Tag Archive for 'Jan Glinker'Page 2 of 3

Wider die Fluchangst.

Beim Gespräch über den ersten Auswärtssieg seit Äonen setzen wir uns mit (vergangenen, kommenden, bestehenden) Flüchen auseinander. Gemeinsam mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier) und Robert wird über den Auswärtsfluch, Torhüterfluch, Mosquerafluch, Benyaminafluch und Trainerfluch debattiert. Zwischendurch lernen wir, wie Journalisten wetten und Tage zwischen sieglosen Spielen zählen.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Warum Jan Glinker an der Flanke vorbeiflog.

Crowd Sourcing und Datenjournalismus machen es möglich. Textilvergehen hat exklusiv die Ursache für Jan Glinkers Flug durch das Bielefelder Stadion aufgedeckt. Aus wie gewöhnlich gut informierten Kreisen wird süffisant auf ein falsch eingestelltes Jetpack verwiesen.

Union mit Hertha-Syndrom?

Wir diskutieren mit Mathias Bunkus (Berliner Kurier) die unglückliche Niederlage in Augsburg. Dabei geht es natürlich um das Spiel allgemein und den Fehler von Jan Glinker zum 1:1 im besonderen. Wir versuchen herauszufinden, ob nun einfach Jan Glinker mal mit einem Fehler dran war oder das Problem komplexer ist. Und natürlich fragen wir uns, wie es mit Unions Nummer eins weitergeht.

A propos weitergehen. Wie geht es weiter, wenn Union auch in Bielefeld verliert? Wie ist das Bekenntnis von Präsident Dirk Zingler zu Trainer Uwe Neuhaus zu bewerten? Und weil es gerade sich anbietet: Hat Union das Syndrom der Hertha aus dem letzten Jahr? Wir suchen Gemeinsamkeiten und vor allem Unterschiede zur fatalen Entwicklung des anderen Berliner Vereins in der letzten Saison.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Das Union-Niveau klopft bei Jan Glinker an.

Ja. Aber.

John-Jairo Mosquera schießt ein Tor. Ja. Aber, John-Jairo Mosquera vergibt auch großartige Chancen. Union war überlegen. Ja. Aber Union hat nicht gewonnen. An einem Freitag Abend kamen knapp 17.000 Zuschauer. Ja. Aber es flogen massiv Becher auf den Platz.

Das 0:1 für Aue durch Hensel

Mosquera trifft zum 1:1

Über all diese Themen und die Tore reden wir im Podcast mit Hans-Martin, Robert und als besonderen Gast Christian Arbeit.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Bilder vom Spiel

Bilder: Stefanie Lamm

Blendendes Derby

Nimmt man die Zeit, in der die Brötchen im Mediencontainer bei Union verschwinden, als Indikator, dann ist das Spiel gegen Hertha BSC in eine solche Kategorie einzuordnen wie vielleicht letztmalig das Halbfinale gegen Borussia Mönchengladbach. Das letzte Brötchen wurde knapp 75 Minuten vor dem Anpfiff verspiesen. Knapp 60 Minuten vor Spielbeginn versuchten noch einige Leute von Sky den letzten Kaffee aus der Kanne zu kippen. Erfolglos, wie die Kaffeelache darunter verriet.

Ansonsten war das nicht der Tag, an dem Objektivität zu den Kernbereichen der Sportberichterstattung gehörte. Ein Mitarbeiter vom Deutschlandfunk hatte sich zum Beispiel seinen Herthaschal um die Tasche gebunden. Wir trugen die Derby-Shirts. Und als Santi Kolk nicht angegriffen durch das Mittelfeld der Hertha spazierte und dann zum 1:1 traf, jubelte auch ein Teil der Presse. Der andere Teil hatte bereits in der zweiten Minute die Arme heben können, als ein langer Freistoß von Rukavytsya die Abwehr von Union in tiefe Verwirrung stürzte. Torgüter Glinker macht zwei Schritte nach vorn und zwei zurück. An einem anderen Ort zu einer anderen Zeit vielleicht der Beginn einer vielversprechenden Diskokarriere. Beim Fußball steht das allerdings sinnbildlich für Unentschlossenheit. Madouni, so sieht es aus, verliert Niemeyer aus den Augen. Und nach dem 0:1 brüllt Brunnemann den eigenen Torhüter an. Danach das große Zittern. Nicht auf den Rängen, sondern auf dem Rasen.

Nach dem Spiel darf sich Union bei Hertha bedanken. Diese präsentierte sich trotz Führung wie ein Aufbaugegner zur rechten Zeit. Sie überließ der Heimmannschaft das Spielfeld und so konnte diese Stück für Stück Ballsicherheit gewinnen. War vorher bereits ein Sicherheitspass über fünf Meter ein Problem, so gelangen vor allem über die mit Parensen endlich wieder komplette linke Seite Kombinationen, in die sich auch Mosquera einbringen konnte. So etwas war in den ersten vier Pflichtspielen dieses Jahr nicht zu sehen gewesen.

Festmachen kann man diese Spielentwicklung an Spielern wie Christoph Menz und Dominic Peitz. Menz war in der ersten halben Stunde die Nervosität in Person. Er musste von Madouni über die Mittellinie geschubst werden, um sich in das Offensivspiel einzureihen, und sich anschreien lassen. Und Peitz führte Zweikämpfe, denen man zwar das Bemühen nicht absprechen konnte, über denen aber die ganze Zeit der Präfix “un” zu schweben schien: Unglücklich. Ungeschickt. Als Rauw verletzt das Spielfeld verließ, zeigte Uwe Neuhaus Peitz mit symbolischem Klatschen auf die Wangen an: Aufwachen! Für den Rest des Spieles konnte mit Peitz die Kopfballhoheit im defensiven Mittelfeld gewonnen werden. Ein Mittel, um die langen Bälle auf Friend zu verhindern. Und Christoph Menz hätte seine zum Schluss gute Leistung noch mit einem Tor krönen können. Aber vielleicht hat er sich nach dem Spiel einfach bei Ramos bedankt, das dieser ihn defensiv nicht beschäftigt hat.

Trotzdem darf nichts darüber hinwegtäuschen, dass Union nicht drei Punkte aus dem Spiel mitgenommen hat und nach vier Spielen in der zweiten Liga immer noch sieglos dasteht. Das am Anfang kämpferische und zum Schluss auch spielerische Engagement muss sich in den nächsten beiden Spielen bestätigen. Das brachte auch Karim Benyamina zum Ausdruck, als er auf die Frage eines Reporters, wie die Spieler das Derbyergebnis feiern würden, ironisch antwortete: “Wir werden heute Abend richtig saufen und dann das Spiel gegen Osnabrück abschenken!”

Bilder: Stefanie Lamm

Musset sein?

Eigentlich wollte ich hier und heute etwas gelassenes über einen sommerlichen Samstagnachmittagkick schreiben, der am besten im Liegestuhl, mit einem kalten Getränk in der Hand zu genießen gewesen wäre.

Doch es war auch das erste Heimspiel unseres neuen und seit dem heutigen Spiel auch definitiv zweiten Torwarts Marcel Höttecke.

Wenn er aufläuft, sieht der Rest der Mannschaft aus wie eine Bande Zwerge. Groß, massig, stark sieht er aus. Ein Typ, vor dem ein anstürmender Gegenspieler Angst bekommen sollte. Gegen den Mann zu laufen, sieht aus wie AUA. In einer klasse Flugeinlage mit Faustabwehr stellte er diese Qualität auch unter Beweis.

Sein Job bei Union: Druck auf unsere Nummer 1 – Jan Glinker – machen.

Sein Stand bei Union ist ein schwerer. Die Fans lieben Jan Glinker und bei wenigen wird “Fußballgott” so mit Inbrunst gebrüllt, wie bei ihm.

So sahen wir heute alle mit Interesse seinem Spiel zu, mit Argusaugen und teilweise wenig Wohlwollen.

Auf dem Platz stand ein scheinbar nervösen Torwart, der sich oft in Diskussionen mit Madouni, unserem – vermutlich – zukünftigen Abwehrchef befand und selten eine schnelle Spieleröffnung hinbekam, da er lange brauchte um sich zu orientieren. Es war offensichtlich, dass er sich der Bedeutung dieses Spieles für ihn nur allzusehr bewußt war.

Zum Ende der ersten Halbzeit kassierte Union dann zwei Gegentore, bei denen Marcel beide Male unglücklich aussah. Nach dem 2:1 ging ein heftiges Grummeln durch die Gegengrade.

Nach dem zweiten Gegentor forderte dann die Waldseite lautstark Jan Glinker ins Tor.

In der zweiten Halbzeit gab es einige Aktionen von ihm, die auch nicht wirlich souverän aussahen. Die Reaktion eines großen Teils der Fans waren hämisches Beifallklatschen wenn er einen Kullerball festhielt.

Bei aller Liebe zu – auch meinem – Fußballgott Jan, so gehen wir mit unseren Leuten nicht um, so bauen wir sie nicht auf. Wir brauchen einen starken zweiten Torwart, der im Falle des Falles einspringen kann. Der seinen Job machen kann, Jan nach vorn bringen.

Ich hoffe, dass er in den nächsten Vorbereitungsspielen noch zum Einsatz kommt und zeigt kann was er kann.

Unsere Nummer 1 ist und bleibt Jan, doch letztendlich sollten wir froh sein, wenn wir einen starken Ersatz bekommen. Also geben wir ihm Zeit und Aufmunterung, nicht Ablehnung und Häme.

Unsere Unterstützung der Jungs auf dem Platz ist das, was uns immer stark gemacht hat und so wird es bleiben.

In diesem Sinne verabschiede ich mich in den internetfreien Urlaub und wünsche allen ihr einen schönen August.

u.n.v.e.u.

Nachtrag: Die Gegentore fielen nach dem unsäglichen “Siehste Hertha…”. Alles weitere dazu und viel mehr zum Spiel an sich kommt dann gleich von Matze, mit dem ich gestern Abend vor dem 5 Ziegen saß und wir beide fröhlich mit unseren Texten spielten.

Mir steht jedes Trikot!

Man denkt, man wär bei Heidi Klum, irgendwo im Bild hat sich das Topmodel versteckt, und man soll es jetzt suchen. Es war dann aber doch das 11Freunde-WM Quartier, das sich doyoufootball und der 1.FC Union zur Präsentation der neuen Trikots ausgesucht haben. Man kann nun einwenden “Öax, das ist ja nur für hippe Leute, die hippe Magazine lesen – wat is´n mit normalen Menschen” – aber einwenden kann man ja praktisch immer irgend etwas, und verglichen mit den zu solchen Anlässen üblichen Arkaden, Passagen oder Sportarenen war das eine ganz vortreffliche Wahl.

Es war im Vorfeld klar, wie die Trikots aussehen würden. Dachte ich. Und dann habe ich sie gesehen. Sind genau wie auf der Zeichnung, bloß ganz anders. Klare Farben. Extreme Straßentauglichkeit speziell bei dem Grünen. Hosen, Stutzen und Trikot immer einheitlich in einer Farbe. Keine komischen Karos. Dass man das mal als Pluspunkt vermerken würde!

Befragt, ob die so in Ordnung wären, sagt Karim Benyamina “Mir steht jedes Trikot”, aber auch Jan Glinker (“Das Lila stand nur Buschi, mir nicht”) will seines diese Saison anziehen. Burlington, übrigens. Da kann sich die Strickjacke von Mehmet Scholl mal ein Beispiel dran nehmen.

O-Töne zur Trikotvorstellung vor allem vom Geschäftsführer von doyoufootball, Bernd vom Geldern, im Podcast:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Podcast in iTunes abonnieren

Podcast als RSS-Feed abonnieren

Download als MP3

Mit dem Kosmos im Einklang

Und plötzlich ist alles prima. Lange gab es nicht mehr solche Gefühle nach einem Spiel. Drei Punkte. Blauer Himmel und nur ein paar kleine rosa Wölkchen am Firnament. Diese Wölkchen streiten sich, ob Mattuschkas Freistoß das Tor des Monats war. Wie es zu solch vielen Ballverlusten beider Mannschaften kam. Warum ein Torwart, der am Ball vorbeifliegt, einen Freistoß bekommt, und ob es für Benyamina schwieriger war, den Ball im Tor unterzubringen oder den aus dem Abseits startenden Mosquera von einer Ballannahme abzuhalten. Probleme? Wir doch nicht!

Im Podcast ist übrigens ein Freud’scher Versprecher harmloser Natur enthalten. Wer ihn zuerst findet, bekommt gegen Bielefeld ein Bier ausgegeben. Einfach in den Kommentar schreiben.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Podcast in iTunes abonnieren

Podcast als RSS-Feed abonnieren

Download als MP3

Schlagzeilen.

Pleiten, Pech und Pannen. Alles so schön geplant. Kurztrainingslager auf echtem Rasen, Teambuilding und mal schnell noch drei Punkte beim Tabellenletzten mitnehmen. Friede, Freude Eierkuchen. Und dann schön Ruhe haben.

Manchmal hilft die beste Planung nicht. Und alles, was man anfässt, geht schief. Wir unterhalten uns über das Spiel auf dem Dorfanger in Ahlen und über die Figur, die die Verantwortlichen des 1. FC Wundervoll bei der Berichterstattung zum Überfall auf Spieler am Rande des Spiels Schalke gegen Dortmund abgegeben haben.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Podcast in iTunes abonnieren

Podcast als RSS-Feed abonnieren

Download als MP3