Treffen sich zwei Union-Kapitäne beim Berliner Fußballverband

Nachher um 13 Uhr beginnt das Spiel gegen Regensburg. Meine Erwartungen sind etwas gedämpft. Oder anders gesagt: Ich habe die Pfanne nicht mehr so heiß. Das liegt weniger daran, dass Präsident Dirk Zingler unter der Woche als vorrangige Aufgabe den Klassenerhalt ausgerufen hat (der Kurier nimmt das Thema noch einmal auf). Es liegt mehr an der Frage, dass ich mir gestern Abend mal angeschaut habe, wie Düsseldorf aktuell spielt. Und sie strahlten dabei diese Selbstverständlichkeit aus, die Union teilweise in der vergangenen Rückrunde zeigte. Und es ist diese Selbstverständlichkeit, die seit Monaten schon fehlt und die nicht einmal einmalige Erfolgserlebnisse zwischendurch in Gang bringen können.

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Der Jahresrückblick 2017: “So ‘ne Scheiße, wir steigen auf”, Stadionausbau und eine immer wieder ans Herz gehende Geschichte

Weil es heute, einen Tag vor dem Weihnachtssingen gar nicht so viel zu erzählen gibt, dachte ich, dass es vielleicht Zeit für einen kleinen Rückblick wäre. Was war eigentlich dieses Jahr so los bei Union? Denn der Trainerwechsel mit all seinen Nebengeräuschen hat das Zeug, die Bewertung dieses Unionjahres sehr zu dominieren. Zwei Texte rund um die Entlassung von Jens Keller waren in den Top10 der meistgeklickten Texte dieses Jahres beim Textilvergehen, dieser hier ganz weit vorne an Nummer 1. Aber es gab viel mehr, was uns dieses Jahr bewegt hat. Das hier nämlich:

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Vom Ballast befreit ins Jahr 2018

Lasst uns jetzt gemeinsam ein bisschen runterkommen. Uns vom aktuellen sportlichen Geschehen lösen. Sei es räumlich wie Philipp Hosiner in Dubai, Felix Kroos in New York, Steven Skrzybski in Madrid oder Toni Leistner im Schnee in Schweden. Wir nehmen die guten Sachen von 2017 mit rüber ins neue Jahr und lassen die schlechten und toxischen Dinge hier. Wir befreien uns von jedem Ballast. Spürt ihr es schon? Seid ihr jetzt auch so entspannt wie Roberto Puncec am Strand? Bereit, um ins Jahr 2018 zu schweben?

💆🏻‍♂️🌞✌🏻

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“Ich persönlich will das Wort ‘Aufstieg’ eigentlich die nächsten Wochen gar nicht mehr hören”

Ich fremdele gerade ein bisschen mit meinem Verein. Das hat nicht alles etwas mit selbstgemachtem Elend zu tun. Aber vieles eben schon. Da ist dieses Kicker-Interview des Präsidenten, in dem er ohne Not von “schwerwiegenden Gründen” spricht, die zu Kellers Entlassung geführt hätten. Was sofort zu einer Replik von Keller-Berater Thomas Eichin führte, die im Gegensatz zum Interview aber für alle online im Kicker zu lesen war, weshalb der Großteil vor allem Eichins Sicht, aber nur sehr verkürzt die Sicht von Zingler mitbekommen haben dürfte, die ja nur für Kicker-Käufer zu lesen war. Und zusammengefasst kommt dann so etwas wie hier im Kurier raus. Vielleicht nicht das, was man von Vereinsseite nach den Zingler-Interviews erwartet hat:

Screenshot: Berliner Kurier

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“Es wäre eine Katastrophe, wenn wir erst handeln würden, wenn es für jeden offensichtlich wird”

Seit Union am Montag vor einer Woche bekannt gegeben hat, sich von Jens Keller zu trennen, warteten sowohl Unioner als auch Journalisten darauf, dass sich auch Präsident Dirk Zingler zu dieser Entscheidung äußern würde.

Das hat er nun getan, wenn auch nur im Gespräch mit der Kommunikationsabteilung des Vereins selbst, und nicht gegenüber Journalisten. Das Interview in Gänze kann man auf der Webseite des Vereins lesen und auf AFTV ohne Zugangsbeschränkung anschauen. Wir fassen die wichtigsten Aussagen des Union Präsidenten zusammen:

Über die Gründe, sich von Jens Keller und Henrik Pedersen zu trennen:
“Wir waren natürlich unzufrieden mit dem Ergebnis der Saison [2016/17], mit dem Auftreten unserer Mannschaft und der gesamten Lizenzspielerabteilung nach dem Nürnberg-Spiel. […] Es wäre ja aus meiner Sicht eine Katastrophe, wenn wir erst dann handeln würden, wenn es für jeden offensichtlich wird.”

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“Ich glaube, dass in der Winterpause der absolute Resetknopf gedrückt wird und wir uns dann alle noch einmal neu sortieren müssen”

Toni Leistner war am Dienstagabend zu Gast bei 19:53, dem Dresdner Fußball-Talk und hat dort unter anderem sowohl über die aktuelle Situation bei Union mit dem Trainerwechsel und der sportlichen Krise als auch seine persönliche Zukunft gesprochen. Wir dokumentieren hier die Aussagen von Unions Abwehrchef:

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Teve314 – Ich musste nichts tun, alles war kaputt

Die Entlassung von Jens Keller wirkt noch nach und beim ersten Spiel unter dem erneuten Cheftrainer André Hofschneider gingen nicht nur 3 Punkte, sondern auch jede Menge Hoffnung und Aufbruchstimmung verloren.

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“Herr Munack hat uns einige Fragen beantwortet, andere blieben offen.”

Habe ich gestern noch kritisiert, der 1. FC Union würde sich nach seiner Entscheidung, Jens Keller und Henrik Pedersen zu entlassen und dafür das Projekt Bundesliga-Aufstieg in die Hände von André Hofschneider zu legen, einfach in sein Forsthaus zurückziehen, so hat ein Teil der Verantwortlichen sich gestern doch zu Wort gemeldet. Ob das daran lag, dass Jens Keller so bereitwillig Interviews gibt (jetzt bei Sport1 und RBB, nachzuhören hier auf der Seite von Inforadio), dass sich die Berliner Journalisten, die ihn fast nur zu Pressekonferenzen zu sprechen bekamen, wahrscheinlich die Augen reiben, weiß ich nicht. Vielleicht hat sich auch intern die Erkenntnis durchgesetzt, dass Ereignisse, die aus Sicht von Verantwortlichen logisch und schlüssig erscheinen, es für Außenstehende noch lange nicht sein müssen. Erst recht, wenn sowohl Trainer als auch Mannschaft von dieser Entscheidung überrascht waren.

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Viele Fragen sind offen, aber bei Union will sie niemand beantworten

Die Entlassung von Jens Keller und Henrik Pedersen vom Montag wirft immer noch Fragen. Vor allem weil sich Union in seine Wagenburg zurückgezogen hat. Sportgeschäftsführer Lutz Munack ist seit den wenigen, aber wohl bedachten Worten in der Pressemitteilung vom Montag auf Tauchstation. Dabei wäre es schon interessant für uns alle, wie André Hofschneider die Aufgabe Bundesliga-Aufstieg anders angehen möchte als Jens Keller, dem das Erreichen dieses Zieles nicht mehr zugetraut wurde. Das wäre auch die Aufgabe des für den Sport Verantwortlichen, diese Entscheidung öffentlich zu vertreten und auch zu der Entscheidung zu stehen. Eine Pressekonferenz zur Vorstellung des Trainers und was er nun ändern möchte, gibt es nicht. Dafür findet am Donnerstag um 13.30 Uhr die Spieltagspressekonferenz vor der Partie gegen Dresden mit André Hofschneider statt. Ich biete ein Trinkspiel an. Wie wäre es mit einem Shot für jedes “Fragen nur zum Spiel”?

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