Geht Toni Leistner oder geht er nicht?

Geht Toni Leistner oder geht er nicht? Laut Berliner Kurier/Berliner Zeitung soll es angeblich ein echtes Angebot für den Innenverteidiger geben. Norwich City aus der englischen zweiten Liga soll 3,5 Millionen Euro Ablöse bieten. Das wäre angesichts von einem Jahr Restlaufzeit des Vertrages bei Toni Leistner ein ordentliches Sümmchen. Und es dürfte die Ansage an die Mannschaft, dass kein Spieler eine Freigabe bekommen würde, den Union selbst halten wolle, als ebenso leer erscheinen lassen wie die elterliche Androhung bis drei zu zählen.

Toni Leistner im Trainingslager, Foto: Matze Koch

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Daniel Haas trainiert bei Hertha mit und das ist überhaupt kein Problem

Wusstet ihr, dass Daniel Haas in Berlin geblieben ist und jetzt bei Herthas U23 mittrainiert? Ich nicht. Und ich finde es sehr schade, dass er noch keinen neuen Verein gefunden hat. Aber daraus jetzt ein Problem wegen der Rivalität Union-Hertha oder dem aktuell verbesserungswürdigen Verhältnis zwischen Hertha-Fans und Verein zu machen (BZ)? Eher nicht. Union hat einfach keine U23 mehr, bei der Haas mittrainieren könnte und es ist doch gut, in solch einer schwierigen beruflichen Situation wenigstens bei der Familie sein zu können. Ich wünsche Daniel Haas, dass sich bald die Gelegenheit für einen neuen Job ergibt.

Daniel Haas bei seinem Abschied von Union, Foto: Matze Koch

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Teve157 – Quietscheentchen-Mafia DFB!

1:1 beim FSV Frankfurt! Aufstiegsplatz verpasst! Skandal! Wir bleiben entspannt und ziehen das Zwischenfazit dann, wenn es Trainer Uwe Neuhaus auch zieht. Nie! Stattdessen hören wir neue Union-Lieder und diskutieren den vermeintlichen Hertha-Skandal samt der Grenzen von Berichterstattung. Außerdem versuchen wir mit unserem Gast Bastian Pauly (bekannt als @chemieblogger und durch sein Blog chemieblogger.de) herauszufinden, wann sich die Entwicklungslinien von Union und dem FC Sachsen Leipzig aka BSG Chemie Leipzig getrennt haben. Kurz: Es ist noch gar nicht so lange her und hat etwas mit Schnee und dem brasilianischen Torjäger Daniel Teixeira zu tun. Zum Schluss gehen wir einer Verschwörungstheorie auf den Grund: Mittendrin die über die Quietscheentchen-Mafia DFB.

Union Stadion-Besichtigung 2013/14
Foto: Koch

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Der @chemiebloggerDas Blog chemieblogger.deGroßes Frankfurt, kleines FrankfurtDer FSV ist die Club gewordene Zweite LigaBornheimer HangSV Meppen, der erfolgreichste Club des EmslandesEin Trickfilmtor: Tusche überrennt einen AbwehrspielerRegelkundeAbstoß gibt es, wenn der Ball vollständig die Torlinie überschreitetEin Babbel-Spruch bricht sich BahnWer meckert, muss auch loben können: Uns gefällt, was Uwe Neuhaus spielen lässtNeue Musik 1: Tyran / Hennezzy, Eisern Union BerlinKöpenicker JugendkulturHipHop, Bier und BratwurstNeue Musik 2: Krispin, Union Song RoughmixMiese Romantik und Kitsch: Genau mein Fall!Königsblauer S04Kuschelrock für UnionerZombie Nation bei Penn StateSebastian hat was zugeschickt bekommenDie BZ bringt eine Geschichte, wir müssen über Pressefreiheit und ihre Grenzen redenWas ist eigentlich ein Persönlichkeitsrecht?Christian Streich beim SC Freiburg ist fassungslosMichael Preetz fragt bei Sky90 nach dem konkreten Vorwurf und der Moderator kommt ins SchwimmenWer Lolita sagt, muss es auch lesenSchweinejournalismus bleibt SchweinejournalismusAbrupter Themenwechsel: Sachsen und BerlinClubs von Kölmels GnadenDer Alfred-Kunze-SportparkFC Sachsen Leipzig (bis Juni 2011)SG Sachsen LeipzigBSG Chemie LeipzigDaniel TeixeiraDie Chemie-HistorieZentralstadion kills Leipziger FußballLeipzig als politischer StandortSport im Osten, MDR"Wir machen da mal Brause"Jens HärtelBluten für UnionFußball-FundamentalistenLeutzsch vs. ProbstheidaWeltfriedenstagVerbrannte MarkenTextilvergehenRobis Ente hat Unwucht: Quietscheentchen-Mafia DFB.

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Berliner Geschwister

OK. Dann stelle ich mich also dieser Herausforderung. Als gäbe es davon im Leben nicht eh schon mehr als genug, musste ich natürlich zusagen. Ich, als Herthaner und Westberliner, der die Wende vor allem mauersteineklopfend erlebt hat und dementsprechend wenig Sinn für ein geteiltes Deutschland hat, habe nun den Salat. Ich habe mich also dazu bereit erklärt auf diesem – nennen wir es – eisernen Ostblog einen Beitrag zu schreiben. Einen Beitrag über die Berliner Geschwister, die da wären: Die große Schwester Hertha und der kleine eiserne Bruder David.

Nein. Ich werde nichts über Derbies in der zweiten Liga schreiben. Das ist ein Thema für Zeitungen, die große Buchstaben, viele Fotos und vor allem Meinungen in die Welt hinausposaunen. Außerdem wird es zwischen Union und Hertha erst dann ein richtiges Derby geben, wenn sich die beiden Teams in der ersten Liga duellieren. Also in der kommenden Spielzeit. Bis dahin werden Berliner Derbies nicht unbedingt mein Thema sein.

Ja. Dann schreibe ich doch lieber etwas über Innerberliner Verhältnisse. Allerdings kann ich auf Grund meines noch recht überschaubaren Alters wenig bis gar nichts mit dem ganzen Nostalgie-Gedöns anfangen, der vor der Wendezeit liegt. Ich weiß, dass es da mal eine Freundschaft zwischen den Eisernen und den Blau-Weißen gegeben haben soll. Heute weiß ich davon allerdings nichts mehr. Ich sehe, höre und lese wenig von dieser Freundschaft, außer dass es sie mal gegeben haben soll. Gott hab’ sie selig, die DDR, die Wende, die Nostalgie und die alte Freundschaft. Sicher war nicht alles schlecht, aber wen interessiert das heute noch?

Wenn ich also etwas über das Verhältnis von Union und Hertha schreibe, dann muss ich einiges vorweg stellen. Neben der oben geschilderten Ignoranz gegenüber der Vergangenheit, bin ich im höchstem Maße subjektiv. Ich schreibe über meine Wahrnehmung und meine Einschätzungen, die ich weder belegen kann noch will und die alle anderen gerne anders sehen dürfen. Nur zu, Widerspruch ist erwünscht.

Wer meine textliche Vergangenheit unter blau-weißer Flagge kennt und wer mein Geschreibe des letzten Jahres zur Kenntnis genommen hat, weiß sicherlich, dass ich der alten Dame und ihren Fans recht kritisch gegenüber stehe. Ich stehe zu ihr. Keine Frage. Aber ich mache sicherlich nicht alles mit und schreibe das dann auch. Soviel zur Vorrede.

Seit einem Jahr nun spielt da ein Berliner Vorort-Verein in der zweiten Liga und man kann ihn irgendwie nicht mehr ignorieren. So denken viele Nicht-Eiserne über Union. Immerhin spielen sie zweite Liga. Das ist zwar noch nicht Europapokal, aber auch nicht ganz unbedeutend. Nach dem Abstieg der Hertha kommt man um die Unioner endgültig nicht mehr herum. So wie man den jüngeren Bruder eben auch nicht ständig ignorieren kann. Er gehört dazu, ob man will oder nicht.

Sie sind ja auch irgendwie putzelig. Diese ehrlich arbeitenden Ossis. Da bauen sie auf HartzIV-Kostenstelle ihr Stadion in Handarbeit um. So denken die meisten blau-weißen Wessis, die sich ihr Stadion einfach direkt von der Stadt haben aufmotzen lassen. Das Reflexionsniveau unter Fußball-Fans scheint grundsätzlich unterdurchschnittnlich zu sein. Denke ich. Macht aber nichts, da lässt es sich einfach besser pöbeln.

Mal davon abgesehen, dass der kleine Nachbar ab und an mit kernigen Sprüchen provozieren möchte, fällt da noch etwas anderes in der Beziehung zwischen Ost-Unionern und West-Herthanern auf. Beide reklamieren ja nur zu gern für sich, der Fußball-Verein für ganz Berlin zu sein. Die kleinen, häßlichen Stiefgeschwister TeBe und Dynamo schreien da zwar immer auf. Aber wen interessiert das schon? Wichtiger ist noch, dass beide – sowohl Hertha als auch Union – es wohl auf absehbare Zeit nicht schaffen werden, der Berliner Gesamtverein zu werden. Und das ist auch gut so, denn Berlin stand immer schon und steht immer noch für Vielfalt.

Noch amüsanter wird es, wenn man sich die eisernen Sticheleien gegen ein leeres Olympiastadion anschaut. Klar, die Kritik und die Hähme sind angebracht. Das Olympiastadion ist doch häufiger zugig, denn euphorisch gefüllt. Allerdings sieht das in der vergleichsweise winzigen Alten Försterei nicht anders aus. Die Zuschauerzahlen der vergangenen Zweitliga-Saison sind nicht unbedingt rühmlich, nicht wahr? (Im Schnitt blieben ein Viertel der Plätze leer). Letztlich sollten beide Vereine bezüglich der Stadionauslastung die Klappe halten. Das wird sonst peinlich, wenn man einmal nach Düsseldorf oder Kaiserslautern schaut…

Aber so ist das halt, wenn groß und klein sich streiten. Hauptsache, der andere steht schlechter da, egal wie blöd man selbst dabei aussieht. Die große alte Dame – quasi die große Schwester des kleinen eisernen Bruders – sie müsste einfach locker bleiben. Kann sie aber nicht. Sie bekommt weitaus mehr Taschengeld, bekommt aber auch als erste Dresche, wenn es nicht so läuft. Schließlich muss sie mehr Verantwortung tragen. Der Kleine dagegen versucht sich immer wieder abzusetzen und anders zu sein, um dadurch aus dem großen Schatten der Schwester heraus zu treten.

Manchmal kann ich mich dem Eindruck nicht entziehen, dass der eiserne Zwerg aus der Berliner Provinz versucht, den Pauli-Mythos nach Berlin zu kopieren. Klar, die David-vs.-Goliath-Thematik passt. Ebenso ist die alte Dame größtenteils so piefig und bieder wie der HSV. Aber der kleine eiserne David kommt halt aus Köpenick. Und bei allem Respekt gegenüber diesem wunderschönen Stadtteil Berlins: Das ist mal eine ganz andere Hausnummer als der Hamburger Kiez. Sagen wir es so: An Piefigkeit ist der eiserne David zusammen mit der alten Dame ganz vorne mit dabei.

Natürlich mögen die Kenner da die feinen Unterschiede erschnüffeln. Ehemals ostdeutsch-piefiges Kleinbürgertum riecht anders als ehemals westdeutsch-piefiges Kleinbürgertum. Das will ja auch niemand wegdiskutieren und es ist ja sogar schön, dass es an jeder Berliner Ecke anders stinkt. Aber sowohl in ehemals Ost als auch in ehemals West war, ist und bleibt die kleinbürgerlich Piefigkeit. Du bist so wunderschön, Berlin!

Was ich an den Image-Kampagnen der großen Schwester Hertha schon seit Jahren kritisiere, ist ja dieses blind-taube Ignorieren der eigenen Identität. Ich bin mir sicher, dass Hertha sich erfolgreich als Marke etablieren könnte, wenn sie sich mehr auf den ihr eigenen Eck-Kneipen-Mief konzentrieren würde. Niemand mit einer echt blau-weißen Seele interessiert sich für play.berlin oder Aus Berlin. Für Berlin. Vielleicht kann man damit ein paar Brandenburger überzeugen. Aber auch nur vielleicht. Wahrscheinlich nicht.

Spielt sich der kleine eiserne und ebenso piefige David aus Berlin-Köpenick jedoch als alternativer Mainstream-Punk (sic!) auf, wird das nicht weniger peinlich als die blau-weiße Großmannssucht der alten Dame Hertha. An die Lernfähigkeit des Charlottenburger Managements glaube ich nicht mehr. Ich habe mich damit abgefunden, dass die alte Dame in meinem Leben wohl gerne etwas anderes werden möchte als sie bleiben wird und werden könnte. Ein Hoch auf die Schizophrenie!

Für den kleinen eisernen David besteht allerdings noch Hoffnung. Vielleicht werden in Zukunft auch ein paar Herthaner raus zur Alten Försterei fahren, weil man dort noch ein gepflegtes Pils bekommt, das man in piefiger Ruhe unter Gleichgesinnten konsumieren kann. In einer kleinbürgerlich engen Welt, in der der Fußball bleibt was er in seinem Kern ist: Ein netter Zeitvertreib, der einem Orientierung und Sicherheit gibt, für ein Leben, das eh aus viel zu vielen Herausforderungen besteht.

Ich hoffe, dass der kleine eiserne David aus den Fehlern seiner großen Schwester Hertha lernt. Falls nicht, bleiben uns die Derbies in der ersten Liga. In der kommenden Saison. Ich freue mich schon!

Teve004 – Notaufnahme

Es ist Montag Abend. Eigentlich Freitag Abend. Aber ich habe die ganze Zeit überlegt, ob das sendefähig ist. Direkt nach dem Spiel gegen Koblenz am Freitag Abend saßen wir (Sven, Ilja, Robert, Steffi und ich) vor der Kneipe im Friedrichshain und versuchten mit einem Macbook gegen den Nachbartisch, Kopfsteinpflaster und Berlinklassenfahrten anzukommen. Der eigene Perfektionismus schläft bereits. Und außerdem ist das noch zur Probe. Also doch auf Sendung.

Eine vorgreifende Manöverkritik: Ein Macbook allein reicht nicht zur Aufnahme auf der Straße. Der Nebentisch gehört geräumt. Moderation war dieses Mal mehr. Außerdem wurden konsequent Ähs und Öhs herausgeschnitten. Und es geht sicherlich noch kürzer.

Der erste große Teil beschäftigt sich mit dem Spiel. Und: Überraschung! Ab Minute 27:18 geht es um Hertha. Und das größtenteils ohne Schadenfreude.

Was sonst noch wichtig ist: Wir suchen einen Namen! Vorschläge bitte in die Kommentare! Und vielen Dank an Robert, der mit seinem MacBook die Aufnahme noch ermöglicht hat.

On Air:

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