Ein schlecht gelaunter Verteidiger und Dirk Zingler spricht über den, dessen Name nicht genannt werden darf

Gestern beim Mannschaftsfoto zierte sich Toni Leistner, der sehr klar kommuniziert hat, dass er den Verein verlassen möchte. Man könnte durchaus auch sagen, dass es aussah, als hätte der Verteidiger schlechte Laune gehabt. So schreibt es jedenfalls der Kurier, der damit auch eine Herausforderung auf das Team und den Zusammenhalt der Mannschaft zukommen sieht. Ob die Unlust von Leistner aber wirklich etwas mit seinem bisher nicht gestatteten Wechsel zu Norwich City zu tun hat, können wir alle nicht genau sagen.

Fakt ist, dass Dirk Zingler gestern im Interview mit dem Kicker klar gemacht hat, dass er Leistner nicht gehen lassen möchte, weil der Union-Präsident mit solch einem Wechsel das Vereinsziel Bundesliga-Aufstieg nicht gefährden möchte:

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Sie konnten zueinander nicht kommen

Eigentlich sollte hier nur der Kommentar von MalerMario stehen. Denn mehr als sein “Zwei Monate später…” gibt es eigentlich nicht dazu zu sagen. Nach vielen Ungereimtheiten hat sich der Verein vom “Hauptsponsor” ISP getrennt. Als Grund für die Trennung werden “falsche Angaben des Vertragspartners beim Zustandekommen des Vertrages” genannt. Dagegen gibt es nicht viel zu sagen. Was damit gemeint ist, bleibt allerdings unklar. Ist damit die Unklarheit über die Registrierung der ISP bei der Handelskammer von Dubai oder Adschman gemeint? Ist es die Herkunft der Gelder? Oder tatsächlich die Vergangenheit des ISP-Aufsichtsratschefs Jürgen Czilinsky als Hauptmann im Dienste des Ministeriums für Staatssicherheit?

Letzten Endes kann es fast egal sein, was den Ausschlag gegeben hat, denn Bauchschmerzen hatten sehr viele bereits bei der Bekanntgabe des Vertrages mit der ISP. Dafür stellen sich andere Fragen, die heute auf der Pressekonferenz nicht beantwortet wurden. Es wurde bereits eine Rate von einer Million Euro gezahlt. Wieviel dieser Summe muss zurückgezahlt werden und wurde diese Summe bereits ernsthaft verplant? Dazu gab es keinen Kommentar. In der Pressemitteilung ist lediglich die Rede davon, dass der laufende Spielbetrieb nicht beinflusst werde, “da die im Lizenzierungsverfahren eingereichte Etatplanung den ISP-Vertrag nicht beinhaltete”. Das beruhigt die in Lizenzfragen arg gebeutelte Unionseele. Es bleibt trotzdem zu hoffen, dass man einen normalen Hauptsponsor als “Backup” in der Tasche hat. Es darf auch gerne ein normaler Baumarkt sein.