurde “Flipper” genannt – nicht immer liebevoll.
Im letzten Podcast 2010 sprachen wir über Gewinner und Verlierer der Hinrunde. Auf der Sonnenseite sahen wir ganz klar Karim Benyamina, Zweitligastürmer, der gerade in die algerische Nationalelf berufen worden war. “Flipper” sagte schon lange niemand mehr.
Sein Vertrag wird am Saisonende nicht verlängert. Der Bruch ist hart. An den Reaktionen darauf kann man die Widersprüche ablesen, die im System Profifußball stecken. Während man als Fan die Verjüngung der Mannschaft fordern kann, ohne auf verdiente Spieler zu verzichten, sortiert man als Verein kurzerhand aus. In der 2.Liga gibt es keinen “etwas anderen Verein”, was die Kaderplanung betrifft. Es gibt nur Wahrscheinlichkeit und ein begrenztes Budget.
Karim Benyamina ist viel weiter gekommen, als ihm je einer zugetraut hat. Unübersehbar sind die Parallelen zwischen seiner Karriere und dem Weg, den Union genommen hat. Sein Anteil daran ist groß. Uwe Neuhaus und Christian Beeck wären nicht die ersten, die ihn unterschätzt haben.
Trainer Uwe Neuhaus hat gewarnt. Allerdings vor dem Gegner und nicht vor dem Schiedsrichter. So kam es gegen Arminia Bielefeld wieder zu einem Spiel, wie es für Union typisch ist. Leidenschaft. Kampf. Willensstärke. Alles Attribute, die in der Vorwoche nicht unbedingt mit dem neuverlegten Rasen in Verbindung gebracht wurden.
Wieder 0:1. Dieses Mal allerdings zu Hause. Gemeinsam mit Robert und Mathias Bunkus (Berliner Kurier) unterhalten wir uns über die schwankenden Ergebnisse von Union.
Themenliste:
Spielanalyse (mit O-Ton vom Trainer der Löwen, Rainer Maurer)
Einzelkritik zu Santi Kolk, Björn Brunnemann und Karim Benyamina (mit O-Ton von Trainer Uwe Neuhaus
Das Heimspiel gegen Osnabrück würde ein Union zugeneigter Fußballfreund sicher anerkennend als “paderbornesk” bezeichnen. Wir unterhalten uns mit Robert über das Auf und Ab des Spiels.
Themenliste:
00:00 min Wie war das Spiel? Hoch und runter, von links nach rechts.
28:08 min Marcel Höttecke: Never ending Story – Die Torhüterposition
42:09 min Daniel Göhlert: Ein Fehler ist gleich ein schlechtes Spiel?
51:00 min Torsten Mattuschka: Wette auf die Zukunft.
Natürlich sprechen wir im letzten Podcast des Jahres mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier), Hans-Martin und Robert über das am Ende erfolgreiche Spiel gegen den Karlsruher SC.
Aber noch viel natürlicher ziehen wir ein Saisonfazit. Wir haben die Idee der Kollegen vom Herthablog der Berliner Morgenpost übernommen, und jeder hatte die Möglichkeit, aus seiner Sicht drei Gewinner und Verlierer aus dem Kader des 1. FC Wundervoll zu benennen. Dabei gibt es einige Überraschungen.
Zum Schluss schauen wir noch ein wenig in die Glaskugel und überlegen, was nach der Freigabe für Polenz und Sahin in der Transferperiode passieren kann.
Die Themen mit Zeitangabe:
04:34 Wie war das Spiel? Haben wir in der zweiten Hälfte ein neues Sturmduo gesehen? (mit O-Ton von Halil Savran)
53:50 Hinrundenfazit: Gewinner und Verlierer (mit O-Ton von Karim Benyamina)
101:20 An- und Verkauf. Was passiert in der Winterpause?
Das 1:0 gegen Düsseldorf wird uns für immer im Gedächtnis bleiben. Des Ergebnisses wegen. Ansonsten ist es sicherlich ein Spiel gewesen, das schnell dem vergessen anheim fallen wird. Darum haben wir uns mit Hans-Martin, Robert und Martin vor allem um die Besetzung der Sechserposition im nächsten Spiel und über Kenan Sahin unterhalten.
Als Gast zugeschaltet haben wir dieses Mal den freien Journalisten Matze Koch, der als einziger deutscher Journalist bei Karim Benyaminas Länderspieldebüt vor einer Woche vor Ort war.