Warum sind eigentlich Polizisten in den Gästeblock gegangen?

Irgendetwas fühlte sich komisch an, als Joshua Mees beim 4:0 gegen Fürth in der 5. Minute das 1:0 erzielte. Ich konnte nicht jubeln. Kurz zuvor gab es den heftigen Zusammenprall zwischen Suleiman Abdullahi und Maximilian Wittek, bei dem von uns aus nicht sichtbar, ob der Fürther bei Bewusstsein war oder nicht. Wir sahen nur die regungslosen Beine ausgestreckt liegen. Dann plötzlich Gewühl im Gästeblock zwischen Fürther Anhängern und Ordnern und die Polizei, die hineingeht. Und mitten in diese Phase schießt Joshua Mees das 1:0. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein Uniontor so regungslos zur Kenntnis genommen habe.

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Dass bei Union nicht viel mehr über die Offensive gesprochen wird, liegt an der verdammt guten Defensive

Die Frage nach der offensiven Durchschlagskraft bestimmt weiter die Themen der Berliner Medien. Kein Wunder nach einem 0:0 in Paderborn, bei dem Union drei wirklich gute Torchancen nicht nutzte. Trainer Urs Fischer setzt da an, in dem er sagt, dass durchaus genug Chancen da waren, das Spiel zu entscheiden (Tagesspiegel). Außerdem müsse im Angriffsdrittel präziser gespielt werden. Wer noch vor Augen hat, wie Bälle zu häufig in den Rücken der startenden Spieler gespielt wurden, weiß wovon Urs Fischer spricht.

Joshua Mees und Suleiman Abdullahi nach einem Einsatz im Baltic Sea Cup, Foto: Matze Koch

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Ungeschlagen, aber langweilig? 7 Dinge, die uns nach dem 0:0 in Paderborn froh machen

“Von daher nervt’s mich auch ein bisschen”, sagte Urs Fischer auf der Pressekonferenz, als er das 0:0 in Paderborn einschätzen sollte und über die verpassten Torchancen sprach. Es war eine höfliche Untertreibung. Wie so oft, wenn der Union-Trainer öffentlich spricht. Er selbst dürfte sich sehr ärgern über ein erneutes Unentschieden, das Union zwar die unglaubliche Serie von 10 Liga-Spielen in Folge ohne Niederlage einbringt (der Kurier freut sich zurecht darüber), aber gleichzeitig sich nicht im gleichen Maße in Punkten niederschlägt. Ein zweites Mal brach es für Fischers Verhältnisse aus ihm heraus, als er über den ausgebliebenen Elfmeterpfiff an Joshua Mees sagte: “Es regt mich schon ein bisschen auf.” Der Offensivspieler war von Christian Strohdiek am Nachschuss gehindert worden, nachdem zuvor Sebastian Andersson die Latte traf.

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Demnächst können die Offensivspieler schon froh sein, wenn sie es in den Kader schaffen

Union hat eine riesige Auswahl an Offensivspielern. Das wissen wir. Allerdings waren zu Saisonbeginn nicht alle einsetzbar. Mit Sebastian Polter, Joshua Mees und Suleiman Abdullahi sind die verletzten Spieler allerdings zurückgekehrt. Mees, der als Konkurrent zu Felix Kroos und Robert Zulj hinter den Spitzen zum Einsatz kommen kann, haben sich der Tagesspiegel und der Kurier beschäftigt. Auch wenn ich noch nicht glaube, dass die drei schon echte Optionen für die Startelf sind, so ist deren Rückkehr doch ein Zeichen an den Rest der Offensive. Denn demnächst dürfte es schon ein echter Erfolg sein, überhaupt den Weg in den Kader geschafft zu haben. Das gilt vor allem für Spieler, die noch nicht so recht in Form gekommen sind, wie Simon Hedlund (dem sich Bild/BZ widmen, noch nicht online), Kenny Prince Redondo oder auch Felix Kroos und Robert Zulj. Die nächsten Wochen werden in dieser Hinsicht echt spannend.

Joshua Mees beim Testspiel-Sieg gegen Babelsberg (9:1) am 12.10. 2018, Foto: Matze Koch

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Das 9:1 gegen Babelsberg zeigt, wie variabel Unions Offensive in Zukunft sein kann

Ich hatte ja beim Test gegen Babelsberg ein zähes Spiel mit einer sich mühenden Mannschaft erwartet, die nicht besonders eingespielt ist, weil vor allem Spieler mit wenig Spielpraxis zum Einsatz kommen. Stattdessen wurde es ein 9:1, bei dem Union mit voller Wucht auf Offensive ging (Spielberichte bei Union auf der Website, der BZ und dem Kurier; Fotos vom Spiel gibt es bei Union in English). Vielleicht ein Versprechen auf die Zukunft, wenn Spieler wie Joshua Mees, Suleiman Abdullahi und auch Sebastian Polter ernsthafte Optionen für die Startelf sind. Union wird dann möglicherweise offensiv noch weniger ausrechenbar. Allerdings glaube ich nicht, dass wir in der Zweiten Liga eine so offensive Ausrichtung von Beginn an sehen werden, weil das im Zweifel zu viele Räume für die gegnerische Mannschaft öffnet. Aber gespannt bin ich tatsächlich auf den Wandel der Spielweise bis Weihnachten, wenn Stück für Stück mehr Spieler zur Verfügung stehen.

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Warum Christopher Quiring zu Altglienicke gewechselt ist

Anlässlich des Achtelfinals Schweden gegen Schweiz hat der Kurier kurz mit Angreifer Sebastian Andersson gesprochen und ihn gefragt, ob er Rücksicht auf seinen aus der Schweiz stammenden Trainer nehmen werde. Andersson jetzt schon zu fragen, ob er auch neben Sebastian Polter spielen können, finde ich aktuell nicht so dringend. Denn Polter wird noch einige Monate benötigen, bis er voll einsatzfähig ist. Spannend finde ich die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld und die Frage, ob Spieler wie Christoph Schösswendter oder Peter Kurzweg noch den Verein wechseln werden.

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Für Fabian Schönheim ist es bitter, dass er zum Beginn der Vorbereitung nicht fit ist

Der Urlaub für die Unionspieler ist vorbei. Am Montag und Dienstag geht es zu den sportmedizinischen Untersuchungen und danach ins Kurztraininingslager. Ich hoffe, dass wir in der BZ wieder ein Foto von Micha Parensen vor der Charité sehen. So sah das 2016 und so 2017 aus. Davor haben wir viele Fragen, die uns die Bild (leider noch nicht online) fast alle schon beantwortet. Kristian Pedersen wird beispielsweise nicht auftauchen, weil der Wechsel nach England nun tatsächlich bevorsteht. Fabian Schönheim wird auch fehlen, weil seine Reha noch nicht abgeschlossen ist. Das ist für den Verteidiger mal wieder kein gutes Zeichen, dass er einen Teil der Vorbereitung verpasst. Er geht 2018/19 in das letzte Jahr seines Fünfjahresvertrags, den Union 2014 mit ihm abgeschlossen hat, weil um ihn herum eine Mannschaft aufgebaut werden sollte. Es ist anders gekommen.

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