“Hey FC Union stürme hinaus”

Gestern hatte Union ein Testspiel gegen Dinamo Brest. Das fand aber aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen statt.

Diese Sicherheitsgründe waren nicht, dass jemand Dinamos verwechseln könnte, sondern das Unwetter in Berlin. Wegen dem war aber ohnehin egal, dass Union die Tore schloss, denn dank stehender Busse und Bahnen wäre wohl ohnehin niemand ins Stadion gekommen.

Die schon erstandenen Eintrittskarten für das Brest-Spiel gelten stattdessen für das DFB-Pokalspiel der Frauen gegen Wolfsburg am Sonntag. (Im Berliner Pokal setzten sich die Union Frauen am Mittwoch mit 9-0 gegen den FSV Hansa 07 durch.)
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Low Key Derby

Ob wirklich Sicherheitsbedenken im engeren Sinn der Grund waren, ein Testspielderby so low key wie möglich auszutragen, oder eher der Wunsch, den Aufwand dazu minimal zu halten, ist Ansichtssache. In jedem Fall führte das dazu, dass die beiden Mannschaften gestern in Herthas Amateurstadion nur vor Vereinsverantwortlichen, ein paar Journalisten und einer Gruppe von Kindern aus einem Jugendprojekt von Hertha gegeneinander (miteinander) testeten.

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Lennard Maloney und Atsuto Uchida beim Jubel nach dem 0:2; Photo: Matthias Koch

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Manchmal muss es der Sportplatz sein.

Wiese, Tore, Eckfahnen, Trainerbänke und Geländer zum Festhalten. Mehr ist gar nicht nötig. Der Friedrichhagener SV hat mich gestern daran erinnert, wie der Fußball bei Union war, bevor wir drüben in der Alten Försterei zu bauen anfingen. Nein, ich möchte nicht zurück in die Oberliga, aber trotzdem mag ich solche Sportplätze wie den in Friedrichshagen, wo alles ist, wie es soll, und ich mich mühelos zurechtfinde. Jungs und Mädels – es war toll bei euch. Danke!

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Getestet: Hannover 96

Es war nicht ganz so kalt wie beim letzten Punktspiel gegen den TSV 1860 im Stadion an der Alten Försterei. Und erwärmend war das Spiel des 1. FC Wundervoll vor 3.562 Zuschauern dieses Mal dazu. Heraus sprang ein verdienter Sieg, wenn um diesen auch in den Schlussminuten noch sehr gezittert werden musste.

Uwe Neuhaus schickte gegen Hannover eine beinahe identische Mannschaft wie im letzten Spiel auf den Platz. Lediglich Neuzugang Paul Thomik verdrängte Michael Bemben von der rechten Verteidigerseite. Der zweite Neue, Chinedu Ede, nahm zunächst auf der Bank Platz.

Bemerkenswert war, gleich zu sehen, wie sehr sich Thomik in den Angriff einschaltete. Allerdings gab es am Anfang einige Abstimmungsprobleme mit Brunnemann, der sich ebenfalls nach vorne orientierte. Die dann verwaiste Verteidigerposition fiel auch Neuhaus auf, der Thomik an der Seite zu sich holte und ihm noch einmal klare Anweisungen gab. Im Verlauf der ersten Halbzeit klappte das Wechselspiel dann besser. Wenn Thomik lief, ließ sich Brunnemann fallen und umgekehrt. Vielleicht wird aus den beiden ein ebensolches Tandem wie auf der linken Seite mit Kohlmann und Parensen. Zu wünschen wäre es, da Union dann im Spielaufbau flexibler agieren könnte.

Nach dem Tor von Mosquera in der 8. Minute kam Brunnemann zu zwei guten Gelegenheiten, wobei die eine von Gospodarek geklärt wurde und die andere knapp über das Tor ging. Von Hannover war wenig zu sehen. Sie agierten zu unentschlossen in den Zweikämpfen und zu schlampig in ihren Angriffsbemühungen. Aufgrund der stärkeren Einzelspieler kamen sie trotzdem zu guten Chancen, die Glinker im Tor vereitelte oder einmal auch Thomik auf der Linie klärte. Freistöße von Hannover wurden kaum provoziert. Allerdings kam der Gegner zu einigen Eckbällen, bei denen es zwar nicht im Strafraum brannte, aber Sicherheit vermittelte das Agieren auch noch nicht.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Trainer Neuhaus und brachte mit Carsten Busch den zweiten Torhüter und erstmals Ede, der auf der linken Seite offensiv spielte, während Parensen nach hinten rückte und Kohlmann den Platz verließ. Ede beeindruckte bereits vor Anpfiff durch seine Statur, die er dann später in den Zweikämpfen auch einzusetzen wußte. Aber nicht nur sein Zweikampfverhalten gefiel sondern auch seine Pässe und sein zielgerichtetes Spiel nach vorne. Nach dem 2:0, das Brunnemann nach Ecke mit dem Fuß erzielte, hatte Ede das dritte Tor auf dem Fuß, schoß aber zu unplaziert. Für seine guten Hereingaben fehlte in der zweiten Halbzeit nach der Auswechslung von Mosquera der Abnehmer in der Mitte. Hier machte sich das Fehlen von Benyamina bemerkbar. Neuhaus erklärte nach dem Spiel, dass Benyamina nach seiner Erkrankung noch Trainingsrückstand hätte und dieses Spiel für ihn zu früh kommen würde. Aber wahrscheinlich würde er im nächsten Test gegen Jena zum Einsatz kommen.

Zum Schluß wurde es nach dem Anschlußtor durch Stajner in der 89. Minute noch ein Zittersieg. Hannover kam in der letzten Minute noch zu zwei sehr guten Gelegenheiten. Keine gute Figur machte am Ende Carsten Busch im Tor, der einen Ball nicht festhalten konnte und daraufhin wenig souverän im Strafraum dem ballführenden Hannoveraner hinterherlief. Busch ärgerte sich massiv darüber und trat auch verärgert gegen den Pfosten. Es ist bekannt, dass der Verein einen zweiten Torhüter sucht, der etwas Druck auf Glinker ausüben kann.

Alles in allem war es ein munteres Testspiel, bei dem die beiden neuen Spieler positiv aufgefallen sind. Thomik konnte in der zweiten Hälfte aufgrund einer Blase am Fuß nicht an die Leistung der ersten Halbzeit anschließen und wurde gegen Biran getauscht. Aber beide haben gezeigt, dass sie das Spiel von Union vor allem schneller nach vorne tragen können.

Bilder vom Spiel bei www.unveu.de