Durch den Brandschaden in der Haupttribüne steht plötzlich wieder ein Zelt vor dem Stadion

Heute Abend spielt die U21 in Dublin gegen Irland das EM-Qualifikationsspiel. Mal sehen, ob Marcel Hartel für seine gute Leistung im vergangen Testspiel mit einem Einsatz belohnt wird. Anpfiff ist 19 Uhr und übertragen wird die Partie auf Eurosport.

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Dirk Thieme – Einer muss es ja machen

Christopher Quiring war auf Kuba und hat dort wegen der Sonne nur drinnen trainiert. Das könnt ihr alles in Bild/BZ lesen. Bevor am Sonntag um 15 Uhr die Saisonvorbereitung im Stadion an der Alten Försterei startet, kommt noch ein Text von Steffi über Dirk Thieme, der eine der Personen ist, der wir dieses Stadion so verdanken, wie es uns am Sonntag wieder begrüßen wird. Der Text erschien zuerst im November 2012 im Köpenicker Magazin Maulbeerblatt. Zu dieser Zeit war die Haupttribüne noch im Bau.

Was man auf der Baustelle an der Alten Försterei zuallerletzt vermutet, ist Milchkaffee. Es gibt ihn aber. In dem Container, in dem das Planungsbüro von Dirk Thieme derzeit arbeitet, steht zwischen Rechnern, Druckern, Materialproben, Papierbergen und Männern in karierten Flanellhemden eine Kaffeemaschine, die so etwas kann. Kein Bier, kein Gebrüll. Schon am Eingang wird darauf geachtet, dass alle ihre Bauhelme tragen.


Foto: Matze Koch

Dirk Thieme ist federführend verantwortlich für den Bau der neuen Haupttribüne, man kann ihn getrost den Vater der Baustelle nennen. „Weißt Du, wo hier die Gasleitung lang geht?“, wird er gefragt. „Na klar!“, sagt er und zeichnet eine Linie in die Luft. Solche Fragen sind vernünftig, vernünftige Fragen werden sofort beantwortet.

Soll er über sich sprechen, über seine Arbeit, wird er erst einmal still, überlegt. Er biegt eine Büroklammer auf und zu. Wieder auf. Zu. Hinter ihm ragt der imposante Rohbau der neuen Tribüne empor. Er zeigt aus dem Fenster. „Die Leute nehmen das doch wahr! Es ist doch nicht so, dass ich den Finger heben muss: ‚Habt ihr eigentlich schon mal gesehen, dass wir drei Stadionseiten gemacht haben, und ein Dach drüber haben?‘ Das sehen die doch alle! Insofern kann ich mich zurückhalten. Wozu sollte ich mich in den Vordergrund spielen?“ Die Büroklammer ist inzwischen nur mehr ein Stück Draht. „Ich habe auch nicht vor, nochmal irgendwann ein neues Stadion zu bauen. Ich brauch‘ diese Werbung nicht.“


Foto: Matze Koch

Ausschreibungen, Vergabe der Bauleistungen, Bauüberwachung sind seine Aufgaben als Vertragspartner der Stadion AG. Dirk Thieme ist sowohl Vorstandsvorsitzender der Stadion AG als auch Präsidiumsmitglied des 1. FC Union Berlin. „Ich setze nicht nur um, was der Bauherr möchte, ich definiere auf der anderen Seite gegenüber den Planern, was der Bauherr möchte.“

Ihm ist bewusst, dass diese Doppelfunktion mit Skepsis betrachtet wird. Er weiß auch, dass er den Zweiflern nur mit unbedingter Transparenz entgegentreten kann. Transparenz heißt: Reden. Erklären. Kommunizieren. Er trägt das mit Fassung. „Wenn man das mit Aktien macht, muss man bestimmte Spielregeln einhalten. Die sind nicht grundlos da.“


Foto: Matze Koch

In den Stadionbau ist er so reingerutscht. „Ich habe eine sehr gute Erziehung genossen. Meine Mutter hat mir aber offenbar nicht beigebracht, nein zu sagen. Und deswegen habe ich mir jede Menge aufhalsen lassen.“ Vom Fan zum Fanvertreter. Vom Fanvertreter in den Aufsichtsrat. Von dort ins Präsidium. Es ist die Geschichte von einem, der Schritt für Schritt Verantwortung übernimmt für das, was ihm wichtig ist. Der Dinge erledigt, die eben erledigt werden müssen. Der mit seinem Fußballverein erwachsen geworden ist.

Erwachsensein bringt vor allem Fragen mit sich. „Was passiert denn, wenn der Elfmeter jetzt an den Pfosten fliegt? Das Spiel verloren geht, oder nicht gewonnen wird? Was hat das für Konsequenzen? Da rattern im Kopf immer Zahlen ab, und Szenarien.“ Erwachsensein heißt Selbstdisziplin. „Ich bin der Typ, der nach dem Spiel in den Keller geht und dann da jubelt und auf Knien grätscht.“ Wer im Präsidium sitzt, der repräsentiert. Ob er will oder nicht. „Als Fan konnte ich jubeln und rumpöbeln. Das geht heute nicht mehr.“


Foto: Matze Koch

Erwachsensein heißt schließlich, „dass die Freude, die man empfindet, noch viel größer ist, als es sonst der Fall gewesen wäre, weil man so unter Druck steht“.

Dirk Thieme ist ein pragmatischer Mensch. Er setzt seinen Helm auf und ist froh, wieder auf seine Baustelle zu kommen. Zu tun hat er genug. „Da gibt‘s schon noch das eine oder andere. Das Fanhaus ist ein Thema, das Nachwuchsleistungszentrum ist ein zweites Thema. Wir müssen uns im Bereich unserer Büroräume irgendwie erweitern. Wir denken aktuell darüber nach, wie wir das bewerkstelligen. Da gibt es schon noch Handlungsbedarf.“ Und einer muss es ja machen.

Teve142 – How to sitz at Union

Zu Hause ist es einfach am schönsten. Angesichts des 4:2 gegen den FC St. Pauli sind wir darüber natürlich sehr froh. Andererseits aber auswärts. Köln und Cottbus liegen uns noch schwer im Magen, da stehen gleich zwei Auswärtsspiele in Paderborn und Frankfurt an. Wohlan. Abseits der bewundernswerten Tore gegen die Hamburger macht uns einiges nachdenklich. Die merkwürdige Stimmung zum Beispiel. Gero hat eine Idee für die Integration des Publikums auf der neuen Haupttribüne: Die Anleitung "How to sitz at Union". Das Verhalten von Fans gegenüber den Anhängern der gegnerischen Mannschaft, quasi Fantrennung selbstgemacht. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Der freie Journalist und Fotograf Matze Koch gewinnt eine Wette gegen Tusche.

Haupttribüne beim Spiel gegen St. Pauli. (Foto: unveu.de)
Foto: Koch

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Teve136 – Ditt Ziel sollte immer nach oben sein

2013 lässt sich gut an. Die Tribüne steht und kann besessen werden. Erstes Heimspiel: läuft. Neuverpflichtung: läuft. Tabellenplatz: traumhaft. Wir sind nur zu dritt, aber unser Überschwang reicht für die ganze Mannschaft. Wir lassen ihm freien Lauf - durchaus in dem Bewusstsein, dass es am nächsten Spieltag ins Olympiastadion geht.

tabelle

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Die neue Haupttribüne füllt sich mit LebenWir haben zugesehen und sind mehr als nur ein bisschen beeindrucktSteht auf, wenn ihr Unioner seid!Mehr LichtUnd jetzt nochmal mit Musik, bitte!Das seltsame erste Tor: Michael Parensen war's, und keiner hat's gesehenGero ist trotzdem mit Simon Terodde zufriedenGroße Anerkennung für Adam Nemec' und Michael Parensens LaufleistungKein Spiel für KonterfußballGepflegtes KurzpassspielWir erinnern uns gegenseitig daran, dass Union inzwischen ein gestandener Zweitligist istSandhausen: ein Trainingsspiel?Kommunikation auf dem PlatzWir verabschieden uns von Tijani Belaid und Markus KarlBaris Özbek gibt uns vom Feeling her ein gutes GefühlJohn-Jairo Mosquera und ein Markt, über den wir uns nie zuvor Gedanken gemacht habenWir besprechen "die gläserne Decke"Wie weit reicht es bei Union?Der Nachschuss im Berliner Kurier und wie man es auch sehen kannDie Goldene Regel im Profifußball: Sei ehrgeizig!Die Treue der FansSöldner vs. ProfifußballerWir ruinieren Roberts Überleitung und blicken auf die Tabelle: Markus Karl hat nur zwei Punkte gut gemachtIst vom Aufstieg träumen doofer Scheiß?Hertha vor der Brust, aber hoch hinaus wollenNach vorne orientieren muss, alles andere kannAufstieg wäre sinnvoll, wenn ... ?Chance und GefahrDinge, die man nicht planen kannWir blicken weit zurück bis nach Falkensee-Finkenkrug und sind glücklichWas hat sich durch die Professionalisierung geändert?Bandenwerbung, die wir doof finden, aber hinnehmenSpruchbänder zum DerbyUnd, wie wird's?Wir trauen unserer Mannschaft viel zu.

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